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Val­met be­hält Ca­brio­dach-Pro­duk­ti­on bis 2017 in Os­na­brück

Die Ta­ge der Pro­duk­ti­on von Ca­brio-Dä­chern in Os­na­brück sind beim Kar­mann-Nach­fol­ger Val­met ge­zählt: Die Her­stel­lung soll bis 2017 aus­lau­fen, sagt das Un­ter­neh­men. Die IG Me­tall fürch­tet, dass es schnel­ler ge­hen könn­te
Fünf Arbeitnehmer Wie lan­ge wird die Pro­duk­ti­on tat­säch­lich fort­ge­setzt?

01.07.2014. (dpa) - Der fin­ni­sche Ca­brio­dach-Her­stel­ler Val­met will sei­nen Stand­ort in Os­na­brück bis 2017 schlie­ßen.

Bis da­hin sol­len neue Auf­trä­ge nur noch im pol­ni­schen Za­ry ge­fer­tigt wer­den, teil­te das Un­ter­neh­men am Mon­tag mit.

"Auf dem hart um­kämpf­ten Markt für Ca­brio-Dach­sys­te­me ha­ben wir jetzt ei­ne Mög­lich­keit ge­fun­den, die Mar­ke Val­met Au­to­mo­ti­ve zu sta­bi­li­sie­ren", sag­te Vor­stands­mit­glied Ro­bert Blum­berg laut ei­ner Mit­tei­lung.

Das Pro­duk­ti­ons-Aus in Os­na­brück be­trifft nach Un­ter­neh­mens­an­ga­ben 230 Mit­ar­bei­ter.

Rund 100 Jobs wol­len die Fin­nen in Os­na­brück in den Be­rei­chen Ent­wick­lung, Mus­ter- und Pro­to­ty­pen­bau so­wie Ver­trieb er­hal­ten. Die Ge­schäfts­füh­rung hat­te bei ei­ner Ver­samm­lung der IG Me­tall die Be­leg­schaft in­for­miert. En­de 2010 hat­te Val­met die Dach­pro­duk­ti­ons-Stand­or­te in Os­na­brück und Po­len vom in­sol­ven­ten Zu­lie­fe­rer Kar­mann über­nom­men. In Os­na­brück wer­den Ca­bri­odä­cher für Bent­ley, Por­sche, Mer­ce­des und Re­nault pro­du­ziert.

Die IG Me­tall be­fürch­tet al­ler­dings, dass un­ter Um­stän­den das Aus für Os­na­brück doch schnel­ler kom­men könn­te. Die Fi­nan­zie­rung der Aus­lauf­pro­duk­ti­on hän­ge auch von dem Ent­ge­gen­kom­men der Kun­den ab, die wahr­schein­lich Preis­er­hö­hun­gen in Kauf neh­men müss­ten, sag­te Ge­werk­schafts­se­kre­tär Ste­phan Sold­an­ski: "Wo­her soll­te das Geld sonst kom­men?" Der­zeit sei aus sei­ner Sicht auch ei­ne In­sol­venz des Stand­or­tes Os­na­brück nicht aus­ge­schlos­sen. Das An­ge­bot der Ge­schäfts­füh­rung ste­he sei­nes Wis­sens noch un­ter ei­nem Fi­nan­zie­rungs­vor­be­halt der Val­met-Zen­tra­le, sag­te Sold­an­ski.

Für ei­nen mög­li­chen In­ter­es­sen­aus­gleich und So­zi­al­plan for­dern die Ar­beit­neh­mer­ver­tre­ter un­ter an­de­rem Ab­fin­dungs­zah­lun­gen von ei­nem hal­ben Mo­nats­ge­halt pro Be­schäf­ti­gungs­jahr und ei­ne Trans­fer­ge­sell­schaft. Au­ßer­dem wol­len sie den ur­sprüng­lich mit Val­met ge­schlos­se­nen ei­ge­nen Ta­rif­ver­trag auf­he­ben und in den Flä­chen­ta­rif­ver­trag zu­rück, der sie bes­ser stellt. Für die Si­che­rung ih­rer Ar­beits­plät­ze hat­ten die Be­schäf­tig­ten in den ver­gan­ge­nen Jah­ren nach Ge­werk­schafts­an­ga­ben auf ins­ge­samt 15 Pro­zent Lohn ver­zich­tet.

Der Ca­brio­markt ist in den ver­gan­ge­nen Jah­ren in West­eu­ro­pa und Nord­ame­ri­ka um die Hälf­te zu­rück­ge­gan­gen. Zu­dem ha­be der Kos­ten­druck aus Ost­eu­ro­pa die Ein­wer­bung neu­er Pro­duk­ti­ons­auf­trä­ge für Os­na­brück er­schwert, so die Ge­schäfts­füh­rung.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 20. August 2014

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