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ARBEITSRECHT AKTUELL // 14/201

Ge­werk­schaft will di­rek­te Ge­sprä­che mit Val­met-Ma­nage­ment

Als der fin­ni­sche Au­to­her­stel­ler Val­met 2010 die Dachs­par­te des in­sol­ven­ten Os­na­brü­cker Ca­brio­her­stel­lers Kar­mann über­nahm, at­me­ten die Mit­ar­bei­ter auf: Jetzt ha­ben sie er­neut Angst um ih­re Jobs
Schreiben der Bundesagentur für Arbeit mit darauf liegenden Geldscheinen Wie vie­le Stel­len wer­den er­hal­ten blei­ben?

04.06.2014. (dpa) - Im Kampf um die Zu­kunft von Jobs beim Ca­brio­dach­her­stel­ler Val­met Au­to­mo­ti­ve in Os­na­brück setzt die IG Me­tall auf di­rek­te Kon­tak­te ins Ma­nage­ment der fin­ni­schen Un­ter­neh­mens­mut­ter.

"Ich will die Fin­nen mit ins Boot ho­len", sag­te am Diens­tag der Os­na­brü­cker IG Me­tall-Vi­ze Ste­phan Sold­an­ski der Nach­rich­ten­agen­tur dpa.

Am kom­men­den Mitt­woch sol­le es Ge­sprä­che mit ei­nem Ma­na­ger in Os­na­brück ge­ben.

"Wir wol­len nicht mit Stell­ver­tre­tern re­den, die nichts ent­schei­den kön­nen, son­dern mit den Fin­nen di­rekt", sag­te Sold­an­ski.

Am Vor­tag war be­kannt­ge­wor­den, dass we­gen der schlech­ten Auf­trags­la­ge auf dem Ca­brio­markt die Ge­schäfts­füh­rung in Os­na­brück 300 von rund 400 Jobs strei­chen will. Da­von sei­en seit Jah­res­be­ginn be­reits 70 Stel­len ver­lo­ren ge­gan­gen, sag­te Sold­an­ski. Val­met hat­te 2010 die Dachs­par­te des in­sol­ven­ten Ca­brio­her­stel­lers Kar­mann über­nom­men, mit Pro­duk­ti­ons­stät­ten in Os­na­brück und dem pol­ni­schen Za­ry. Sei­tens der Ge­schäfts­füh­rung in Os­na­brück gab es zu­nächst kei­ne Stel­lung­nah­me.

Nach den bis­lang be­kannt­ge­wor­de­nen Plä­nen will Val­met mit­tel­fris­tig le­dig­lich ein Ent­wick­lungs­zen­trum mit 100 Stel­len in Os­na­brück be­hal­ten. "Da schwir­ren mir noch vie­le Fra­ge­zei­chen im Kopf her­um", sag­te Sold­an­ski. Die Fra­ge sei, was ei­ne Val­met-Ent­wick­lungs­ab­tei­lung oh­ne An­bin­dung an ei­ne Pro­duk­ti­ons­ab­tei­lung bes­ser ma­chen kön­ne als die Wett­be­wer­ber. "Es gibt ge­nü­gend Ent­wick­lungs­dienst­leis­ter auf dem Markt, es sind so vie­le, dass es mitt­ler­wei­le schon Zeit­ar­beits­fir­men gibt, die sich dar­auf spe­zia­li­siert ha­ben", sag­te der Ge­werk­schaf­ter.

Für den kom­men­den Mitt­woch ist ein Ge­spräch mit dem fin­ni­schen Ma­nage­ment im Rah­men ei­ner Bei­rats-Sit­zung ge­plant. Im Zu­ge der Über­nah­me der frü­he­ren Kar­mann-Spar­te durch Val­met hat­ten sich die Fin­nen mit der IG Me­tall auf ei­nen Er­gän­zungs- und Zu­kunfts­si­che­rungs­ta­rif­ver­trag ge­ei­nigt. Die­ser sieht bis En­de 2014 fünf Pro­zent we­ni­ger Ein­kom­men und den Ver­zicht auf Weih­nachts- und Ur­laubs­geld vor. Im Ge­gen­zug stimm­ten die Fin­nen der Ein­rich­tung des pa­ri­tä­tisch be­setz­ten Bei­rats zu, ähn­lich ei­nem Auf­sichts­rat. "Dort sol­len ei­gent­lich stra­te­gi­sche Ent­schei­dun­gen im Vor­feld be­ra­ten wer­den", sag­te Sold­an­ski.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 20. August 2014

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