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Ver­di macht wei­ter Druck bei Ama­zon - Streiks an fünf Stand­or­ten

Seit nun­mehr ei­nem Jahr strei­tet Ver­di mit dem Ver­sand­händ­ler Ama­zon über ih­re Ta­rif­for­de­run­gen: Jetzt steht das Weih­nachts­ge­schäft vor der Tür
Streik viele Streikende Wer­den die Streiks zu neu­en Ver­hand­lun­gen füh­ren?

28.10.2014. (dpa) - Kurz vor dem Start des wich­ti­gen Weih­nachts­ge­schäfts hat Ver­di zu ei­ner er­neu­ten Streik­wel­le bei Ama­zon auf­ge­ru­fen.

Nach An­ga­ben der Ge­werk­schaft leg­ten am Mon­tag Be­schäf­tig­te an fünf Stand­or­ten des Ver­sand­händ­lers die Ar­beit nie­der.

Be­trof­fen wa­ren die Ver­teil­zen­tren in Bad Hers­feld, Leip­zig, Gra­ben bei Augs­burg so­wie Wer­ne und Rhein­berg (bei­de NRW).

Den An­ga­ben nach streik­ten bun­des­weit rund 2000 Be­schäf­tig­te.

Ver­di hat­te in Bad Hers­feld, Leip­zig, Gra­ben und Rhein­berg bis ein­schließ­lich Mitt­woch zum En­de der Spät­schicht zum Streik auf­ge­ru­fen, in Wer­ne soll bis ein­schließ­lich Diens­tag zum En­de der Spät­schicht ge­streikt wer­den.

Am größ­ten deut­schen Ama­zon-Ver­sand­stand­ort in Bad Hers­feld be­tei­lig­ten sich Hun­der­te Mit­ar­bei­ter am Ar­beits­aus­stand: "Der Streik ist gut an­ge­lau­fen", sag­te Mecht­hild Mid­de­ke, Ver­di-Ge­werk­schafts­se­kre­tä­rin für Ama­zon Bad Hers­feld. Ein Ta­rif­ver­trag ste­he nach wie vor auf der Ta­ges­ord­nung. "Mit der in die­sem Jahr ge­zahl­ten "frei­wil­li­gen" Lohn­er­hö­hung von Ama­zon von 2,2 Pro­zent wol­len sich die Be­schäf­tig­ten nicht zu­frie­den ge­ben", sag­te sie.

Ver­di hat­te zu­vor be­reits meh­re­re Ama­zon-Stand­or­te be­streikt und mit Ar­beits­kampf­maß­nah­men im wich­ti­gen Weih­nachts­ge­schäft ge­droht. Ama­zon be­ton­te, die Aus­stän­de hät­ten kei­ne Aus­wir­kun­gen auf die "Ein­hal­tung des Lie­fer­ver­spre­chens" an die Kun­den. Die gro­ße Mehr­heit der Mit­ar­bei­ter ha­be re­gu­lär ge­ar­bei­tet.

Die Ge­werk­schaft ver­sucht seit mehr als ei­nem Jahr, den On­line-Ver­sand­händ­ler mit Streiks zu Ta­rif­ver­hand­lun­gen zu den Be­din­gun­gen des Ein­zel­han­dels zu be­we­gen. Ama­zon lehnt das je­doch ab und sieht sich selbst als Lo­gis­ti­ker. Das Un­ter­neh­men be­schäf­tigt an bun­des­weit neun Stand­or­ten mehr als 9000 Mit­ar­bei­ter.

Bei ei­ner Streik­ver­samm­lung in Rhein­berg un­ter­strich Ver­di-Chef Frank Bsirs­ke nach An­ga­ben der Ge­werk­schaft die For­de­run­gen. "Wir sind nicht ge­gen Ama­zon, son­dern für Ta­rif­ver­trä­ge. Wir wol­len nicht zu­rück ins 19. Jahr­hun­dert mit Ar­beit­ge­bern, die Ge­werk­schaf­ten nicht ak­zep­tie­ren und nach Guts­her­ren­art re­gie­ren. Wir wol­len Re­spekt und An­er­ken­nung, ge­rech­te Löh­ne und ge­rech­te Ar­beits­be­din­gun­gen", sag­te der Ver­di-Chef. Da­bei ge­he es um Gleich­be­hand­lung. "Ihr seid kei­ne Ar­beit­neh­mer 2. Klas­se, die aus­schließ­lich für die Pro­fit­ma­xi­mie­rung der Ak­tio­nä­re zu­stän­dig sind."

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 30. September 2015

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