HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 16/219

Ver­di will er­neut deut­lich mehr Geld für Flug­ha­fen­kon­trol­leu­re

Auch Flug­gast­kon­trol­leu­re kön­nen den Luft­ver­kehr lahm­le­gen: Mit die­ser Macht im Rü­cken hat Ver­di in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ho­he Lohn­stei­ge­run­gen durch­ge­setzt - und will dies auch wei­ter tun
Was for­dern die Kon­trol­leu­re?

12.07.2016. (dpa) - An deut­schen Flug­hä­fen könn­te es schon bald wie­der zu hef­ti­gen Ta­rif­aus­ein­an­der­set­zun­gen kom­men.

Die Ge­werk­schaft Ver­di will für die pri­va­ten Pas­sa­gier- und Ge­päck­kon­trol­leu­re er­neut ho­he zwei­stel­li­ge Zu­wachs­ra­ten beim Ge­halt durch­set­zen.

Im Pi­lot­be­zirk Ber­lin-Bran­den­burg soll der St­un­den­grund­lohn für Per­so­nen­kon­trol­leu­re an den Si­cher­heits­schleu­sen von jetzt 15,64 Eu­ro auf 19,00 Eu­ro stei­gen - ein Plus von mehr als 21 Pro­zent.

Noch kräf­ti­ger fällt die von der Ta­rif­kom­mis­si­on auf­ge­stell­te For­de­rung für Wach­leu­te aus, die nicht im Auf­trag der Bun­des­po­li­zei, son­dern für Flug­ha­fen und Flug­ge­sell­schaf­ten tä­tig sind: Ihr St­un­den­grund­lohn soll von 11,72 Eu­ro auf 16 Eu­ro stei­gen, ein Plus von 37 Pro­zent. Da­zu kom­men For­de­run­gen nach hö­he­ren Funk­ti­ons­zu­la­gen und ei­ner neu­en "Er­schwer­nis­zu­la­ge" von 1,50 Eu­ro pro St­un­de bei un­güns­ti­gen Wit­te­rungs- und Tem­pe­ra­tur­ver­hält­nis­sen. Zu­erst hat­te die "Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Zei­tung" über den neu­en Ka­ta­log be­rich­tet.

Der be­ste­hen­de Ta­rif­ver­trag für Si­cher­heits­leu­te im Luft­ver­kehr in Ber­lin-Bran­den­burg läuft be­reits En­de Sep­tem­ber aus, die üb­ri­gen Län­der fol­gen zum Jah­res­en­de. In der Ver­gan­gen­heit hat­te es im­mer wie­der punk­tu­el­le Streiks der Kon­trol­leu­re mit hef­ti­gen Fol­gen für Pas­sa­gie­re und Flug­be­trieb ge­ge­ben.

Die Ar­beit­ge­ber re­agier­ten mit Em­pö­rung auf die Ver­di-Vor­stel­lun­gen. Der Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Bun­des­ver­ban­des der Deut­schen Si­cher­heits­wirt­schaft (BDSW), Ha­rald Ol­schok, ver­wies auf die ho­hen Ge­halts­stei­ge­run­gen in den ver­gan­ge­nen Jah­ren. "Das kann nicht ewig so wei­ter­ge­hen, zu­mal wir längst ein sehr ho­hes Ni­veau er­reicht ha­ben." Mit ei­ner nor­ma­len Ta­rif­po­li­tik ha­be das nichts mehr zu tun, hat­te er der FAZ ge­sagt und Ver­di vor­ge­wor­fen, die Ta­rif­macht der Kon­trol­leu­re in al­ler Här­te zur Mit­glie­der­wer­bung ein­zu­set­zen.

"Wir wol­len un­se­re Markt­macht nicht miss­brau­chen. Es ist un­ser Ziel, die Be­zah­lung zu har­mo­ni­sie­ren, da­mit glei­cher Lohn für die glei­che Dienst­leis­tung ge­zahlt wird", sag­te hin­ge­gen das Ver­di- Bun­des­vor­stands­mit­glied Ute Kit­tel der Deut­schen Pres­se-Agen­tur. Es müs­se auch nicht zwangs­läu­fig zu Streiks kom­men. "Ich se­he auf bei­den Sei­ten ei­ne ho­he Be­reit­schaft, das nicht kom­plett es­ka­lie­ren zu las­sen."

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 31. August 2016

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gern:

Christoph Hildebrandt
Rechtsanwalt, Fachanwalt für Arbeitsrecht

HENSCHE Rechtsanwälte, Fachanwälte für Arbeitsrecht
Kanzlei Berlin

Lützowstr. 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-Mail: berlin@hensche.de

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email Nachname
  Abmelden

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de