HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL

16/347a Ver­di Ham­burg for­dert mehr Geld für Flug­ha­fen-Bo­den­diens­te

Für die Be­schäf­tig­ten am Ham­bur­ger Flug­ha­fen legt sich die Ge­werk­schaft Ver­di wie­der ins Zeug: Sie kämpft an zwei Ta­rif­fron­ten. Man­cher Pas­sa­gier mag sich noch an den Aus­stand im Fe­bru­ar 2015 er­in­nern - weil er nicht ab­flie­gen konn­te
Bodenpersonal am Flughafen, Gepäckabfertigung Was for­dert Ver­di?

10.11.2016. (dpa) - Die Ge­werk­schaft Ver­di for­dert für die rund 850 Be­la­der und Rei­ni­gungs­kräf­te am Ham­bur­ger Flug­ha­fen 250 Eu­ro mehr im Mo­nat und ein En­de be­fris­te­ter Ar­beits­ver­trä­ge.

Um die Ta­rif­run­de für die Bo­den­ver­kehrs­diens­te ein­zu­läu­ten, hat Ver­di den bis Jah­res­en­de lau­fen­den Ta­rif­ver­trag ge­kün­digt, wie Ge­werk­schafts­spre­cher Björn Krings der Deut­schen Pres­se-Agen­tur in Ham­burg sag­te.

"Ge­ra­de für die un­te­ren Lohn­grup­pen wä­re die Er­hö­hung ein or­dent­li­cher Schluck aus der Lohn­pul­le", sag­te Krings.

Sie wür­de den ak­tu­el­len St­un­den­lohn von 8,84 Eu­ro brut­to dann auf 10,50 Eu­ro brin­gen. Ers­te Ver­hand­lun­gen mit der Ar­beit­ge­ber­sei­te wer­den für De­zem­ber er­war­tet. Die Bo­den­ver­kehrs­diens­te führt der Flug­ha­fen Ham­burg in den Toch­ter­fir­men Ground­stars, Stars und Cats.

Nach dem Wil­len der Ar­beit­neh­mer­ver­tre­ter soll der nächs­te Ta­rif­ver­trag - oh­ne Null­mo­na­te - von Ja­nu­ar 2017 an für ein Jahr gel­ten. Für rund 200 Be­schäf­tig­te ver­langt die Ge­werschaft, dass die "grund­lo­se Be­fris­tung" ih­rer Ver­trä­ge be­en­det wird. Für wei­te­re 200 Mit­ar­bei­ter for­dert Ver­di, de­ren Ef­fek­tiv­stun­den­ver­trä­ge über zehn oder 20 Ar­beits­stun­den um­zu­stel­len. Da sie oh­ne­hin mehr ar­bei­te­ten, soll­ten ih­re Ver­trä­ge ent­spre­chend ge­än­dert wer­den. "Die Mit­ar­bei­ter sind vom gu­ten Wil­len des Ar­beit­ge­bers ab­hän­gig", mo­nier­te Krings. Au­ßer­dem wird es um die Neu­struk­tu­rie­rung der Ta­rif­grup­pen so­wie die Er­hö­hung von Zu­schlä­gen ge­hen.

In ei­nem wei­te­ren Ta­rif­streit, der am Flug­ha­fen die Be­schäf­tig­ten bei den Si­cher­heits­kon­trol­len für Pas­sa­gie­re und Per­so­nal be­trifft, ste­hen die Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft und der Bun­des­ver­band der Si­cher­heits­wirt­schaft (BDSW) vor der zwei­ten Run­de, die für den 23. No­vem­ber an­ge­setzt ist.

Für die rund 10.000 Be­schäf­tig­ten der Ham­bur­ger Bran­che, dar­un­ter auch Wach­diens­te und Si­cher­heits­kräf­te für Flücht­lings­hei­me, ha­ben die Ar­beit­ge­ber 2,2 Pro­zent mehr Geld an­ge­bo­ten, je­weils zum 1. Ja­nu­ar 2017 und 2018. Ham­burgs Ver­di-Ver­hand­lungs­füh­rer Pe­ter Bre­me ver­lang­te, "or­dent­lich was drauf­zu­le­gen". Nach dem Wil­len von Ver­di sol­len fes­te Be­trä­ge auf den St­un­den­lohn auf­ge­schla­gen wer­den. So soll die un­ters­te Lohn­grup­pe von neun auf elf Eu­ro er­höht wer­den. Das Si­cher­heits­per­so­nal am Flug­ha­fen soll­te künf­tig pau­schal 17,75 Eu­ro pro St­un­de ver­die­nen, nach zu­letzt 15,50 Eu­ro. Im Ar­beits­kampf An­fang 2015 hat­ten Warn­streiks des Si­cher­heits­per­so­nals den Ham­bur­ger Flug­ha­fen an ei­nem Tag na­he­zu lahm­ge­legt.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 10. März 2017

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gern:

Sebastian Schroeder
Rechtsanwalt, Fachanwalt für Arbeitsrecht

HENSCHE Rechtsanwälte, Fachanwälte für Arbeitsrecht
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10, 20354 Hamburg
Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08
E-Mail: hamburg@hensche.de

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email Nachname
  Abmelden

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2018:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de