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ARBEITSRECHT AKTUELL // 16/130

Ver­di be­streikt Nah­ver­kehr, Kran­ken­häu­ser und Ki­tas

All­mäh­lich wird der Ta­rif­kon­flikt im öf­fent­li­chen Dienst für im­mer mehr Men­schen in Deutsch­land spür­bar: Ver­schie­de­ne öf­fent­li­che Leis­tun­gen ste­hen nur ein­ge­schränkt zur Ver­fü­gung
Streik sechs Streikende Wo wird ge­streikt?

19.04.2016. (dpa) - Mit spür­ba­ren Warn­streiks im Nah­ver­kehr und an­de­ren sen­si­blen Be­rei­chen er­hö­hen die Ge­werk­schaf­ten den Druck im Ta­rif­streit um den öf­fent­li­chen Dienst.

Nach ih­rem Nein zu ei­nem Lohn­an­ge­bot von Bund und Kom­mu­nen set­zen Ver­di und der Be­am­ten­bund dbb die Aus­ein­an­der­set­zung in den kom­men­den Ta­gen auf der Stra­ße fort.

Be­reits am Mon­tag gab es Aus­stän­de un­ter an­de­rem in Bran­den­burg, et­wa in Frank­furt (Oder), wei­te­re Warn­streiks sol­len fol­gen.

In Ba­den-Würt­tem­berg star­tet Ver­di am Diens­tag ganz­tä­gi­ge Ar­beits­nie­der­le­gun­gen im Nah­ver­kehr von Karls­ru­he, Pforz­heim und Ba­den-Ba­den. Wei­te­re Warn­streiks in al­len Re­gio­nen des Lan­des sol­len fol­gen. Am Mitt­woch gibt es Aus­stän­de et­wa im öf­fent­li­chen Nah­ver­kehr in Chem­nitz und Zwi­ckau so­wie in den Stadt­ver­wal­tun­gen in Hal­le und Wei­ßen­fels. In Ber­lin will der Be­am­ten­bund am Mitt­woch de­mons­trie­ren und vor dem Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um mehr Geld for­dern.

Schwer­punkt­tag in Bay­ern ist der Don­ners­tag. Ins­ge­samt soll es laut Ver­di in mehr als 50 baye­ri­schen Städ­ten Warn­streiks ge­ben - rund 5000 Be­schäf­tig­te sind auf­ge­ru­fen, sich zu be­tei­li­gen. Be­trof­fen sein könn­ten al­le Be­rei­che des öf­fent­li­chen Diens­tes, al­so Kran­ken­häu­ser, Ki­tas, Müll­ab­fuh­ren, Stadt­wer­ke und Ver­wal­tun­gen. Am Don­ners­tag sol­le es zu­dem bun­des­weit ei­nen Schwer­punkt in den Kran­ken­häu­sern ge­ben, sag­te ein Ver­di-Spre­cher in Ber­lin.

Die Ge­werk­schaf­ten hat­ten ein An­ge­bot von Bund und Kom­mu­nen für die rund zwei Mil­lio­nen Be­schäf­tig­ten em­pört ab­ge­lehnt. Die Ar­beit­ge­ber hat­ten es auf drei Pro­zent in zwei Jah­ren be­zif­fert, Ver­di kam beim Nach­rech­nen auf fak­tisch we­ni­ger als zwei Pro­zent. Die Ge­werk­schaft hat­te sechs Pro­zent für ein Jahr ge­for­dert. En­de kom­men­der Wo­che wird in Pots­dam wei­ter­ver­han­delt.

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Letzte Überarbeitung: 15. Juli 2016

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