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Ver­dienst­un­ter­schie­de von Frau­en und Män­nern blei­ben be­ste­hen

Equal Pay: Frau­en ver­die­nen deut­lich we­ni­ger als Män­ner
Symbol Herren-WC Damen-WC Ver­dienst­un­ter­schie­de bei Män­nern und Frau­en

21.03.2012 (ots) - Der durch­schnitt­li­che Brut­to­stun­den­ver­dienst von Frau­en war in Deutsch­land im Jahr 2011 um 23 % nied­ri­ger als der von Män­nern.

Da­mit hat sich der un­be­rei­nig­te Gen­der Pay Gap im Ver­gleich zu den Vor­jah­ren nicht ver­än­dert. Dies teilt das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt (De­sta­tis) an­läss­lich des Equal Pay Day am 23. März 2012 mit.

Wie die bun­des­wei­ten Er­geb­nis­se für den un­be­rei­nig­ten Gen­der Pay Gap zei­gen auch die Er­geb­nis­se für Ost- be­zie­hungs­wei­se West­deutsch­land kei­ne nen­nens­wer­ten Ver­än­de­run­gen ge­gen­über den Vor­jah­ren auf: Im frü­he­ren Bun­des­ge­biet lag der ge­schlechts­spe­zi­fi­sche Ver­dienst­un­ter­schied im Jahr 2011 bei 25 % und in den neu­en Län­dern bei 6 %.

Un­ter­su­chun­gen der ur­säch­li­chen Fak­to­ren des Gen­der Pay Gap wur­den letzt­ma­lig auf Ba­sis der Ver­dienst­struk­tur­er­he­bung 2006 durch­ge­führt. Da die­se Fak­to­ren je­doch nur lang­fris­ti­gen Ver­än­de­rungs­pro­zes­sen un­ter­lie­gen, dürf­ten die Ur­sa­chen im Jahr 2011 - trotz des zeit­li­chen Ab­stands - weit­ge­hend die­sel­ben sein. Dem­nach lie­gen die wich­tigs­ten mess­ba­ren Grün­de für den un­be­rei­nig­ten Gen­der Pay Gap in der un­ter­schied­li­chen Be­rufs- und Bran­chen­wahl von Frau­en und Män­nern so­wie in un­gleich ver­teil­ten Ar­beits­platz­an­for­de­run­gen hin­sicht­lich Füh­rung und Qua­li­fi­ka­ti­on.

Ar­beit­neh­me­rin­nen ge­hen eher Tä­tig­kei­ten nach, die mit ten­den­zi­ell ge­rin­ge­ren Ver­dienst­mög­lich­kei­ten und An­for­de­run­gen ver­bun­den sind. Hin­zu kom­men wei­te­re Fak­to­ren wie zum Bei­spiel ein nied­ri­ge­res Dienst­al­ter und ge­rin­ge­rer Be­schäf­ti­gungs­um­fang. Durch die ge­nann­ten Ur­sa­chen kön­nen rund zwei Drit­tel des Un­ter­schieds in den durch­schnitt­li­chen Brut­to­stun­den­ver­diens­ten er­klärt wer­den.

Das ver­blei­ben­de Drit­tel des Ver­dienst­un­ter­schieds ent­spricht dem be­rei­nig­ten Gen­der Pay Gap. Er lag in Deutsch­land im Jahr 2006 bei et­wa 8 %. Dies be­deu­tet, dass im Durch­schnitt Ar­beit­neh­me­rin­nen auch un­ter der Vor­aus­set­zung ver­gleich­ba­rer Tä­tig­keit und äqui­va­len­ter Qua­li­fi­ka­ti­on im Jahr 2006 pro St­un­de 8 % we­ni­ger als Män­ner ver­dien­ten. Trotz ei­nes gro­ßen Ost-West-Un­ter­schieds im un­be­rei­nig­ten Gen­der Pay Gap lag der be­rei­nig­te Ver­dienst­un­ter­schied in bei­den Re­gio­nen auf et­wa ver­gleich­ba­rem Ni­veau (frü­he­res Bun­des­ge­biet: 8 %; neue Län­der: 12 %).

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 28. August 2014

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