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Volks­wir­te: Ar­beits­lo­sen­zahl im Mai auf 2,67 Mil­lio­nen ge­sun­ken

Vom Ar­beits­markt wer­den wei­ter gu­te Nach­rich­ten er­war­tet: Nach An­sicht von Ex­per­ten könn­te die Zahl der Er­werbs­lo­sen im Mai um 70.000 bis 80.000 zu­rück­ge­gan­gen sein: Der Flücht­lings­zu­gang wer­de sich erst im Spät­som­mer be­merk­bar ma­chen
Wie ist die Pro­gno­se für den Rest des Jah­res?

31.05.2016.(dpa) Die Zahl der Ar­beits­lo­sen dürf­te im Mai nach Ex­per­ten­ein­schät­zung auf 2,66 bis 2,67 Mil­lio­nen ge­sun­ken sein.

Das wä­ren 70.000 bis 80.000 we­ni­ger Er­werbs­lo­se als im April und rund 90.000 we­ni­ger als vor ei­nem Jahr, wie Ban­ken­volks­wir­te in ei­ner dpa-Um­fra­ge be­rich­te­ten.

Die Ar­beits­lo­sig­keit im Mai wä­re da­mit ge­nau­so stark ge­sun­ken wie im Schnitt der ver­gan­ge­nen drei Jah­re.

Be­son­ders von März bis Mai macht sich je­des Jahr die Früh­jahrs­be­le­bung po­si­tiv am Ar­beits­markt be­merk­bar: Vie­le Un­ter­neh­men stel­len nach der kal­ten Jah­res­zeit wie­der ver­stärkt neue Mit­ar­bei­ter ein. Die of­fi­zi­el­len Ar­beits­lo­sen­zah­len will die Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA) an die­sem Diens­tag (9.55 Uhr) ver­öf­fent­li­chen.

Vom Spät­som­mer an müs­sen sich die Job­cen­ter dann vor­aus­sicht­lich auf ei­nen An­drang ar­beits­su­chen­der Flücht­lin­ge ein­stel­len. Bis da­hin dürf­ten vie­le der im Vor­jahr nach Deutsch­land ge­kom­me­nen Men­schen das Asyl­ver­fah­ren durch­lau­fen und sich ar­beits­los ge­mel­det ha­ben, pro­gnos­ti­zier­ten die Volks­wir­te.

Spä­tes­tens zum Jah­res­en­de dürf­te sich die­se Ent­wick­lung auch in den Ar­beits­lo­sen­sta­tis­ti­ken stär­ker nie­der­schla­gen. Im April wa­ren 136.000 Män­ner und Frau­en aus den wich­tigs­ten Asyl­zu­gangs­län­dern in der Bun­des­re­pu­blik ar­beits­los ge­mel­det.

Die Nach­fra­ge nach Ar­beits­kräf­ten hat zu­letzt noch­mals kräf­tig zu­ge­legt: Der mo­nat­li­che Stel­len­in­dex BA-X der Bun­des­agen­tur stieg deut­lich um fünf Punk­te auf 217 Zäh­ler. "Nach (...) eher ver­hal­te­nen An­stie­gen in den Vor­mo­na­ten wächst er nun wie­der sehr schwung­voll und si­gna­li­siert ak­tu­ell ei­ne ho­he Dy­na­mik der Kräf­te­nach­fra­ge", be­rich­te­te die BA. In den nächs­ten Mo­na­ten rech­net die Job-Be­hör­de mit ei­ner wei­ter leicht stei­gen­den Ar­beits­kräf­te-Nach­fra­ge.

Be­son­ders vie­le Mit­ar­bei­ter wer­den noch im­mer für das Flücht­lings­ma­nage­ment ge­sucht. Aber auch im Ge­sund­heits- und So­zi­al­we­sen so­wie im Han­del und im ver­ar­bei­ten­den Ge­wer­be gibt es zahl­rei­che of­fe­ne Stel­len.

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Letzte Überarbeitung: 1. November 2016

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