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ARBEITSRECHT AKTUELL // 14/231

Volks­wir­te: Ar­beits­lo­sig­keit geht wei­ter zu­rück

Der Ar­beits­markt im Ju­ni ist vor al­lem ei­nes: un­spek­ta­ku­lär. Die Wir­kung des Früh­jahrs­auf­schwungs ist be­reits ver­pufft, die Kon­junk­tur schiebt nicht über­mä­ßig. Ex­per­ten er­war­ten des­halb ei­nen durch­schnitt­li­chen Rück­gang bei den Job­su­cher­zah­len
Zwei Männchen mit Euro Wie sah der Ar­beits­markt im Ju­ni aus?

30.06.2014. (dpa) - Die Zahl der Ar­beits­lo­sen in Deutsch­land hat sich nach Ein­schät­zung von Ex­per­ten im Ju­ni er­neut ver­rin­gert, der gro­ße Schwung auf dem Stel­len­markt blieb aber aus.

Von der Nach­rich­ten­agen­tur dpa be­frag­te Volks­wir­te er­war­ten im Schnitt ei­nen Rück­gang um knapp 70 000 Job­su­cher.

Da­mit wä­ren ak­tu­ell et­wa 2,8 Mil­lio­nen Men­schen bun­des­weit oh­ne Stel­le.

Die of­fi­zi­el­len Da­ten gibt die Bun­des­agen­tur für Ar­beit am Diens­tag (1.7.) be­kannt.

"Im Ju­ni hat­ten wir ei­ne durch­schnitt­li­che Ent­wick­lung", er­läu­ter­te Stef­fen Hen­zel vom Münch­ner Ifo-In­sti­tut. Der Früh­jahrs­auf­schwung ha­be sich nicht mehr spür­bar be­merk­bar ge­macht, da er in die­sem Jahr we­gen des mil­den Win­ters be­reits in den Vor­mo­na­ten zum Tra­gen ge­kom­men sei. Zu­gleich sei­en die Aus­wir­kun­gen der Kon­junk­tur auf den Ar­beits­markt der­zeit nicht be­son­ders kräf­tig. Hin­zu kommt: "Wir sind auf ei­nem so ho­hen Ni­veau, dass wir stark fal­len­de Ar­beits­lo­sen­zah­len wohl nicht mehr zu er­war­ten ha­ben", wie Ste­fan Ki­par von der Baye­ri­schen Lan­des­bank er­gänz­te.

Ent­spre­chend rech­net die Mehr­heit der be­frag­ten Ex­per­ten mit ei­ner Sta­gna­ti­on bei der sai­son­be­rei­nig­ten Ar­beits­lo­sen­zahl. Die üb­ri­gen ge­hen von ei­nem leich­ten Rück­gang der um jah­res­zeit­li­che Fak­to­ren be­rei­nig­ten Kenn­zif­fer um 15 000 aus.

"Ins­ge­samt ha­ben wir nach wie vor ei­nen sehr ro­bus­ten Ar­beits­markt", be­ton­te Rolf Schnei­der von der Al­li­anz. Auch Hei­ko Pe­ters von der Deut­schen Bank sieht ei­ne "sehr gu­te, so­li­de Si­tua­ti­on". Die In­lands­nach­fra­ge sei wei­ter­hin re­la­tiv stark, und "es gibt po­si­ti­ve Im­pul­se der Kon­junk­tur auf den Ar­beits­markt".

Der nach­las­sen­de Schwung der Kon­junk­tur dürf­te sich je­doch in den kom­men­den Mo­na­ten auf die Schaf­fung neu­er Stel­len aus­wir­ken. "Der sehr kräf­ti­ge Be­schäf­ti­gungs­an­stieg wird sich wahr­schein­lich ab­schwä­chen, weil die Kon­junk­tur im zwei­ten und drit­ten Quar­tal nicht mehr ganz so kräf­tig ist wie zu Jah­res­an­fang", er­läu­ter­te Schnei­der.

Für die kom­men­den Mo­na­te rech­net die Mehr­zahl der Ar­beits­markt-Ex­per­ten auch we­gen der star­ken Zu­wan­de­rung nicht mit ei­ner über­mä­ßi­gen Dy­na­mik beim Ab­bau der Ar­beits­lo­sig­keit. Be­son­ders im Ju­li und Au­gust dürf­te die Er­werbs­lo­sig­keit so­gar stei­gen - in den Som­mer­fe­ri­en herrscht tra­di­tio­nell Flau­te auf dem Ar­beits­markt, be­vor vie­le Un­ter­neh­men zum Start des Schul­jah­res wie­der ein­stel­len.

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Letzte Überarbeitung: 1. Oktober 2014

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