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ARBEITSRECHT AKTUELL // 14/359

Volks­wir­te er­war­ten ver­hal­te­ne Ent­wick­lung am Ar­beits­markt

Der Herbst­auf­schwung lässt die Zahl der Ar­beits­lo­sen im Ok­to­ber noch ein­mal sin­ken: Für das rest­li­che Jahr sind Volks­wir­te je­doch skep­ti­scher und rech­nen eher mit ei­ner Seit­wärts­be­we­gung. Ei­ne Re­zes­si­on mit fol­gen­der Kri­se am Ar­beits­markt se­hen sie aber nicht
Mann in Geldbörse Wie wird sich der Ar­beits­markt ent­wi­ckeln?

27.10.2014. (dpa) - Der Ar­beits­markt wird sich nach Ein­schät­zung von Ex­per­ten in den kom­men­den Mo­na­ten ver­hal­ten ent­wi­ckeln.

Im Ok­to­ber sei die Er­werbs­lo­sig­keit im Zu­ge des jähr­li­chen Herbst­auf­schwungs zwar um rund 50 000 ge­sun­ken, pro­gnos­ti­zier­ten von der Nach­rich­ten­agen­tur dpa be­frag­te Volks­wir­te deut­scher Groß­ban­ken über­ein­stim­mend.

Um jah­res­zeit­li­che Ein­flüs­se be­rei­nigt hin­ge­gen er­war­te­ten sie ei­ne Sta­gna­ti­on bis leich­te Zu­nah­me.

Die of­fi­zi­el­le Da­ten will die Bun­des­agen­tur für Ar­beit am Don­ners­tag (30.10.) be­kannt­ge­ben.

"Die welt­wei­te Kon­junk­tur­schwä­che zieht sich doch ziem­lich hin, und auch die Ukrai­ne-Kri­se hat stär­ke­re Schleif­spu­ren in der deut­schen Wirt­schaft hin­ter­las­sen", sag­te Eck­art Tucht­feld von der Com­merz­bank. "Es sind vor al­lem die eu­ro­päi­schen Volks­wirt­schaf­ten, die Sor­gen ma­chen." Auch DZ-Bank-Ex­per­te Ri­chard Hol­stein sieht die Kon­junk­tur­schwä­che all­mäh­lich am hie­si­gen Ar­beits­markt an­kom­men. Sei­ne Schluss­fol­ge­rung: "Bis zum Jah­res­en­de wird es nicht zu ei­ner durch­grei­fen­den Bes­se­rung kom­men."

"Dann ha­ben wir An­fang 2015 die Ein­füh­rung des Min­dest­lohns, der zu ei­nem ge­wis­sen An­stieg der Ar­beits­lo­sig­keit füh­ren dürf­te", er­gänz­te Hol­stein. Ab Mit­te 2015 je­doch wer­de die Kon­junk­tur wohl wie­der an­zie­hen, was sich auch auf dem Ar­beits­markt po­si­tiv nie­der­schla­gen wer­de.

"Ge­ne­rell setzt sich der Be­schäf­ti­gungs­auf­bau ge­dämpft wei­ter fort", sag­te Al­li­anz-Volks­wirt Rolf Schnei­der. "Da wir aber ei­nen star­ken Zu­zug nach Deutsch­land und ei­ne stei­gen­de Er­werbs­quo­te ha­ben, wirkt sich das nicht in sin­ken­der Ar­beits­lo­sig­keit aus." Zu­letzt wa­ren in Deutsch­land 2,808 Mil­lio­nen Men­schen auf Job­su­che. De Ar­beits­lo­sen­quo­te be­trug im Sep­tem­ber 6,5 Pro­zent.

Be­fürch­tun­gen, dass Deutsch­land in ei­ne Re­zes­si­on ab­rut­schen könn­te, hal­ten die Volks­wir­te für un­be­grün­det. "Ins­ge­samt ha­ben wir durch den pri­va­ten Kon­sum, die gu­te Ar­beits­markt­la­ge und die hö­he­ren Löh­ne ei­ne so­li­de Ent­wick­lung", sag­te Hei­ko Pe­ters von der Deut­schen Bank.

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Letzte Überarbeitung: 1. Januar 2015

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