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Volks­wir­te: Im Ju­ni rund 2,7 Mil­lio­nen Ar­beits­lo­se

Noch läuft es rund auf dem deut­schen Ar­beits­markt: Stim­men Ex­per­ten­pro­gno­sen, dann sank die Zahl der Er­werbs­lo­sen im Ju­ni auf 2,7 Mil­lio­nen, 60 000 we­ni­ger als im Vor­mo­nat. Das könn­te sich in der zwei­ten Jah­res­hälf­te än­dern
Fünf Arbeitnehmer War­um könn­te der ak­tu­el­le Job­auf­schwung zu­rück­ge­hen?

30.06.2015. (dpa) - Die Zahl der Ar­beits­lo­sen ist nach Ex­per­ten­ein­schät­zung zum Som­mer­be­ginn noch ein­mal kräf­tig ge­sun­ken.

Ins­ge­samt sei­en im Ju­ni rund 2,7 Mil­lio­nen Män­ner und Frau­en oh­ne Ar­beit ge­we­sen, be­rich­te­ten Volks­wir­te deut­scher Groß­ban­ken in ei­ner Um­fra­ge der Deut­schen Pres­se-Agen­tur.

Dies wä­ren rund 60 000 we­ni­ger als im Mai und so­gar 130 000 we­ni­ger als vor ei­nem Jahr.

Die Öko­no­men be­ru­fen sich da­bei auf ei­ge­ne Be­rech­nun­gen.

Die of­fi­zi­el­len Ju­ni-Ar­beits­lo­sen­zah­len will die Bun­des­agen­tur für Ar­beit an die­sem Diens­tag ver­öf­fent­li­chen.

Nach­dem die Zahl der Er­werbs­lo­sen be­reits in den Vor­mo­na­ten auf ei­nem Re­kord­tief ge­le­gen hat­te, lau­fe es auch im Ju­ni auf dem deut­schen Ar­beits­markt noch rund. Schon in kom­men­den Mo­na­ten könn­te der ak­tu­el­le Job­auf­schwung aber an Tem­po ver­lie­ren. Da­bei sei selbst ein leich­ter An­stieg der Ar­beits­lo­sig­keit im Herbst nicht aus­ge­schlos­sen. Die meis­ten Öko­no­men ge­hen aber al­len­falls von ei­ner sta­gnie­ren­den Er­werbs­lo­sig­keit bis zum Jah­res­en­de aus.

Als Grund füh­ren die Volks­wir­te ne­ben dem et­was schwä­che­ren Wirt­schafts­wachs­tum im ers­ten Quar­tal auch die Aus­wir­kun­gen des Min­dest­lohns an. So sei die Zahl der Mi­ni­jobs in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten stark ge­sun­ken. Dies könn­te dar­auf hin­deu­ten, dass der Ein­satz von 450-Eu­ro-Jobs in man­chen Bran­chen nicht mehr ren­ta­bel sei. Man­che Mi­ni-Jobs könn­ten aber auch in re­gu­lä­re Stel­len mit vol­ler Ver­si­che­rungs­pflicht um­ge­wan­delt wor­den sein, räu­men ei­ni­ge Öko­no­men ein.

Die Grie­chen­land-Kri­se dürf­te da­ge­gen nach Ein­schät­zung der Fach­leu­te den deut­schen Ar­beits­markt vor­erst un­be­ein­druckt las­sen. "Es gibt des­we­gen schon ei­ni­ge Un­si­cher­heit. Die Grie­chen­land­kri­se drückt auch zwei­fels­oh­ne auf die Un­ter­neh­mens­stim­mung", be­rich­te­te Bay­ern­LB-Volks­wirt Ste­fan Ki­par. "Das be­ein­flusst aber im Mo­ment noch nicht die Be­schäf­ti­gungs­plä­ne der Fir­men." Kein Un­ter­neh­men stel­le des­we­gen die ge­plan­te Ein­stel­lung von Mit­ar­bei­tern zu­rück. Be­stä­tigt füh­len sich die Volks­wir­te durch das gro­ße Stel­len­an­ge­bot, das nach An­ga­ben der Bun­des­agen­tur im Ju­ni ein Re­kord­hoch er­reich­te.

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Letzte Überarbeitung: 12. April 2016

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