HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 14/154

Volks­wir­te er­war­ten deut­li­chen Rück­gang der Ar­beits­lo­sig­keit

Im April ge­hen die Ar­beits­lo­sen­zah­len im Zu­ge der Früh­jahrs­be­le­bung üb­li­cher­wei­se zu­rück: So auch in die­sem Jahr: Ex­per­ten rech­nen mit ei­nem Mi­nus von 90 000. Doch das liegt nicht al­lein an sai­so­na­len Grün­den. Auch die Kon­junk­tur trägt da­zu bei
Zwei Männchen mit Euro Was hat sich auf dem Ar­beits­markt ge­tan?

30.04.2014. (dpa) - Die an­zie­hen­de Kon­junk­tur sorgt für Be­we­gung auf dem Ar­beits­markt.

Nach Ein­schät­zung von Ex­per­ten ist die Zahl der Job­su­cher im April deut­lich um rund 90 000 ge­sun­ken.

Auch die Nach­fra­ge nach Ar­beits­kräf­ten liegt nach An­ga­ben der Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA) sta­bil auf ho­hem Ni­veau.

Die Nürn­ber­ger Be­hör­de wird die ak­tu­el­len Ar­beits­lo­sen­zah­len an die­sem Mitt­woch (30. April) be­kannt­ge­ben.

Im März wa­ren in Deutsch­land 3,055 Mil­lio­nen Men­schen als ar­beits­los re­gis­triert. Im April er­war­ten die von der Nach­rich­ten­agen­tur dpa be­frag­ten Volks­wir­te auch sai­son­be­rei­nigt - al­so oh­ne die Ef­fek­te des oh­ne­hin in je­dem Jahr ein­tre­ten­den Früh­jahrs­auf­schwungs - ei­nen Rück­gang der Ar­beits­lo­sig­keit um gut 10 000.

"Wir rech­nen da­mit, dass sich die po­si­ti­ve Ent­wick­lung im April und in den nächs­ten Mo­na­ten fort­setzt", sag­te Hei­ko Pe­ters von der Deut­schen Bank. Ri­chard Hol­stein von der DZ-Bank er­gänz­te: "Die Kon­junk­tur zieht schon seit letz­tem Früh­jahr in Deutsch­land an, wenn auch ver­hal­ten, wes­halb sich jetzt ei­ne leich­te, aber sicht­ba­re Er­ho­lung am Ar­beits­markt zeigt."

Mit Blick auf die Wirt­schafts­ent­wick­lung zeig­ten sich die Ex­per­ten uni­so­no zu­ver­sicht­lich. "Das ers­te Quar­tal war si­cher­lich sehr gut, und das müss­te sich schon im April auch auf dem Ar­beits­markt be­merk­bar ma­chen", schil­der­te Hol­stein. Rolf Schnei­der von der Al­li­anz be­ton­te eben­falls: "Die Zei­chen zei­gen ganz klar, dass die deut­sche Wirt­schaft stark ins neue Jahr ge­star­tet ist und sie auch im Früh­jahr wei­ter kräf­tig wächst."

Auch die Bun­des­agen­tur blickt zu­ver­sicht­lich in die na­he Zu­kunft. "Die po­si­ti­ve Grund­stim­mung und die op­ti­mis­ti­schen Aus­bli­cke der Un­ter­neh­men las­sen auch für die kom­men­den Mo­na­te ei­nen ho­hen Kräf­te­be­darf er­war­ten", hieß es am Diens­tag bei der Ver­öf­fent­li­chung des mo­nat­li­chen Stel­len­in­dex BA-X. Dem­zu­fol­ge ist die Nach­fra­ge nach Ar­beits­kräf­ten im April auf ho­hem Ni­veau na­he­zu un­ver­än­dert ge­blie­ben.

Nichts­des­to­trotz such­ten deut­sche Un­ter­neh­men ei­ni­ge Mit­ar­bei­ter mehr als noch im März. "Die sich seit Mit­te letz­ten Jah­res ten­den­zi­ell zei­gen­de leich­te Auf­wärts­be­we­gung setzt sich da­mit wei­ter fort", ana­ly­sier­te die BA. Ne­ben der an­zie­hen­den Kon­junk­tur tra­ge auch die auf Re­kord­ni­veau lie­gen­de Be­schäf­tig­ten­zahl zur Nach­fra­ge bei, weil dies den fluk­tua­ti­ons­be­ding­ten Er­satz­be­darf stei­gert.

Der BA-X leg­te im April um 1 auf 156 Punk­te zu; im Ver­gleich zum Vor­jah­res­mo­nat ist dies ein Plus von 8 Punk­ten. Neue Mit­ar­bei­ter wer­den vor al­lem in der Zeit­ar­beit, aber auch im Han­del, in der Bau­in­stal­la­ti­on, der Gas­tro­no­mie und Ho­tel­le­rie so­wie im Ge­sund­heits- und So­zi­al­we­sen ge­sucht. Der BA-X be­ruht auf den of­fe­nen Stel­len, die die Be­trie­be den Ar­beits­agen­tu­ren mel­den.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 29. August 2014

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email Nachname
  Abmelden

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de