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Warn­si­gnal für deut­sche Kon­junk­tur: In­dus­trie­auf­trä­ge bre­chen ein

Die deut­sche In­dus­trie hat ei­nen un­er­war­tet kräf­ti­gen Dämp­fer er­hal­ten: Vor al­lem aus dem Aus­land ka­men im Au­gust deut­lich we­ni­ger Be­stel­lun­gen. Das lässt nichts Gu­tes für das rest­li­che Jahr er­war­ten, mei­nen Ex­per­ten
Fünf Arbeitnehmer War­um sind so vie­le Auf­trä­ge weg­ge­bro­chen?

07.10.2014. (dpa) - Der deut­schen In­dus­trie bre­chen die Auf­trä­ge weg.

Im Au­gust sank der Auf­trags­ein­gang im Ver­gleich zum Vor­mo­nat über­ra­schen um 5,7 Pro­zent, wie das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt am Mon­tag be­rich­te­te.

Dies ist der stärks­te Rück­schlag seit der Wirt­schafts­kri­se 2009.

Der Ein­bruch fiel mehr als dop­pelt so stark aus wie von Öko­no­men er­war­tet. Vor al­lem aus dem Aus­land ka­men deut­lich we­ni­ger Be­stel­lun­gen. Da­mit häu­fen sich die Alarm­zei­chen für die deut­sche Kon­junk­tur. Zahl­rei­che In­sti­tu­te ha­ben be­reits ih­re Pro­gno­sen an­ge­sichts der glo­ba­len Flau­te und der grö­ße­ren Ri­si­ken durch die Kri­sen im Na­hen Os­ten und der Ukrai­ne zu­rück­ge­schraubt.

Auch der In­ter­na­tio­na­le Wäh­rungs­fonds (IWF) kor­ri­giert sei­ne Wachs­tums­vor­her­sor­ge für Deutsch­land vom Som­mer nach un­ten, wie der "Spie­gel" schreibt. Die Or­ga­ni­sa­ti­on rech­ne für 2014 und 2015 je­weils mit ei­ner Zu­nah­me des Brut­to­in­lands­pro­dukts (BIP) um rund ein­ein­halb Pro­zent. Der Wirt­schafts­aus­blick wird of­fi­zi­ell am Diens­tag ver­öf­fent­licht. Im Ju­li hat­ten die Ex­per­ten für 2014 noch ein Plus von 1,9 Pro­zent, für 2015 von 1,7 Pro­zent vor­aus­ge­sagt. Der IWF for­de­re die Bun­des­re­gie­rung auf, mehr für pri­va­te und staat­li­che In­ves­ti­tio­nen zu tun.

Mit ge­dämpf­ten Er­war­tun­gen geht die be­son­ders hart ge­trof­fe­ne deut­sche Kern­bran­che der Me­tall- und Elek­tro­in­dus­trie in den Herbst. Die wirt­schaft­li­chen Pro­ble­me in wich­ti­gen eu­ro­päi­schen Län­dern und die in­ter­na­tio­na­len Kri­sen hät­ten ih­re Spu­ren hin­ter­las­sen, sag­te der Chef­volks­wirt des Ar­beit­ge­ber­ver­ban­des Ge­samt­me­tall, Mi­cha­el Stahl, an­ge­sichts ei­nes Auf­trag­rück­gangs im Au­gust um 8,4 Pro­zent.

"Bis­lang ha­ben wir nur be­fürch­tet, dass die Kri­sen­her­de auch auf die Kon­junk­tur durch­schla­gen. Die Zah­len zei­gen, dass aus den Be­fürch­tun­gen lang­sam Ge­wiss­heit wird", er­klär­te Stahl.

Be­son­ders star­ke Ein­brü­che gab es für das ge­sam­te Ver­ar­bei­ten­de Ge­wer­be bei den Be­stel­lun­gen aus dem Aus­land. Hier mel­de­te das Bun­des­amt für Au­gust ei­nen Rück­gang um 8,4 Pro­zent, wäh­rend der Or­der­ein­gang aus dem In­land nur um 2,0 Pro­zent zum Vor­mo­nat schrumpf­te. Beim Aus­lands­ge­schäft ha­be es den stärks­ten Rück­schlag aus Län­dern au­ßer­halb des Eu­ro­raums ge­ge­ben (mi­nus 9,9 Pro­zent). Die Be­stel­lun­gen aus dem Eu­ro-Wäh­rungs­raum fie­len mit Mi­nus 5,7 Pro­zent eben­falls deut­lich ge­rin­ger aus.

Ins­ge­samt dürf­te die Wirt­schaft im Eu­ro­raum nach Ein­schät­zung füh­ren­der For­schungs­in­sti­tu­te auch in den kom­men­den Mo­na­ten nur lang­sam vor­an­kom­men. Auch hier wer­den als Grund die geo­po­li­ti­schen Kon­flik­te und ei­ne ab­war­ten­de Hal­tung der Wirt­schafts­ak­teu­re ge­se­hen. Das ist der Ge­mein­schafts­stu­die des Münch­ner Ifo In­sti­tuts, des fran­zö­si­schen INSEE und des ita­lie­ni­schen IS­TAT zu ent­neh­men. Im drit­ten und vier­ten Quar­tal dürf­te das Brut­to­in­lands­pro­dukt dem­nach nur um je­weils 0,2 Pro­zent im Ver­gleich zum Vor­quar­tal zu­le­gen. Für das ers­te Quar­tal kom­men­den Jah­res er­war­ten die Ex­per­ten dann 0,3 Pro­zent Wachs­tum.

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Letzte Überarbeitung: 1. Januar 2015

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