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ARBEITSRECHT AKTUELL // 16/023

Warn­streik der BOB legt Zug­ver­kehr in Ober­bay­ern lahm

Ein Warn­streik der Baye­ri­schen Ober­land­bahn (BOB) hat am Diens­tag­mor­gen in wei­ten Tei­len Ober­bay­erns für er­heb­li­che Be­hin­de­run­gen im Pend­ler­ver­kehr ge­sorgt: Die Ge­werk­schaft will ei­ne bes­se­re Be­zah­lung er­rei­chen. Die BOB re­agiert
Streik sechs Streikende Wer war von dem Streik be­trof­fen?

20.01.2016. (dpa) - Mit­ar­bei­ter des Me­ri­di­an und der Baye­ri­schen Ober­land­bahn (BOB) ha­ben am Diens­tag mit ei­nem Warn­streik den Zug­ver­kehr im süd­li­chen Ober­bay­ern meh­re­re St­un­den lahm­ge­legt.

Be­trof­fen war das ge­sam­te Stre­cken­netz des Un­ter­neh­mens, wie der Ver­hand­lungs­füh­rer der Ge­werk­schaf­ten, Isi­do­ro Pe­ro­nace, sag­te.

Tau­sen­de Pend­ler muss­ten bei klir­ren­der Käl­te auf Bahn­stei­gen aus­har­ren, bis sie ih­re Fahrt mit der S-Bahn oder Fern­zü­gen der Deut­schen Bahn (DB) an­tre­ten konn­ten - man­che ka­men auch gar nicht vom Fleck.

In­zwi­schen leg­te die BOB im Ta­rif­streit mit der Ei­sen­bahn- und Ver­kehrs­ge­werk­schaft (EVG) ein neu­es An­ge­bot vor.

Das pri­va­te Ver­kehrs­un­ter­neh­men fährt von Mün­chen nach Leng­gries, Te­gern­see und Bay­risch­zell, der Me­ri­di­an von Mün­chen nach Salz­burg und Kuf­stein. Die Zü­ge der Baye­ri­schen Re­gi­o­bahn (BRB) im west­li­chen Ober­bay­ern und Tei­len Schwa­bens - ei­ne Schwes­ter­ge­sell­schaft der BOB - wa­ren vom Warn­streik nicht be­trof­fen.

Die EVG for­dert für ih­re Mit­glie­der ei­ne bes­se­re Be­zah­lung. "Lei­der ver­wei­gert die Ge­schäfts­lei­tung un­se­ren Mit­glie­dern nach wie vor Leis­tun­gen, die in an­de­ren Un­ter­neh­mens­be­rei­chen wie selbst­ver­ständ­lich ge­zahlt wer­den", sag­te Pe­ro­nace. So sol­len Dienst­fahr­ten von ei­nem Ein­satz­ort zum nächs­ten voll­stän­dig und nicht nur zur Hälf­te als Ar­beits­zeit gel­ten.

Das BOB-Ma­nage­ment kün­dig­te an, dass die Ta­rif­ver­hand­lun­gen kom­men­de Wo­che fort­ge­setzt wür­den. "Hier­für ha­ben wir der EVG ein neu­es An­ge­bot vor­ge­legt", sag­te Ge­schäfts­füh­rer Bernd Ro­sen­busch. Der ge­naue Ter­min wer­de noch ver­ein­bart. "Wir ge­hen aber da­von aus, dass das Un­ter­neh­men bis da­hin nicht mehr be­streikt wird und wir dann ei­ne gu­te Lö­sung für al­le fin­den wer­den", er­gänz­te Ro­sen­busch.

Nach Auf­fas­sung des tech­ni­schen BOB-Ge­schäfts­füh­rers Fa­bi­an Ami­ni hat das Er­satz­kon­zept funk­tio­niert: "Un­se­re Fahr­gäs­te ha­ben sich gut auf die Ein­schrän­kun­gen ein­ge­stellt und die von uns al­ter­na­tiv ein­ge­rich­te­ten be­zie­hungs­wei­se an­ge­ge­be­nen Ver­bin­dun­gen ge­nutzt." Auch der Schü­ler­ver­kehr sei gut ge­lau­fen. "Al­le be­stell­ten Bus­se wa­ren im Ein­satz."

Die Ak­ti­on Münch­ner Fahr­gäs­te zeig­te sich hin­ge­gen von dem mehr­stün­di­gen Warn­streik "be­stürzt". An­ge­sichts stren­gen Frosts sei der kurz­fris­tig an­ge­kün­dig­te Streik "frech und un­ver­schämt", sag­te Spre­cher An­dre­as Na­gel.

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