HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 16/032

Warn­streik: 400 Ber­li­ner Leh­rer le­gen Ar­beit nie­der

Die GEW kämpft wei­ter: Sie will die glei­che Be­zah­lung für an­ge­stell­te wie für ver­be­am­te­te Leh­rer er­rei­chen. Ihr Pech: Bei der Ta­rif­ei­ni­gung im öf­fent­li­chen Dienst der Län­der 2015 wur­de ih­re Haupt­for­de­rung nicht er­füllt. Die GEW un­ter­schrieb den Ver­trag nicht
Was for­dert die GEW von dem Fi­nanz­se­na­tor?

27.01.2016. (dpa) - Mehr als 400 an­ge­stell­te Leh­rer in Ber­lin sind am Diens­tag nach An­ga­ben der Ge­werk­schaft GEW für hö­he­re Ge­häl­ter auf die Stra­ße ge­gan­gen.

An mehr als 60 Schu­len - dar­un­ter 46 be­ruf­li­chen Schu­len und Ober­stu­fen­zen­tren, drei Eli­te­schu­len des Sports, zwei Mu­sik-Gym­na­si­en und zwölf all­ge­mein­bil­den­den Schu­len - fiel da­durch Un­ter­richt aus.

Nach An­ga­ben der Schul­ver­wal­tung be­tei­lig­ten sich 391 an­ge­stell­te Leh­rer.

An den 66 zum Warn­streik auf­ge­ru­fe­nen Schu­len sei­en der­zeit 2409 Lehr­kräf­te an­ge­stellt.

Die Bil­dungs­ge­werk­schaft Er­zie­hung und Wis­sen­schaft (GEW) will mit dem Warn­streik er­rei­chen, dass an­ge­stell­te Päd­ago­gen ge­nau­so wie ver­be­am­te­te Leh­rer be­zahlt wer­den. Die GEW for­der­te er­neut Fi­nanz­se­na­tor Mat­thi­as Kol­latz-Ah­nen (SPD) auf, mit ihr über ei­ne bes­se­re Ein­grup­pie­rung zu ver­han­deln. Die Pro­test­kund­ge­bung wur­de des­halb vor dem Amts­sitz des Fi­nanz­se­na­tors ab­ge­hal­ten.

"Wir for­dern die Ent­gelt­grup­pe 13 für al­le Lehr­kräf­te mit vol­ler Leh­rer­aus­bil­dung, egal ob sie an ei­ner Grund­schu­le oder ei­nem Gym­na­si­um un­ter­rich­ten", er­klär­te die Ber­li­ner GEW-Vor­sit­zen­de Do­re­en Sie­ber­nik. "Wenn Herr Kol­latz-Ah­nen nicht end­lich mit uns über ei­nen Ta­rif­ver­trag ver­han­delt, ste­hen wir dem­nächst wie­der hier, dann aber mit deut­lich mehr Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen."

"Schon bald wer­den mehr als die Hälf­te al­ler Ber­li­ner Lehr­kräf­te An­ge­stell­te sein - und die las­sen sich nicht mehr län­ger als Lehr­kräf­te zwei­ter Klas­se be­han­deln", so die Ge­werk­schaf­te­rin. Ins­ge­samt gibt es nach An­ga­ben der Bil­dungs­ver­wal­tung fast 13.000 ta­rif­lich be­schäf­tig­te Leh­rer in Ber­lin. Nach An­ga­ben der GEW ver­die­nen an­ge­stell­te Leh­rer im Lau­fe ih­res Le­bens zwi­schen 100.000 und 140.000 Eu­ro we­ni­ger als ver­be­am­te­te Leh­rer.

Kol­latz-Ah­nen lehnt Ta­rif­ver­hand­lun­gen bis­her ab. Zu­stän­dig da­für sei die Ta­rif­ge­mein­schaft der Län­der (TdL), seit­dem Ber­lin dort wie­der Mit­glied ist. Die­se hat­te im Früh­jahr 2015 nach mo­na­te­lan­gen Ta­rif­aus­ein­an­der­set­zun­gen auch mit dem dbb Be­am­ten­bund und Ta­rif­uni­on ei­nen Ta­rif­ver­trag für den öf­fent­li­chen Dienst ab­ge­schlos­sen. Die GEW stimm­te der Ei­ni­gung nicht zu, weil ih­re Haupt­for­de­rung be­zo­gen auf die an­ge­stell­ten Leh­rer nicht er­füllt wur­de.

Der dbb Ber­lin sieht in dem Leh­rer­streik kein ge­eig­ne­tes Mit­tel, die For­de­run­gen der GEW zu er­fül­len. Ziel müs­se es sein, al­le Leh­rer wie­der zu ver­be­am­ten, er­klär­te der Ver­band am Diens­tag. Er un­ter­stütz­te Kol­latz-Ah­nen, dass nicht der Se­nat, son­dern die TdL zu­stän­dig für Ta­rif­an­ge­le­gen­hei­ten sei.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 1. September 2016

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gern:

Christoph Hildebrandt
Rechtsanwalt, Fachanwalt für Arbeitsrecht

HENSCHE Rechtsanwälte, Fachanwälte für Arbeitsrecht
Kanzlei Berlin

Lützowstr. 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-Mail: berlin@hensche.de

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email Nachname
  Abmelden

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de