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ARBEITSRECHT AKTUELL // 15/064

Warn­streik im öf­fent­li­chen Dienst steht an - Auch Schu­len be­trof­fen

Nach Warn­streiks im öf­fent­li­chen Dienst in meh­re­ren an­de­ren Län­dern sind am 12. März auch Rhein­land-Pfalz und das Saar­land dran: In Mainz gibt es ei­ne zen­tra­le Kund­ge­bung
Streik viele Streikende Wo wird ge­streikt?

09.03.2015. (dpa) - Lan­des­kran­ken­häu­ser, Jus­tiz­be­hör­den, Po­li­zei und ei­ni­ge Schu­len - sie al­le dürf­ten vom an­ge­kün­dig­ten Warn­streik im öf­fent­li­chen Dienst der Län­der Rhein­land-Pfalz und Saar­land am 12. März be­trof­fen sein.

Ins­ge­samt ha­ben die Ge­werk­schaf­ten an dem Tag rund 60 000 Be­schäf­tig­te an Rhein, Mo­sel und Saar da­zu auf­ge­ru­fen - dar­un­ter auch an­ge­stell­te Leh­rer.

In an­de­ren Lan­des­be­trie­ben und bei Stra­ßen­meis­te­rei­en wer­den Mit­ar­bei­ter eben­falls ih­re Ar­beit nie­der­le­gen.

Not­diens­te et­wa in be­trof­fe­nen Lan­des­kran­ken­häu­sern oder bei Stra­ßen­meis­te­rei­en wür­den aber in je­dem Fall er­füllt, ver­si­cher­ten die Ge­werk­schaf­ten im Vor­feld. In Mainz ist um 13.00 Uhr ei­ne zen­tra­le Kund­ge­bung vor­ge­se­hen, die Ver­an­stal­ter er­war­ten rund 3000 Teil­neh­mer.

Die Ta­rif­ver­hand­lun­gen für den öf­fent­li­chen Dienst der Län­der wa­ren En­de Fe­bru­ar ge­schei­tert, seit­dem gab es in an­de­ren Län­dern be­reits Warn­streiks. Die nächs­te Ver­hand­lungs­run­de ist laut Ver­di Rhein­land-Pfalz-Saar­land für den 16. und 17. März an­ge­setzt. Die Ge­werk­schaf­ten for­dern 5,5 Pro­zent mehr Geld, min­des­tens aber 175 Eu­ro. Die Ta­rif­ge­mein­schaft der Län­der (TdL) hält das für nicht be­zahl­bar. Streit gibt es auch bei der be­trieb­li­chen Al­ters­vor­sor­ge und der ta­rif­li­chen Ein­grup­pie­rung der Leh­rer.

Laut Ver­di will die Ar­beit­ge­ber­sei­te künf­ti­ge Be­triebs­ren­ten im öf­fent­li­chen Dienst um 20 Pro­zent be­schnei­den. Es ha­be bei der zwei­ten Ver­hand­lungs­run­de kein An­ge­bot für das Ent­gelt von den Ar­beit­ge­bern ge­ge­ben, be­ton­te der Spre­cher von Ver­di Rhein­land-Pfalz-Saar­land, Jür­gen Deh­nert. Die Ge­gen­sei­te wol­le das mit Kür­zun­gen bei Be­triebs­ren­ten ver­knüp­fen. "Die­ses Junk­tim ak­zep­tie­ren wir nicht."

Laut der Ge­werk­schaft Er­zie­hung und Wis­sen­schaft (GEW) gibt es in Rhein­land-Pfalz in­klu­si­ve päd­ago­gi­scher Fach­kräf­te rund 8000 an­ge­stell­te Lehr­kräf­te, die meis­ten an För­der­schu­len. Flä­chen­de­cken­de Schlie­ßun­gen von Schu­len sei­en nicht zu er­war­ten.

Ähn­lich sieht es das Main­zer Bil­dungs­mi­nis­te­ri­um. Man ge­he nicht von er­heb­li­chen Aus­wir­kun­gen des Warn­streiks aus, sag­te Spre­cher Wolf-Jür­gen Kar­le. Klei­ne­re Ein­schrän­kun­gen an der ein oder an­de­ren För­der­schu­le sei­en aber nicht aus­zu­schlie­ßen. An der Saar sind laut GEW von et­wa 8000 Leh­rern rund 1200 im An­ge­stell­ten­ver­hält­nis.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 12. April 2016

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