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ARBEITSRECHT AKTUELL // 14/226

Warn­streiks im Nah­ver­kehr ge­hen wei­ter

Kei­ne Be­we­gung im Ta­rif­kon­flikt im kom­mu­na­len Nah­ver­kehr in Bay­ern: Am Don­ners­tag ru­fen die Ge­werk­schaf­ten wie­der in Nürn­berg und Augs­burg zu ganz­tä­gi­gen Ak­tio­nen auf. In Mün­chen gab es am Mitt­woch nur Na­del­sti­che. Aus­ge­stan­den ist der Kon­flikt wohl noch lan­ge nicht
Streik sechs Streikende Sind die For­de­run­gen an­ge­mes­sen?

26.06.2014. (dpa) - Der Ta­rif­kon­flikt im kom­mu­na­len Nah­ver­kehr in Bay­ern ver­schärft sich wei­ter und wird auch in den kom­men­den Ta­gen zur Ge­dulds­pro­be für Fahr­gäs­te.

Am Don­ners­tag liegt der Schwer­punkt der Warn­streiks in Augs­burg und wie­der in Nürn­berg.

Dort wol­len die Ge­werk­schaf­ten er­neut für 24 St­un­den den Be­trieb von Bus­sen und Bah­nen lahm­le­gen.

Be­reits am Diens­tag hat­ten die Ge­werk­schaf­ten mit mas­si­ven Warn­streiks in der Fran­ken­me­tro­po­le für ein Cha­os im Be­rufs­ver­kehr ge­sorgt.

Am Mitt­woch hat­ten die Ge­werk­schaf­ten mit ers­ten Ak­tio­nen in Mün­chen ei­nen Teil der Tram­bah­nen still ge­legt.

"Die Ar­beit­ge­ber­sei­te be­wegt sich nicht und lässt uns da­mit lei­der kei­ne Wahl, als die Warn­streiks zu ver­schär­fen. Wir bit­ten die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger um Ver­ständ­nis", teil­te dbb-Vor­stand Wil­li Russ mit. Der ddb ist die Dach­or­ga­ni­sa­ti­on für die 2012 ge­grün­de­te Nah­ver­kehrs­ge­werk­schaft, die ne­ben der Ge­werk­schaft Ver­di die Ver­hand­lun­gen mit dem Kom­mu­na­len Ar­beit­ge­ber­ver­band (KAV) führt. In Mün­chen sei es zu­nächst um Na­del­sti­che ge­gan­gen, zu­dem ha­be man die Fahr­gäs­te mög­lichst scho­nen wol­len. Auch des­we­gen ha­be es Ak­tio­nen et­wa bei Fahr­kar­ten­kon­trol­leu­ren in Mün­chen ge­ge­ben.

Ins­ge­samt hiel­ten sich die Fol­gen für Mün­chen wie er­war­tet in en­gen Gren­zen. Grö­ße­re Ak­tio­nen sind am Don­ners­tag in der Haupt­stadt zwar nicht zu er­war­ten, Ver­di kün­dig­te aber an, bis Don­ners­tag auch U-Bahn-Werk­stät­ten lahm­le­gen zu wol­len. Laut Ver­kehrs­ge­sell­schaft MVG ist nicht ab­seh­bar, ob das Fol­gen für den Be­trieb ha­ben wer­de.

Be­we­gung in der Sa­che gab es nicht. KAV-Ge­schäfts­füh­rer Ar­min Au­gat sag­te dem Baye­ri­schen Rund­funk, er se­he kei­nen An­lass, das ei­ge­ne An­ge­bot nach­zu­bes­sern: "Wir sind mit un­se­rem An­ge­bot an der obe­ren Gren­ze." Zu­gleich kün­dig­te er aber an, dass die be­trof­fe­nen Be­trie­be in die­ser Wo­che über ihr Vor­ge­hen be­ra­ten wol­len. Die Ver­hand­lun­gen für die 6500 Be­schäf­tig­ten des kom­mu­na­len Nah­ver­kehrs wa­ren An­fang Ju­ni nach drei er­geb­nis­lo­sen Run­den zu­nächst ab­ge­bro­chen wor­den.

Die Ar­beit­ge­ber wol­len die Ta­rif­ei­ni­gung des öf­fent­li­chen Diens­tes über­neh­men und bie­ten da­mit vom 1. Ju­ni an 3 Pro­zent mehr Geld, min­des­tens aber ein Plus von 90 Eu­ro im Mo­nat. Zum 1. Ju­ni 2015 gä­be es ein wei­te­res Plus von 2,4 Pro­zent. Ver­di hin­ge­gen ver­langt, al­le Ent­gel­te um ei­nen So­ckel­be­trag von 120 Eu­ro zu er­hö­hen und an­schlie­ßend die Löh­ne und Ge­häl­ter um 4 Pro­zent an­zu­he­ben - bei ei­ner Lauf­zeit von nur ei­nem Jahr. Die Nah­ver­kehrs­ge­werk­schaft will ei­ne fes­te Er­hö­hung al­ler Ent­gel­te um 100 Eu­ro pro Mo­nat, da­nach soll ei­ne Er­hö­hung von 3,5 Pro­zent grei­fen, eben­falls für nur ein Jahr.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 20. August 2014

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