HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 15/026

Warn­streiks sor­gen für War­te­zei­ten an Flug­hä­fen Ham­burg und Stutt­gart

Rei­sen­de an den Flug­hä­fen in Ham­burg und Stutt­gart brauch­ten am Frei­tag ent­we­der viel Zeit oder gu­te Ner­ven: Tei­le des Si­cher­heits­per­so­nals streik­ten für hö­he­re Löh­ne. Auch ein­zel­ne Flü­ge wur­den ge­stri­chen
Streik sechs Streikende Für wel­che For­de­run­gen leg­ten die Si­cher­heits­leu­te ih­re Ar­beit nie­der?

24.01.2015. (dpa) - Warn­streiks des Si­cher­heits­per­so­nals an den Flug­hä­fen in Stutt­gart und Ham­burg ha­ben am Frei­tag für Ge­drän­ge und lan­ge War­te­schlan­gen ge­sorgt.

Am Stutt­gar­ter Flug­ha­fen wa­ren bis 14.00 Uhr gut 60 Ab­flü­ge be­trof­fen, sag­te ein Spre­cher.

Flug­aus­fäl­le und Ver­spä­tun­gen ha­be es aber nicht ge­ge­ben.

53 Ab­flü­ge stan­den in Ham­burg wäh­rend des Warn­streiks bis 16.00 Uhr auf dem Flug­plan; vier da­von wur­den ge­stri­chen.

Die War­te­zeit vor den Kon­troll­stel­len be­trug bis zu zwei St­un­den.

Der Streik ha­be gut ge­klappt, sei aber zum Teil durch Streik­bre­cher und den Druck auf fest an­ge­stell­te Voll­zeit-Kräf­te un­ter­lau­fen wor­den, sag­te Ver­di-Se­kre­tär Pe­ter Brem­me.

Vie­le Rei­sen­de in Ham­burg wa­ren der Auf­for­de­rung des Flug­ha­fens ge­folgt und hat­ten mög­lichst vor dem Streik­be­ginn ein­ge­checkt. Auch in Stutt­gart wa­ren vie­le Pas­sa­gie­re frü­her ge­kom­men. Dort wa­ren nur die Si­cher­heits­schleu­sen an ei­nem der vier Ter­mi­nals ge­öff­net. Beim Warn­streik in der ver­gan­ge­nen Wo­che hät­ten aber mehr Men­schen an den Ter­mi­nals ge­war­tet, sag­te ein Ver­di-Spre­cher.

Hin­ter­grund des Aus­stands sind die Ta­rif­ver­hand­lun­gen für die Be­schäf­tig­ten im Si­cher­heits­ge­wer­be in meh­re­ren Bun­des­län­dern. Ne­ben Ham­burg und Ba­den-Würt­tem­berg lau­fen ak­tu­ell auch Ver­hand­lun­gen in Nord­rhein-West­fa­len. In Nie­der­sach­sen dringt Ver­di noch auf Ver­hand­lun­gen mit dem Bun­des­ver­band der Si­cher­heits­wirt­schaft (BDSW).

Die Ge­werk­schaft for­dert in al­len Län­dern mehr Geld, die Ar­beit­ge­ber leh­nen das ab. Da­bei geht es um die nied­ri­gen St­un­den­löh­ne für ein­fa­che Wach­män­ner. Aber auch die Si­cher­heits­leu­te an den Flug­hä­fen sol­len mehr Lohn be­kom­men.

Ralph Bei­sel, Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Flug­ha­fen­ver­ban­des ADV, be­zeich­ne­te es als "völ­lig in­ak­zep­ta­bel und über­zo­gen", dass ein Ta­rif­kon­flikt, der das ge­sam­te Si­cher­heits­ge­wer­be be­tref­fe, nur an den Flug­hä­fen aus­ge­tra­gen wer­de. Der Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Bun­des­ver­band der Si­cher­heits­wirt­schaft, Ha­rald Ol­schok, for­der­te den Ge­setz­ge­ber auf, für Streiks in der so­ge­nann­ten Da­seins­vor­sor­ge ver­bind­li­che Streik­re­geln ein­zu­füh­ren. Da­zu ge­hö­re ins­be­son­de­re ein Sch­lich­tungs­ver­fah­ren vor Streik­be­ginn.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 11. April 2016

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email Nachname
  Abmelden

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de