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ARBEITSRECHT AKTUELL // 19/106

We­ni­ger Voll­zeit­jobs, da­für mehr Teil­zeit

Es gibt im­mer we­ni­ger Voll­zeit­jobs, da­für aber mehr Men­schen, die in Teil­zeit be­schäf­tigt sind
Wanduhr

Der Ar­beits­markt hat sich nach For­scher-Er­kennt­nis­sen seit der Wie­der­ver­ei­ni­gung stark ge­wan­delt.

Wäh­rend 1991 die Zahl der Voll­zeit­be­schäf­tig­ten noch bei 28,911 Mil­lio­nen lag, wa­ren es im Vor­jahr nur noch 24,720 Mil­lio­nen. Dies geht aus ei­ner Sta­tis­tik des In­sti­tuts für Ar­beits­markt- und Be­rufs­for­schung (IAB) her­vor.

Wäh­rend des Be­schäf­ti­gungs­booms der ver­gan­ge­nen zehn Jah­re sei die Zahl der Voll­zeit­jobs al­ler­dings wie­der kräf­ti­ger ge­stie­gen, gab IAB-For­scher En­zo We­ber zu be­den­ken. "Seit 2006 gibt es hier ei­ne sicht­ba­re Zu­nah­me." Der auf lan­ge Sicht ver­zeich­ne­te Ver­lust der Voll­zeit­jobs geht nach sei­ner Ein­schät­zung vor al­lem auf das Kon­to der deut­schen Wie­der­ver­ei­ni­gung zu­rück: Mit der Schlie­ßung gro­ßer In­dus­trie­be­trie­be sei­en sei­ner­zeit vie­le Voll­zeit­jobs weg­ge­fal­len.

Um­ge­kehrt ver­lief die Ent­wick­lung in den ver­gan­ge­nen 28 Jah­ren bei den Teil­zeit­jobs: Ih­re Zahl stieg den For­scher­an­ga­ben zu­fol­ge von 6,316 Mil­lio­nen im Jahr 1991 auf 15,899 Mil­lio­nen im Vor­jahr. Wich­tigs­ter Grund da­für laut We­ber: Frau­en sei­en im­mer häu­fi­ger be­rufs­tä­tig und ent­schie­den sich häu­fig für Teil­zeit­jobs. Ins­ge­samt weist die Sta­tis­tik für das Vor­jahr 40,619 Mil­lio­nen ab­hän­gig Be­schäf­tig­te aus - dies sind rund 5,4 Mil­lio­nen mehr als 1991.

Un­ter­des­sen spie­len äl­te­re Be­schäf­tig­te ei­ne im­mer grö­ße­re Rol­le auf dem deut­schen Ar­beits­markt. Da­für sorgt nach In­for­ma­tio­nen des Bun­des­in­sti­tuts für Be­völ­ke­rungs­for­schung (BIB) nicht zu­letzt die wach­sen­de Er­werbs­be­tei­li­gung äl­te­rer Frau­en. Die ent­spre­chen­de Er­werbs­quo­te ha­be sich von 38 Pro­zent im Jah­re 1997 auf 72 Pro­zent im Jahr 2017 fast ver­dop­pelt, be­rich­te­te das BIB in ei­ner Mit­tei­lung. Das wie­der­um ha­be zu ei­nem An­stieg von Zwei­ver­die­nern un­ter äl­te­ren Paa­ren im Al­ter von 50 bis 64 Jah­ren ge­führt. Seit 1997 ha­be der An­teil von 29 auf 66 Pro­zent zu­ge­nom­men.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 2. Mai 2019

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