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ARBEITSRECHT AKTUELL // 14/008

Wi­der­stand in Be­leg­schaft ge­gen Streiks bei Ama­zon - Kri­tik von Ver­di

Seit Mo­na­ten macht Ver­di mit Streiks Druck auf den US-Ver­sandrie­sen Ama­zon: Jetzt mel­den sich Mit­ar­bei­ter mit Un­ter­schrif­ten­lis­ten und T-Shirts "Pro Ama­zon" zu Wort
Wird sich die Be­leg­schaft spal­ten?

07.01.2014. (dpa) - In der Be­leg­schaft des Ver­sand­händ­lers Ama­zon for­miert sich Wi­der­stand ge­gen die Ver­di-Streiks.

Be­reits En­de De­zem­ber wa­ren in Leip­zig und Bad Hers­feld mehr als 1000 Un­ter­schrif­ten ge­gen ei­ne "ne­ga­ti­ve Dar­stel­lung" des Un­ter­neh­mens in der Öf­fent­lich­keit ge­sam­melt wor­den. Das be­rich­te­te die "Neue Os­na­brü­cker Zei­tung".

Als nächs­tes sei ei­ne T-Shirt-Ak­ti­on ge­plant, sag­te Initia­to­rin San­dra Münch am Mon­tag in Leip­zig.

Es soll­ten Shirts mit der Auf­schrift "Pro Ama­zon" be­druckt wer­den.

Die Mit­ar­bei­ter woll­ten da­mit zei­gen, dass sie ger­ne bei dem Bran­chen-Rie­sen aus den USA ar­bei­ten und nicht hin­ter den seit Mo­na­ten an­dau­ern­den Streiks der Ge­werk­schaft Ver­di ste­hen.

In Leip­zig sei­en Münch zu­fol­ge et­wa 720 und am größ­ten deut­schen Ama­zon-Stand­ort in Bad Hers­feld rund 280 Un­ter­schrif­ten ge­sam­melt wor­den. Hei­ner Rei­mann von Ver­di Hes­sen kri­ti­sier­te die Un­ter­schrif­ten-Ak­ti­on als "Spal­tung der Be­leg­schaft" und rief zu re­spekt­vol­lem Um­gang auf. Mit Blick auf die Ama­zon-Zen­tra­le sag­te er: "Es ist die Fra­ge, wer hin­ter die­ser Ak­ti­on steht." Es sei auch "kei­ne Kunst", in ei­ner Zeit, in der Tau­sen­de von Aus­hil­fen bei Ama­zon ar­bei­ten, 1000 Un­ter­schrif­ten zu sam­meln. Mar­ti­na Sön­nich­sen, Spre­che­rin des Ver­di-Bun­des­ver­ban­des sag­te: "Wir wis­sen von Kol­le­gen, dass da auch Druck aus­ge­übt wur­de." Teil­wei­se hät­ten Mit­glie­der der Be­triebs­lei­tung da­ne­ben ge­stan­den, als die Un­ter­schrif­ten ge­sam­melt wur­den.

Münch wies den Ver­dacht, die Un­ter­schrif­ten­samm­lung sei von der Ama­zon-Ge­schäfts­lei­tung ge­lenkt wor­den, da­ge­gen zu­rück. "Ganz si­cher nicht. Das war ei­ne al­lei­ni­ge Ak­ti­on von uns", sag­te sie. Auch die T-Shirts wer­de je­der Mit­ar­bei­ter auf ei­ge­ne Rech­nung kau­fen. Es wer­de Be­stell­lis­ten ge­ben, in die sich Mit­ar­bei­ter frei­wil­lig ein­tra­gen könn­ten. Die T-Shirt-Ak­ti­on sol­le es ne­ben Leip­zig und Bad Hers­feld auch in an­de­ren Ama­zon-La­gern ge­ben. Münch be­ton­te zu­dem, dass sich in die Un­ter­schrif­ten­lis­ten auch vie­le lang­jäh­ri­ge, fest­an­ge­stell­te Mit­ar­bei­ter ein­ge­tra­gen hät­ten - und nicht et­wa Sai­son­kräf­te, die auf ei­ne Fest­an­stel­lung hoff­ten.

Ein Ama­zon-Spre­cher sag­te: "Wir be­grü­ßen die­se Ak­ti­on, denn sie zeigt, wie die Mehr­heit un­se­rer Mit­ar­bei­ter denkt. Dass sie fai­re und gu­te Ar­beits­be­din­gun­gen in den Lo­gis­tik­zen­tren ha­ben."

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 1. Januar 2015

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