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Ho­he Win­ter­ar­beits­lo­sig­keit im Gast­ge­wer­be nicht not­wen­dig

Im Som­mer brummt es im Job, in Win­ter ist Däum­chen­dre­hen an­ge­sagt: Dies scheint für vie­le Be­schäf­tig­te im Gast­ge­wer­be ein un­aus­weich­li­ches Schick­sal zu sein. Doch die Ar­beits­agen­tur steu­ert da­ge­gen an
Wel­che mög­li­chen Win­ter­be­schäf­ti­gun­gen gibt es?

04.11.2013. (dpa) - Der teils dras­ti­sche An­stieg der Ar­beits­lo­sig­keit im Ho­tel- und Gast­stät­ten­be­reich ist nach An­sicht der Che­fin der Re­gio­nal­di­rek­ti­on Nord, Mar­git Haupt-Ko­op­mann, nicht not­wen­dig.

So wer­de bis­her noch zu we­nig Ge­brauch von Ar­beits­zeit­kon­ten oder bran­chen­über­grei­fen­den Pro­jek­ten ge­macht, sag­te die Ar­beits­agen­tur-Di­rek­to­rin der Nach­rich­ten­agen­tur dpa.

Es sei vor­stell­bar, dass Mo­del­le wie auf Rü­gen, wo Call­cen­ter so­wie Ho­tel- und Gast­stät­ten­be­trie­be mit ih­ren un­ter­schied­li­chen Sai­son­hö­he­punk­ten ge­mein­sam für ei­ne ganz­jäh­ri­ge Be­schäf­ti­gung ih­res Per­so­nals sor­gen, noch deut­lich stär­ker ge­nutzt wer­den könn­ten.

Der Blick auf die so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Be­schäf­ti­gung il­lus­trie­re den Sach­ver­halt: Wäh­rend das Gast­ge­wer­be Meck­len­burg- Vor­pom­merns in die­sem Au­gust rund 35 000 Men­schen be­schäf­tig­te, wa­ren es in den Win­ter­mo­na­ten Ja­nu­ar und Fe­bru­ar 26 500.

Al­ler­dings sei­en die Be­schäf­tig­ten­zah­len für die Mo­na­te Ja­nu­ar und Fe­bru­ar in den ver­gan­ge­nen Jah­ren kon­ti­nu­ier­lich ge­stie­gen. Im Ja­nu­ar 2011 wa­ren es le­dig­lich 25 100. "Für mich ein In­diz, dass der An­teil ganz­jäh­ri­ger Be­schäf­ti­gungs­ver­hält­nis­se leicht ge­wach­sen ist", sag­te die Agen­tur­che­fin.

Haupt-Ko­op­mann wies au­ßer­dem auf das Qua­li­fi­zie­rungs­pro­gramm "We­GE­bau" (Wei­ter­bil­dung ge­ring qua­li­fi­zier­ter und be­schäf­tig­ter Ar­beit­neh­mer in Un­ter­neh­men) hin. Sie for­der­te die Ho­tel- und Gast­stät­ten­be­trie­be auf, ihr Per­so­nal in den Win­ter­mo­na­ten zu hal­ten und es mit Un­ter­stüt­zung der Agen­tur wei­ter­zu­bil­den. Die "ver­län­ger­te Sai­son" hät­te so ei­nen Nut­zen für al­le Be­tei­lig­ten.

Rück­läu­fig ent­wick­le sich da­ge­gen die Ver­mitt­lung von Sai­son­kräf­ten bei­spiels­wei­se in die Al­pen­re­gi­on. Ei­ne Ur­sa­che da­für könn­te sein, dass nach dem neu­en Ta­rif­ver­trag für Meck­len­burg-Vor­pom­mern hier mehr ge­zahlt wird und Ös­ter­reich da­her nicht mehr so reiz­voll ist. Ak­tu­el­le Zah­len lä­gen al­ler­dings nicht vor.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 16. Juni 2016

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