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ZEW: Im­mer we­ni­ger Men­schen ma­chen sich selbst­stän­dig

Die his­to­risch ho­he Zahl Er­werbs­tä­ti­ger in Deutsch­land hat auch ei­ne Schat­ten­sei­te: Im­mer we­ni­ger Men­schen ma­chen sich selbst­stän­dig. Und zwar auch im High-Tech-Be­reich, in dem jun­gen Un­ter­neh­men als Weg­be­rei­ter für tech­no­lo­gi­sche In­no­va­tio­nen der Zu­kunft gel­ten
Bildschirmarbeit Was für Fol­gen ha­ben die ge­rin­gen Neu­grün­dun­gen?

11.12.2013. (dpa) - In Deutsch­land wa­gen im­mer we­ni­ger Men­schen den Schritt in die Selbst­stän­dig­keit.

Vor al­lem durch die gu­te La­ge am Ar­beits­markt sin­ke die Nei­gung, ein Un­ter­neh­men zu grün­den, sag­te Ge­org Licht vom Mann­hei­mer Zen­trum für Eu­ro­päi­sche Wirt­schafts­for­schung (ZEW) am Diens­tag in Frank­furt.

Es spre­che al­les da­für, dass die Zahl der Neu­grün­dun­gen in die­sem und im kom­men­den Jahr wei­ter sin­ken wer­de.

2012 grün­de­ten nach frü­he­ren An­ga­ben der För­der­bank KfW nur 775 000 Men­schen in Deutsch­land ei­ne Fir­ma im Voll- oder Ne­ben­er­werb - so we­ni­ge wie nie seit Be­ginn der Er­he­bun­gen im Jahr 2000.

Wie aus dem am Diens­tag vor­ge­leg­ten KfW-ZEW-Grün­dungs­pa­nel her­vor­geht, trifft die­se Ent­wick­lung auch die be­son­ders in­no­va­ti­ve High-Tech-Bran­che: Seit 2000 sei die Zahl der Neu­grün­dun­gen um 40 Pro­zent ge­sun­ken, sag­te Licht. Da­bei gin­gen von jun­gen High­tech-Un­ter­neh­men be­son­ders vie­le volks­wirt­schaft­lich be­deut­sa­me Im­pul­se aus - und bei vie­len der Fir­men geht es berg­auf. Et­wa zwei Drit­tel der jun­gen Un­ter­neh­men er­war­ten nach der Ana­ly­se 2013 hö­he­re Um­sät­ze als im Vor­jahr. Je­des vier­te Un­ter­neh­men (23 Pro­zent) geht da­von aus, das Um­satz­ni­veau von 2012 zu hal­ten.

Ge­ra­de die In­dus­trie­un­ter­neh­men et­wa aus den Be­rei­chen Na­no­tech­no­lo­gie, Phar­ma oder op­ti­sche Tech­no­lo­gie sei­en be­schäf­ti­gungs­stark, in­no­va­tiv und in­ves­ti­ti­ons­freu­dig: "Die jun­gen Un­ter­neh­men der High­tech-In­dus­trie ge­ben mit durch­schnitt­lich 97 000 Eu­ro mehr als dop­pelt so viel für For­schung und Ent­wick­lung aus als der Durch­schnitt der jun­gen Un­ter­neh­men mit 40 000 Eu­ro", be­ton­te KfW-Chef­volks­wirt Jörg Zeu­ner. Auch die High­tech-Dienst­leis­ter und Soft­ware­un­ter­neh­men sei­en mit 59 000 Eu­ro aus­ga­be­freu­di­ger.

Zu­dem schaf­fen die High-Tech-Fir­men schon im ers­ten Jahr ih­res Be­ste­hens mehr Ar­beits­plät­ze als jun­ge Un­ter­neh­men ins­ge­samt. So hat­ten die 2012 ge­grün­de­ten Un­ter­neh­men der High­tech-In­dus­trie zum Start um­ge­rech­net 3,3 Voll­zeit-Be­schäf­tig­te und da­mit deut­lich mehr als der Durch­schnitt der jun­gen Un­ter­neh­men mit 2,5. "Jun­ge Un­ter­neh­men der High­tech-In­dus­trie leis­ten ei­nen über­pro­por­tio­na­len Be­schäf­ti­gungs­bei­trag", sag­te Licht.

Nach den An­ga­ben er­ziel­ten die jun­gen Un­ter­neh­men der High­tech-In­dus­trie 2012 im Mit­tel Um­sät­ze von 180 000 Eu­ro - so viel wie kei­ne an­de­re Bran­che und deut­lich mehr als die 104 000 Eu­ro im Ge­samt­durch­schnitt. Da­bei trü­gen Pro­dukt­in­no­va­tio­nen bei ih­nen mit 27 Pro­zent sub­stan­zi­ell zum Um­satz bei - ge­gen­über 11 Pro­zent im Ge­samt­schnitt.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 10. Oktober 2016

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