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ARBEITSRECHT AKTUELL // 14/280

Zahl jun­ger Be­schäf­tig­ter ra­pi­de ge­sun­ken

Oh­ne den Zu­zug von Aus­län­dern wird Thü­rin­gen sei­nen Fach­kräf­te­be­darf künf­tig nicht de­cken

11.08.2014 (dpa) - Oh­ne den Zu­zug von Aus­län­dern wird Thü­rin­gen nach An­sicht des Chefs der Lan­des­ar­beits­agen­tur, Kay Se­ni­us, sei­nen Be­darf an Fach­kräf­ten künf­tig nicht de­cken kön­nen.

"Auch wenn wir un­ser ge­sam­tes Er­werbs­per­so­nen­po­ten­zi­al er­schlie­ßen, der Fach­kräf­te­be­darf lässt sich da­durch nicht de­cken", er­läu­ter­te Se­ni­us am Mon­tag.

Denn die Zahl jun­ger Be­schäf­tig­ter geht seit Jah­ren zu­rück, wäh­rend die der so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Be­schäf­tig­ten ins­ge­samt steigt.

Nach Zah­len der Agen­tur für Ar­beit stan­den im Sep­tem­ber 2003 in Thü­rin­gen noch gut 106 000 jun­ge Män­ner und Frau­en un­ter 25 in Lohn und Brot. Zehn Jah­re spä­ter sei­en es nur noch knapp 66.900 ge­we­sen - ein Rück­gang um fast 37 Pro­zent. So we­ni­ge sei­en es hier­zu­lan­de noch nie ge­we­sen, hieß es.

Haupt­ver­ant­wort­lich da­für sei der de­mo­gra­fi­sche Wan­del samt Rück­gang der Schul­ab­gän­ger­zah­len. Ein po­si­ti­ver Ef­fekt sei, dass auch die Ar­beits­lo­sig­keit bei den un­ter 25-Jäh­ri­gen seit­her um 71 Pro­zent zu­rück­ge­gan­gen sei.

Um den Be­darf an Fach­kräf­ten zu si­chern, sieht Se­ni­us die Ar­beit­ge­ber in der Pflicht. Sie müss­ten ver­stärkt auch Men­schen oh­ne ei­nen ge­rad­li­ni­gen Be­rufs­weg ei­ne Chan­ce ge­ben - et­wa Lang­zeit­ar­beits­lo­sen und jun­gen Er­wach­se­nen oh­ne Be­rufs­ab­schluss.

Hier­zu leis­te die Agen­tur für Ar­beit Un­ter­stüt­zung. Über das Pro­gramm "Aus­bil­dung wird was - Spät­star­ter ge­sucht" hät­ten vo­ri­ges Jahr fast 1000 Ar­beits­lo­se un­ter 35 Jah­ren durch Wei­ter­bil­dung ei­ne zwei­te Chan­ce er­hal­ten.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 17. Februar 2016

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