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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/308

Ärz­te­ge­werk­schaft for­dert Ent­las­tung für Kli­nik­ärz­te

Die Ärz­te­ge­werk­schaft Mar­bur­ger Bund hat für die an­ste­hen­de Ta­rif­run­de ein kla­res Ziel for­mu­liert - ver­bes­ser­te Ar­beits­zeit­re­ge­lun­gen und kräf­ti­ge Lohn­er­hö­hun­gen
Assistenzarzt

19.12.2018. (dpa/fle) - Die Ärz­te­ge­werk­schaft Mar­bur­ger Bund will in an­ste­hen­den Ta­rif­ver­hand­lun­gen ei­ne deut­li­che Ar­beits­ent­las­tung für rund 55.000 Me­di­zi­ner an kom­mu­na­len Kran­ken­häu­sern er­rei­chen.

Zu­dem for­dert der Mar­bur­ger Bund ei­ne li­nea­re Er­hö­hung der Ärz­te­ge­häl­ter um fünf Pro­zent, wie der Ver­band am Diens­tag in Ber­lin mit­teil­te.

Die Ar­beits­zeit müs­se ob­jek­tiv und au­to­ma­ti­siert er­fasst wer­den. Schluss sein müs­se es mit der Pra­xis, dass das Über­schrei­ten von Höchst­gren­zen zur Nor­ma­li­tät ge­hö­re. Die Ärz­te soll­ten künf­tig zu­dem zwei Wo­chen­en­den im Mo­nat je­weils von frei­tags 18 Uhr bis mon­tags 7 Uhr von Ar­beit, Ruf­be­reit­schaft oder Be­reit­schafts­dienst kom­plett be­freit sein, for­der­te der Mar­bur­ger Bund.

Die Dienst­pla­nung müs­se sechs Wo­chen vor Be­ginn des je­wei­li­gen Pla­nungs­zeit­rau­mes be­kannt ge­ge­ben wer­den. Im An­schluss an Nacht­diens­te dür­fe es zu­dem kei­ne re­gel­mä­ßi­ge Ar­beits­zeit mehr ge­ben - schon al­lein um Pa­ti­en­ten vor Feh­lern zu schüt­zen.

Die Ver­hand­lun­gen des Mar­bur­ger Bunds mit der Ver­ei­ni­gung der kom­mu­na­len Ar­beit­ge­ber­ver­bän­de (VKA) be­gin­nen am 21.01.2019 in Ber­lin. Die­se wies die For­de­run­gen zu­rück. Sie sei­en "für die Kran­ken­häu­ser nicht leist­bar und spren­gen jeg­li­chen Rah­men".

Die Ärz­te­ge­werk­schaft be­grün­de­te ih­re For­de­run­gen da­mit, dass ho­her Druck, zu we­nig Frei­zeit und zu we­nig Schlaf für die meis­ten Ärz­tin­nen und Ärz­te in deut­schen Kran­ken­häu­sern zum All­tag ge­hör­ten. "Wir tre­ten an für ei­nen neu­en Um­gang der Kran­ken­häu­ser mit der Ar­beits­zeit ih­rer Ärz­tin­nen und Ärz­te", sag­te der Vor­sit­zen­de Ru­dolf Hen­ke. "Heu­te ver­sto­ßen et­li­che Kran­ken­häu­ser land­auf land­ab ge­gen die Re­geln der Ar­beits­kun­de und sor­gen in ei­nem ge­wal­ti­gen Um­fang für mehr Fluk­tua­ti­on in den ärzt­li­chen Be­leg­schaf­ten, als der dort ver­lang­ten Team­leis­tung gut­tut." Häu­fi­ge Nacht­ar­beit kön­ne die Schlaf­qua­li­tät ver­schlech­tern und lang­fris­tig Bur­nout und De­pres­sio­nen be­güns­ti­gen, mahn­te Hen­ke.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 28. Dezember 2018

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