HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 17/256

Air Ber­lin: Be­triebs­rat rech­net mit Kün­di­gungs­wel­le

Der Be­triebs­rat Nord der in­sol­ven­ten Flug­ge­sell­schaft er­war­tet laut ei­ner Mit­ar­bei­ter­in­for­ma­ti­on mas­sen­haf­te Ent­las­sun­gen.
Air Berlin Flugzeug, Insolvenz Fluggesellschaft

09.10.2017. (dpa/wie) - Die La­ge bei der in­sol­ven­ten Flug­ge­sell­schaft Air Ber­lin ist wei­ter­hin un­über­sicht­lich und un­ge­wiss. Vor al­lem für die Be­schäf­tig­ten in der Ver­wal­tung sieht es nicht gut aus.

Aus ei­ner in­ter­nen Mit­tei­lung des Be­triebs­rats Nord, der un­ter an­de­rem die et­wa 1.000 Be­schäf­tig­ten in der Ver­wal­tung am Stand­ort Ber­lin ver­tritt, geht her­vor, dass die Ar­beit­neh­mer­ver­tre­ter mit ei­ner gro­ßen Kün­di­gungs­wel­le rech­nen.

"Al­le Mit­ar­bei­ter wer­den ge­kün­digt!!!" hieß es in der Mit­ar­bei­ter­in­for­ma­ti­on. "Al­le Kol­le­gen soll­ten zur Job­bör­se ge­hen und/oder sich bei den ent­spre­chen­den Such­ma­schi­nen (...) an­mel­den.", emp­fiehlt der Be­triebs­rat. Der Spre­cher der Air­line, Ralf Kun­kel, woll­te sich da­zu nicht äu­ßern.

Chris­ti­ne Beh­le, Mit­glied des Ver.di-Bun­des­vor­stan­des, for­der­te die Air­line auf, sich zü­gig zu den Kün­di­gungs­vor­wür­fen zu äu­ßern. "Man spielt nicht mit dem Schick­sal von tau­sen­den Be­schäf­tig­ten!", so Beh­le wei­ter.

Zu­letzt spra­chen Air Ber­lins Ge­ne­ral­be­voll­mäch­tig­ter Frank Ke­be­kus und Vor­stands­chef Tho­mas Win­kel­mann noch von gu­ten Kauf­an­ge­bo­ten und ei­ner mög­li­chen Über­nah­me von 80 Pro­zent der Be­schäf­tig­ten. Nun aber wur­de die An­ge­bots­frist für die Tech­nik­spar­te zum zwei­ten Mal ver­län­gert.

In die­ser Wo­che sol­len die Ver­hand­lun­gen über ei­nen So­zi­al­plan be­gin­nen. In ei­ner in­ter­nen Mit­tei­lung er­klär­ten die Per­so­nal­ab­tei­lung und Frank Ke­be­kus, dass "ei­ne Fort­füh­rung des Ge­schäfts­be­triebs auf­grund der ho­hen Ver­lus­te, die der­zeit und pro­gnos­ti­ziert dau­er­haft ent­ste­hen, un­mög­lich und un­zu­läs­sig" sei. "Des­halb ha­ben wir heu­te die Per­so­nal­ver­tre­tun­gen und den Ge­samt­be­triebs­rat der air­ber­lin Luft­ver­kehrs­KG auf­ge­for­dert, Ver­hand­lun­gen über ei­nen In­ter­es­sen­aus­gleich und So­zi­al­plan auf­zu­neh­men."

Für die Be­schäf­tig­ten in der Tech­nik­spar­te ha­be man sich laut Ver.di be­reits auf ei­nen Rah­men­ta­rif­so­zi­al­plan ge­ei­nigt, um ei­ne Auf­fang­lö­sung für die be­trof­fe­nen Mit­ar­bei­ter zu schaf­fen. Der Be­triebs­rat Nord teil­te mit, dass man al­le nö­ti­gen Ver­hand­lun­gen noch im Ok­to­ber "fi­nal ab­schlie­ßen" wol­le.


Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 9. Oktober 2017

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email Nachname
  Abmelden

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2017:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de