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ARBEITSRECHT AKTUELL // 17/302

Ar­beits­stun­den auf höchs­tem Stand seit 25 Jah­ren

Laut ei­ner IAB-Stu­die ist die Zahl der ge­leis­te­ten Ar­beits­stun­den im drit­ten Quar­tal 2017 auf ein Re­kord­hoch ge­stie­gen
Ansteigendes Diagramm mit Jahreszahlen, Anstieg, Zuwachs

06.12.2017. (dpa/wie) - In Deutsch­land ist nach Er­kennt­nis­sen von Ar­beits­markt­for­schen schon lan­ge nicht mehr so viel ge­ar­bei­tet wor­den wie im drit­ten Quar­tal 2017. Zwi­schen Ju­li und Sep­tem­ber sei die Zahl der ge­leis­te­ten Ar­beits­stun­den auf 15,36 Mil­li­ar­den ge­stie­gen. Dies sei­en et­wa 1,3 Pro­zent mehr Ar­beits­stun­den als im drit­ten Quar­tal 2016 und der höchs­te Stand seit 25 Jah­ren, geht aus ei­ner am Diens­tag ver­öf­fent­lich­ten Stu­die des In­sti­tuts für Ar­beits­markt- und Be­rufs­for­schung (IAB) her­vor.

Der An­stieg be­deu­te al­ler­dings nicht, dass Be­schäf­tig­te im Schnitt län­ger als vor ei­nem Jahr in Werks­hal­len, auf Bau­stel­len oder in Bü­ros zu­ge­bracht hät­ten. "Der Auf­wärts­trend beim Ar­beits­vo­lu­men be­ruht viel­mehr auf der stark stei­gen­den Zahl von Be­schäf­tig­ten", sag­te der IAB-Ar­beits­markt­for­scher En­zo We­ber laut Mit­tei­lung. Die Zahl der Er­werbs­tä­ti­gen sei im drit­ten Quar­tal um 1,5 Pro­zent auf 44,5 Mil­lio­nen ge­stie­gen.

Un­ver­än­dert blieb hin­ge­gen die Zahl der Über­stun­den. Im drit­ten Quar­tal ha­be je­der Ar­beit­neh­mer im Schnitt 5,3 be­zahl­te und 5,7 un­be­zahl­te Über­stun­den ge­leis­tet - und da­mit ge­nau­so vie­le wie im drit­ten Quar­tal des Vor­jah­res. We­gen der ins­ge­samt ge­stie­ge­nen Be­schäf­ti­gung ha­be aber die Ge­samt­zahl der be­zahl­ten Über­stun­den um 4,9 Mil­lio­nen auf 213,3 Mil­lio­nen zu­ge­nom­men. Die Ge­samt­zahl der un­be­zahl­ten Mehr­ar­beit leg­te im Jah­res­ver­gleich um 2,4 Mil­lio­nen auf 228,9 Mil­lio­nen St­un­den zu.

Kri­tisch sieht der­weil die Links­par­tei im Bun­des­tag die Ent­wick­lung. Die Zah­len zeig­ten, dass sich die ho­he Zahl der Ar­beits­stun­den im­mer un­glei­cher ver­teil­ten, gab die Lin­ken-Po­li­ti­ke­rin Jut­ta Krell­mann zu be­den­ken. "Die ei­nen ar­bei­ten bis zum Um­fal­len, die an­de­ren in Teil­zeit und Mi­ni­jobs." Auch kri­ti­sier­te die Po­li­ti­ke­rin die gro­ße Zahl un­be­zahl­ter Über­stun­den, die «Lohn­raub» sei­en. Ar­beit­ge­ber nutz­ten die Un­si­cher­heit pre­kä­rer Be­schäf­ti­gung, die nach IAB-Er­kennt­nis­sen al­ler­dings zu­letzt ge­sun­ken ist.


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Letzte Überarbeitung: 6. Dezember 2017

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