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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/204

Auch Be­wer­bun­gen per E-Mail von der Steu­er ab­set­zen

Die Bun­des­steu­er­be­ra­ter­kam­mer hat mit­ge­teilt, dass auch Kos­ten für die di­gi­ta­le Über­sen­dung von Be­wer­bungs­un­ter­la­gen steu­er­lich gel­tend ge­macht wer­den kön­nen
Einkommensteuer, Steuererklärung, EStG, Steuern sparen, von der Steuer absetzen

20.08.2018. (dpa/wie) - Die Zei­ten, in de­nen man im Zu­ge des Be­wer­bungs­pro­zes­ses die ent­spre­chen­den Un­ter­la­gen in ei­ner Map­pe per Post an das Un­ter­neh­men ge­sen­det hat, sind zum größ­ten Teil vor­bei.

In der Re­gel wird in den heu­ti­gen Stel­len­an­zei­gen ex­pli­zit um die Über­sen­dung der Be­wer­bungs­un­ter­la­gen via E-Mail ge­be­ten. Das führt für Be­wer­ber und Per­so­nal­ab­tei­lung je­weils zu Ent­las­tun­gen. Ins­be­son­de­re fal­len für den Ar­beits­su­chen­den kei­ne Kos­ten für Por­to oder Ma­te­ria­li­en an.

Doch die­se Kos­ten kann man ei­gent­lich bei der jähr­li­chen Steu­er­er­klä­rung als Be­wer­bungs­kos­ten in­ner­halb der Wer­bungs­kos­ten gel­tend ma­chen. Wie es sich bei E-Mail-Be­wer­bun­gen ver­hält, hat die Bun­des­steu­er­be­ra­ter­kam­mer er­klärt.

Dem­nach kön­nen sämt­li­che Kos­ten steu­er­lich gel­tend ge­macht wer­den, die mit dem An­stre­ben ei­ner neu­en Tä­tig­keit un­mit­tel­bar zu­sam­men­hän­gen. Da­zu zäh­len et­wa die Kos­ten für Be­wer­bungs­fo­tos oder vor­be­rei­ten­de Li­te­ra­tur. Auch Rei­se­kos­ten für die Fahrt zu ei­nem Vor­stel­lungs­ge­spräch zäh­len zu den Be­wer­bungs­kos­ten, falls sie nicht von der Fir­ma über­nom­men wer­den.

Laut der Bun­des­steu­er­be­ra­ter­kam­mer kön­nen auch Kos­ten für ei­ne Be­wer­bung via E-Mail von der Steu­er ab­ge­setzt wer­den, näm­lich in Hö­he ei­ne Pau­scha­le von 2,50 Eu­ro. Hier­für muss die ent­spre­chen­de E-Mail und auch die Ant­wort des Un­ter­neh­mens auf­be­wahrt und auf Nach­fra­ge des Fi­nanz­am­tes vor­ge­legt wer­den.

Falls man die Un­ter­la­gen doch per Post über­sandt hat, die Quit­tun­gen und Rech­nun­gen al­ler­dings nicht mehr fin­det, kann man eben­falls ei­nen Pau­schal­be­trag an­ge­ben, und zwar bis zu 8,50 Eu­ro, so die Bun­des­steu­er­be­ra­ter­kam­mer.


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Letzte Überarbeitung: 20. August 2018

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