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ARBEITSRECHT AKTUELL // 19/042

Bank­an­ge­stell­te for­dern sechs Pro­zent mehr Ge­halt

Trotz Nied­rig­zin­sen und durch­wach­se­nen Ge­schäfts­aus­sich­ten deut­scher Ban­ken ver­langt Ver­di ei­nen kräf­ti­gen Lohn­zu­wachs
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15.02.2019. (dpa/fle) - Für die et­wa 200.000 Be­schäf­tig­ten der pri­va­ten und öf­fent­li­chen Ban­ken in Deutsch­land geht es seit Frei­tag ums Geld - und zwar um ihr ei­ge­nes.

In der Ta­rif­run­de will die Ge­werk­schaft Ver­di ein Lohn­plus von sechs Pro­zent durch­set­zen. Die Ar­beit­ge­ber wei­sen die For­de­rung zu­rück.

Nicht nur die ver­lang­ten Ge­halts­zu­wäch­se sei­en un­rea­lis­tisch, auch For­de­run­gen nach mehr Ur­laub und kür­ze­ren Ar­beits­zei­ten sei­en nicht dar­stell­bar, so der Ar­beit­ge­ber­ver­band des pri­va­ten Bank­ge­wer­bes.

Das For­de­rungs­pa­ket über­tref­fe "das üb­li­che Maß und ist weit ent­fernt von dem, was sich un­se­re Bran­che leis­ten kann", sag­te Karl von Rohr, Ver­hand­lungs­füh­rer der Ban­ken-Ar­beit­ge­ber. Für die Ta­rif­ge­mein­schaft öf­fent­li­cher Ban­ken for­der­te de­ren Vor­sit­zen­der Gu­nar Feth, die Ge­werk­schaf­ten müss­ten die La­ge der Bran­che stär­ker be­rück­sich­ti­gen. Die Ban­ken wür­den un­ver­än­dert von den Nied­rig­zin­sen, ver­schärf­ten Vor­schrif­ten, ver­än­der­tem Kun­den­ver­hal­ten und ho­hen In­ves­ti­tio­nen in neue di­gi­ta­le Ge­schäfts­mo­del­le er­heb­lich be­las­tet.

"Un­ser Spiel­raum beim Ge­halt bleibt un­ver­än­dert sehr ge­ring", hat­te Deut­sche-Bank-Vi­ze von Rohr schon An­fang die­ser Wo­che be­kräf­tigt. "Das Bank­ge­wer­be bleibt auf ab­seh­ba­re Zeit star­ken Be­las­tun­gen aus­ge­setzt. Des­halb gilt auch wei­ter­hin: Die all­ge­mei­ne Lohn­ent­wick­lung kann für uns nicht der Maß­stab sein." Zu­dem sei das Ver­gü­tungs­ni­veau in Ban­ken trotz schwie­ri­ger Bran­chen­la­ge im­mer noch weit über­durch­schnitt­lich.

Ver­di ar­gu­men­tiert, die An­for­de­run­gen an die Be­schäf­tig­ten stie­gen ste­tig, die Ar­beits­be­din­gun­gen wür­den aber schlech­ter. Der For­de­rungs­ka­ta­log der Ge­werk­schaft um­fasst da­her auch sechs be­zahl­te "Ge­sund­heits- und Ent­las­tungs­ta­ge" pro Jahr. Zu­dem sol­len Be­schäf­tig­te wäh­len dür­fen, ob sie von ei­ner Ta­rif­stei­ge­rung in Form von mehr Geld pro­fi­tie­ren oder mehr Frei­zeit ha­ben wol­len. Ver­di strebt ei­nen Ta­rif­ver­trag mit zwölf Mo­na­ten Lauf­zeit an.

Zwei wei­te­re Ver­hand­lungs­ter­mi­ne sind be­reits fest­ge­legt: Am 6. März und 11. April je­weils in Frank­furt am Main.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 21. Oktober 2019

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