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Ber­lin ist Spit­zen­rei­ter bei Di­gi­ta­li­sie­rung

Ei­ner Un­ter­su­chung zu­fol­ge macht die Haupt­stadt bei der Di­gi­ta­li­sie­rung ei­ne gu­te Fi­gur - doch wa­ran liegt das?
Zusammenarbeit Roboter und Mensch, Digitalisierung, Industrie 4.0

08.03.2019. (dpa/fle) - Ber­lin hat bei der Di­gi­ta­li­sie­rung im Län­der­ver­gleich laut ei­ner Stu­die die Na­se ganz weit vorn.

Der Stadt­staat führt den Deutsch­land-In­dex der Di­gi­ta­li­sie­rung 2019 an, wie das Kom­pe­tenz­zen­trum Öf­fent­li­che IT am Fraun­ho­fer-In­sti­tut Fo­kus am Mon­tag in der Bun­des­haupt­stadt mit­teil­te.

Platz zwei und drei des Ran­kings be­leg­ten Ham­burg und Bre­men.

Der Fort­schritt bei der Di­gi­ta­li­sie­rung las­se sich et­wa am Ar­beits­markt ab­le­sen: Die Zahl der so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Be­schäf­tig­ten im IT-Be­reich stieg dem­nach seit der letz­ten Er­he­bung im Jahr 2017 um mehr als 20 Pro­zent.

Ein wei­te­rer Fak­tor sei­en On­line-An­ge­bo­te der Be­hör­den: Ber­li­ner und Ber­li­ne­rin­nen nutz­ten be­son­ders häu­fig di­gi­ta­le Ver­wal­tungs­an­ge­bo­te. 60 Pro­zent der Be­hör­den­kom­mu­ni­ka­ti­on sei in den ver­gan­ge­nen zwölf Mo­na­ten über das In­ter­net ge­lau­fen.

Spit­zen­rei­ter bei der di­gi­ta­len Ver­wal­tung ist der Stu­die zu­fol­ge je­doch Ham­burg. Die For­scher, die sich un­ter an­de­rem auch die Zu­sam­men­ar­beit der ver­schie­de­nen Ver­wal­tungs­ebe­nen un­ter­ein­an­der und die Über­sicht­lich­keit des on­line ver­füg­ba­ren In­for­ma­ti­ons­an­ge­bots an­ge­schaut ha­ben, se­hen Ber­lin hier knapp da­hin­ter auf dem zwei­ten Platz. Es fol­gen mit ei­ni­gem Ab­stand Nord­rhein-West­fa­len und Bre­men.

Für die Jah­re 2017 bis 2019 lässt sich laut In­dex vor al­lem in Sa­chen In­fra­struk­tur und pri­va­te In­ter­net­nut­zung ei­ne bun­des­wei­te An­nä­he­rung der di­gi­ta­len Le­bens­ver­hält­nis­se be­ob­ach­ten. Blickt man da­ge­gen auf die Wirt­schaft und die On­line-An­ge­bo­te der Kom­mu­nal­ver­wal­tun­gen, sind die Un­ter­schie­de im­mer noch sehr groß.

Ein Grund sei­en "im­men­se Un­ter­schie­de" bei der Ver­ga­be öf­fent­li­cher Gel­der für For­schungs­pro­jek­te, hieß es. Ber­lin und Sach­sen hö­ben sich durch "weit über­durch­schnitt­li­che För­der­sum­men ab". Bei­de Län­der hat­ten im Ver­gleich zum vo­ri­gen Ran­king um mehr als 20 Punk­te zu­ge­legt - auf 102,5 in Ber­lin und 75,4 in Sach­sen.

Für ih­ren In­dex ha­ben die For­scher nicht nur auf den Breit­band­aus­bau und an­de­re In­fra­struk­tur­da­ten ge­schaut, son­dern auch zahl­rei­che an­de­re In­di­ka­to­ren be­rück­sich­tigt, wie et­wa die Zahl der In­for­ma­tik­stu­den­ten in ei­nem Bun­des­land oder un­be­setz­te IT-Stel­len. Die Mit­ar­bei­ter des Kom­pe­tenz­zen­trums Öf­fent­li­che IT hat­ten im ver­gan­ge­nen Jahr au­ßer­dem in je­dem Bun­des­land ei­ni­ge re­prä­sen­ta­tiv aus­ge­wähl­te Kom­mu­nen ge­fragt, ob es bei ih­nen öf­fent­li­che WLAN-Hot­spots gibt. Auch hier lie­gen die Stadt­staa­ten vorn.

Au­ßer­dem un­ter­such­ten die For­scher die Rol­le so­zia­ler Me­di­en. Mit 38 Pro­zent er­reich­te Bran­den­burg hier den bun­des­weit nied­rigs­ten Wert. Spit­zen­rei­ter in Sa­chen So­ci­al Me­dia war Rhein­land-Pfalz, wo 60 Pro­zent die ver­schie­de­nen Diens­te nutz­ten; in Ber­lin wa­ren es 51 Pro­zent der Be­frag­ten. Der In­dex wur­de erst­mals 2017 und nun zum zwei­ten Mal er­ho­ben. 2017 hat­te Ham­burg den ers­ten Platz be­legt.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 17. März 2019

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