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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/310

Ber­li­ner Feu­er­wehr­leu­te und Po­li­zis­ten sind sie­ben Wo­chen im Jahr krank

Dau­er­stress, Un­ter­be­set­zung von Dienst­stel­len und lan­ge Be­reit­schafts­zei­ten füh­ren im öf­fent­li­chen Dienst der Haupt­stadt zu ho­hen Kran­ken­stän­den
Polizeibeamter, Polizei, Polizist, Polizeieinsatz

21.12.2018. (dpa/fle) - Die Krank­heits­stän­de bei der Ber­li­ner Feu­er­wehr und bei den Po­li­zis­ten ha­ben neue Höchst­stän­de er­reicht.

Die knapp 4.000 Feu­er­wehr­leu­te und ih­re Ver­wal­tungs­kol­le­gen mel­de­ten sich im Jahr 2017 im Durch­schnitt 50,4 Ta­ge krank, was ei­nem Plus von 2,4 Ta­gen zum Vor­jahr ent­spricht.

Die rund 22.200 Po­li­zis­ten und wei­te­ren Mit­ar­bei­ter der Be­hör­de ka­men auf durch­schnitt­lich 49,4 Ka­len­der­ta­ge mit Krank­mel­dung. Dies ent­spricht ei­nem Plus von 0,3 Ta­gen.

Ein Feu­er­wehr­mann oder Po­li­zist fällt so­mit im Durch­schnitt et­wa sie­ben Wo­chen pro Jahr krank­heits­be­dingt aus. Das geht aus ei­ner Ant­wort der Se­nats­fi­nanz­ver­wal­tung auf ei­ne An­fra­ge des FDP-Ab­ge­ord­ne­ten Mar­cel Lu­the her­vor. Die Zah­len ent­hal­ten al­ler­dings auch die Ta­ge von vie­len dau­er­haft kran­ken Be­am­ten, die den Durch­schnitt hoch trei­ben.

Auch die knapp 42.000 Leh­rer und wei­te­ren Mit­ar­bei­ter der Se­nats­bil­dungs­ver­wal­tung er­schie­nen et­was mehr als vier Wo­chen (31 Ka­len­der­ta­ge) auf­grund von Krank­heit nicht zur Ar­beit. Das wa­ren ähn­lich vie­le Ta­ge wie in den ver­gan­ge­nen Jah­ren, aber deut­lich we­ni­ger als 2012, als es et­was mehr als 37 Ta­ge wa­ren.

Im ge­sam­ten Durch­schnitt wa­ren die 117.600 Be­schäf­tig­ten im öf­fent­li­chen Dienst, ein­ge­rech­net die Be­am­ten und An­ge­stell­ten in den Se­nats­ver­wal­tun­gen und Be­zir­ken, an 37,4 Ka­len­der­ta­gen krank­ge­mel­det. Auch in den Be­zirks­ver­wal­tun­gen mit ih­ren zwi­schen 1.500 und 2.600 Be­am­ten und An­ge­stell­ten, lie­gen die Zah­len zwi­schen 35 und 45 Ta­gen krank­heits­be­ding­ter Ab­we­sen­heit. Der nied­rigs­te Wert fin­det sich bei den Be­am­ten der Se­nats­kanz­lei des Re­gie­ren­den Bür­ger­meis­ters, wo nur 19,7 Krank­heits­ta­ge pro Be­schäf­tig­tem ge­zählt wur­den.

Der FDP-In­nen­po­li­ti­ker Lu­the sieht die Ur­sa­che für die ho­hen Aus­fall­zei­ten beim Stress. "Ge­ra­de an den Fei­er­ta­gen wird die Über­las­tung un­se­rer Po­li­zei und Feu­er­wehr be­son­ders deut­lich", be­ton­te Lu­the. "Seit 2011 ist Ber­lin um mehr als 10 Pro­zent ge­wach­sen, wir ha­ben 15 Pro­zent mehr Straf­ta­ten, 25 Pro­zent mehr Ein­sät­ze der Feu­er­wehr - und durch den höchs­ten Kran­ken­stand bei Po­li­zei und Feu­er­wehr tat­säch­lich noch we­ni­ger Per­so­nal im Ein­satz als da­mals."

Pro­ble­ma­tisch ist so­mit, dass die Ein­satz­kräf­te durch die krank­heits­be­ding­te Un­ter­be­set­zung zu­sätz­lich be­las­tet wer­den und des­halb selbst öf­ter aus­fal­len. Ber­lin braucht da­her 3.000 zu­sätz­li­che Po­li­zis­ten und 1.000 Feu­er­wehr­leu­te, um das glei­che Leis­tungs­ni­veau von 2011 zu er­rei­chen, mein­te Lu­the. Die Si­cher­heit und der Schutz der Bür­ger sei­en die Kern­auf­ga­be ei­nes je­den Staa­tes, und das wer­de in Ber­lin "im­mer schlech­ter er­reicht", so Lu­the.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 28. Dezember 2018

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