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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/006

Bus­un­ter­neh­men fin­den kei­ne Fah­rer mehr

Wäh­rend der Fern­bus-Markt im­mer wei­ter wächst, ha­ben die Be­trie­be Schwie­rig­kei­ten, die Cock­pits zu be­set­zen.
Bus Cockpit, Busfahrer, Unternehmen finden keine Busfahrer, Fachkräftemangel

08.01.2018. (dpa/wie) - Der Fach­kräf­te­man­gel ist nicht nur in der IT-Bran­che oder im In­ge­nieurs­we­sen zu spü­ren. Auch in den Bus­un­ter­neh­men kämpft man zu­neh­mend mit Per­so­nal­man­gel. "Wir ha­ben in vie­len Re­gio­nen prak­tisch kei­ne Ar­beits­lo­sen mehr, die sich auf of­fe­ne Stel­len be­wer­ben könn­ten", sag­te Karl Hüls­mann, Prä­si­dent des Bun­des­ver­bands Deut­scher Om­ni­bus­un­ter­neh­mer (BDO), der Deut­schen Pres­se-Agen­tur.

Der ste­tig wach­sen­de Fern­bus-Markt und die Al­ters­struk­tur un­ter den rund 103.000 Bus­fah­rer in Deutsch­land sor­gen für ei­nen ho­hen Be­darf an neu­en Ar­beits­kräf­ten. Die Be­trie­be ver­su­chen den Be­ruf in Stel­len­an­zei­gen mit Ad­jek­ti­ven wie "ver­ant­wor­tungs­voll" und "ab­wechs­lungs­reich" mög­lichst at­trak­tiv zu ver­kau­fen. Doch Hüls­mann gibt zu, "es gibt viel­leicht auch be­que­me­re Ar­bei­ten".

Auch die Kos­ten für den Füh­rer­schein in Hö­he von et­wa 10.000 Eu­ro könn­ten po­ten­zi­el­len Nach­wuchs von ei­ner Be­wer­bung ab­hal­ten. Und ob­wohl ei­ni­ge Un­ter­neh­men mitt­ler­wei­le an­bie­ten, sich an die­sen Kos­ten zu be­tei­li­gen, ge­be es trotz­dem kei­ne Leu­te, so Hüls­mann.

Schwie­rig sei es auch, Fah­rer aus dem Aus­land zu re­kru­tie­ren, wie es im Wa­ren­trans­port oft ge­tan wird, da es meis­tens an den Sprach­kennt­nis­sen man­ge­le. Für LKW kön­ne man " je­man­den aus den Nach­bar­län­dern ein­stel­len - die Wa­re un­ter­hält sich ja nicht", er­klär­te der BDO-Prä­si­dent. Eben­so sei es für Flücht­lin­ge noch ein wei­ter Weg bis ans Steu­er, da auch hier die Sprach­bar­rie­re ein Pro­blem dar­stellt. "Ich will ja als Fahr­gast fra­gen kön­nen, wo die Hal­te­stel­le ist und wie viel der Fahr­schein kos­tet", sag­te Hüls­mann. Zu­dem müs­se sei ein ent­spre­chen­der An­er­ken­nungs­sta­tus not­wen­dig und der Füh­rer­schein müs­se ge­macht wer­den.

Ei­ne mög­li­che Lö­sung be­ste­he im au­to­no­men Fah­ren. Dies wür­de bei Bus­sen al­ler­dings noch län­ger dau­ern als bei nor­ma­len Au­tos, weil hier noch Pro­ble­me ge­löst wer­den müss­ten, wie "et­wa das An­fah­ren an ei­ne Hal­te­stel­le in Aus­nah­me­si­tua­tio­nen wie beim Ge­drän­ge kurz nach Schul­schluss", so Hüls­mann.


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Letzte Überarbeitung: 19. März 2018

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