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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/008

"Chro­ni­sche" Ar­beits­lo­sig­keit sinkt

Laut ei­ner Stu­die des IAB ist die "chro­ni­sche" Ar­beits­lo­sig­keit, die sich von der Lang­zeit­ar­beits­lo­sig­keit un­ter­schei­det, seit 2006 deut­lich zu­rück­ge­gan­gen
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09.01.2018. (dpa/wie) - Als lang­zeit­ar­beits­los gel­ten nach § 18 Abs.1 Drit­tes Buch So­zi­al­ge­setz­buch (SGB III) Men­schen, die ein Jahr oder län­ger ar­beits­los sind. Für die For­scher des In­sti­tuts für Ar­beits­markt- und Be­rufs­for­schung (IAB) geht dies für die Be­stim­mung von lang­fris­tig Er­werbs­lo­sen je­doch nicht weit ge­nug.

"Der kon­ven­tio­nel­le In­di­ka­tor Lang­zeit­ar­beits­lo­sig­keit er­fasst nicht die­je­ni­gen, de­ren Ar­beits­lo­sig­keit durch kur­ze Pha­sen der Be­schäf­ti­gung oder durch die Teil­nah­me an ar­beits­markt­po­li­ti­schen Maß­nah­men un­ter­bro­chen wird, und die den­noch am ers­ten Ar­beits­markt nicht rich­tig Fuß fas­sen kön­nen" wird die IAB-Ar­beits­markt­for­sche­rin Re­gi­na Kon­le-Seidl in ei­ner IAB-Pres­se­mel­dung vom 09.01.2018 zi­tiert.

In ei­ner ak­tu­el­len Stu­die un­ter­such­ten die Au­to­ren des­halb die so­ge­nann­te "chro­ni­sche" Ar­beits­lo­sig­keit. Die­se be­zieht auch die von Kon­le-Seidl er­wähn­ten Per­so­nen­grup­pen mit ein, was ein "rea­lis­ti­sche­res Bild" da­von lie­fe­re, "wie vie­le Men­schen nach­hal­ti­ge In­te­gra­ti­ons­pro­ble­me in Be­schäf­ti­gung ha­ben".

Den Er­geb­nis­sen zu­fol­ge ist die Zahl der "chro­nisch Ar­beits­lo­sen" von 2,6 Mil­lio­nen im Jahr 2006 auf 1,2 Mil­lio­nen in 2015 ge­sun­ken. An­tei­lig an der Ge­samt­zahl der Er­werbs­tä­ti­gen und Er­werbs­lo­sen in die­sem Zeit­raum sei das ein Rück­gang von mehr als 50 Pro­zent. Knapp die Hälf­te der Ar­beits­lo­sen die­ser Grup­pe be­fin­de sich seit min­des­tens fünf Jah­ren in die­sem Sta­tus. Al­ler­dings schaf­fen es rund 15 Pro­zent in­ner­halb von fünf Jah­ren in ein län­ger­fris­ti­ges Be­schäf­ti­gungs­ver­hält­nis.

Die Lang­zeit­ar­beits­lo­sig­keit ver­rin­ger­te sich im sel­ben Zeit­raum von 1,9 Mil­lio­nen auf et­wa 500.000 Per­so­nen.

Grün­de für die Ver­rin­ge­rung der "chro­ni­schen" Ar­beits­lo­sig­keit sind laut IAB-Ex­per­ten die Hartz-IV-Re­for­men so­wie die po­si­ti­ve Kon­junk­tur­ent­wick­lung der letz­ten 10 Jah­re. Au­ßer­dem sei­en be­ruf­li­che Wei­ter­bil­dungs­maß­nah­men und Lohn­kos­ten­zu­schüs­se wich­ti­ge Fak­to­ren.


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Letzte Überarbeitung: 12. November 2018

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