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Deut­sche Bank plant har­ten Per­so­nal­schnitt

Der ra­di­ka­le Kon­zern­um­bau bei der Deut­schen Bank wird tau­sen­de Jobs Kos­ten. Wie vie­le ge­nau, ist aber nach wie vor un­klar
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08.10.2019. (dpa/fle) - Die Spe­ku­la­tio­nen über den Job­ab­bau bei der Deut­schen Bank auf ih­rem Hei­mat­markt rei­ßen nicht ab.

"So­bald Ent­schei­dun­gen über den kon­kre­ten Stel­len­ab­bau ge­fal­len sind, wer­den sie zu­al­ler­erst mit den Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen in den be­trof­fe­nen Be­rei­chen be­spro­chen", er­klär­te die Deut­sche Bank am Diens­tag.

Dem Ver­neh­men nach ver­han­delt das In­sti­tut wei­ter mit Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tern. Zu­vor hat­te es in ei­nem Agen­tur­be­richt ge­hei­ßen, von den 18.000 Voll­zeit­stel­len, die welt­weit ge­stri­chen wer­den sol­len, könn­ten et­wa 9.000 auf Deutsch­land ent­fal­len.

Auch in Deutsch­land wer­de ei­ne sub­stan­zi­el­le Zahl von Stel­len weg­fal­len, da es der mit Ab­stand größ­te Stand­ort der Deut­schen Bank ist, be­kräf­tig­te das In­sti­tut. Der ge­plan­te Ab­bau von Ar­beits­plät­zen im Zu­ge der In­te­gra­ti­on der Post­bank sei in der Ge­samt­zahl von 18.000 Stel­len ent­hal­ten. Im Pri­vat­kun­den­ge­schäft, zu dem die Post­bank ge­hört, war be­reits ein wei­te­rer Ab­bau von gut 2.000 Voll­zeit­jobs ver­ein­bart wor­den.

Im Zu­ge des An­fang Ju­li ver­kün­de­ten ra­di­ka­len Kon­zern­um­baus will Deutsch­lands größ­tes Geld­haus die Zahl der Voll­zeit­stel­len bis zum En­de des Jah­res 2022 auf et­wa 74.000 schrump­fen. "Ei­ne Auf­tei­lung nach Re­gio­nen und Be­rei­chen ha­ben wir da­mals nicht kom­mu­ni­ziert, und wir wer­den dies auch wei­ter­hin nicht tun", teil­te das In­sti­tut mit. Ei­nen wei­te­ren Stel­len­ab­bau über die Plä­ne hin­aus, die der Vor­stand ver­kün­det ha­be, pla­ne die Bank nicht.

Zu­vor hat­te das In­sti­tut mit­ge­teilt: "Dort, wo es zu ei­nem Ab­bau von Ar­beits­plät­zen kom­men wird, wer­den wir di­rekt mit un­se­ren Mit­ar­bei­tern über ih­re Ar­beits­plät­ze und die ih­nen zur Ver­fü­gung ste­hen­den Al­ter­na­ti­ven spre­chen." Man wer­de al­les tun, um bei der Um­set­zung der Ver­än­de­run­gen so ver­ant­wor­tungs­be­wusst und sen­si­bel wie mög­lich zu sein.

Vor­stands­chef Chris­ti­an Sewing hat­te be­reits im Som­mer in ei­nem In­ter­view ge­sagt: "Na­tür­lich wird auch in Deutsch­land ei­ne sub­stan­zi­el­le Zahl an Stel­len weg­fal­len." En­de März 2019 hat­te die Deut­sche Bank auf Voll­zeit­kräf­te um­ge­rech­net welt­weit knapp 91.500 Mit­ar­bei­ter, da­von gut 41.500 in Deutsch­land.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 8. Oktober 2019

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