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Deut­sche Se­nio­ren wer­den im­mer ak­ti­ver

Ob zur Wei­ter­bil­dung an ei­ner Hoch­schu­le oder aus so­zia­len As­pek­ten noch im Be­ruf - die Ge­ne­ra­ti­on ab 65 ist dy­na­mi­scher als je­mals zu­vor
Renter, Senioren, Rentenalter, vital und aktiv im Alter

18.10.2018. (dpa/fle) - Die Se­nio­ren in Deutsch­land sind heu­te deut­lich ak­ti­ver als noch vor ei­ni­gen Jah­ren.

Die Zahl der Ar­bei­ten­den im Ren­ten­al­ter hat sich mehr als ver­dop­pelt und auch die An­mel­dun­gen an Hoch­schu­len und in Kur­sen stie­gen deut­lich an.

"Äl­te­re Men­schen sind heu­te so ak­tiv wie nie", sag­te der Lei­ter des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes, Ge­org Thiel, bei der Vor­stel­lung ak­tu­el­ler Zah­len zur Ge­ne­ra­ti­on ab 65.

Im ver­gan­ge­nen Jahr wa­ren der Sta­tis­tik zu­fol­ge 16,1 Pro­zent der 65- bis 69-Jäh­ri­gen er­werbs­tä­tig. 2007 wa­ren es le­dig­lich 7,1 Pro­zent - al­so we­ni­ger als die Hälf­te. Un­ter den Män­nern war der An­teil der Ar­bei­ten­den in die­ser Al­ters­grup­pe mit 20,2 Pro­zent deut­lich hö­her als un­ter den Frau­en (12,3 Pro­zent). Da es für Selbst­stän­di­ge kein fes­tes Ren­ten­ein­tritts­al­ter gibt, sind sie un­ter den äl­te­ren Ar­bei­ten­den be­son­ders stark ver­tre­ten. 2017 war rund ein Drit­tel der Er­werbs­tä­ti­gen zwi­schen 65 und 74 selbst­stän­dig. In der Al­ters­grup­pe dar­un­ter mach­ten sie nur 13 Pro­zent aus.

Clau­dia Vo­gel vom Deut­schen Zen­trum für Al­ters­fra­gen sag­te der Deut­schen Pres­se-Agen­tur: "Das sind zum Groß­teil Men­schen, die noch ar­bei­ten wol­len und das auch kön­nen." Sie lei­tet den re­gel­mä­ßig durch­ge­führ­ten Al­ters­sur­vey des Zen­trums. Die letz­te Er­he­bung aus dem Jahr 2014 fand her­aus: Spaß an der Ar­beit war mit gro­ßem Ab­stand der häu­figs­te Grund, war­um Men­schen im Ren­ten­al­ter noch ar­bei­te­ten (67 Pro­zent) - ge­folgt am In­ter­es­se an an­de­ren Men­schen. Nur knapp 40 Pro­zent ga­ben an, aus fi­nan­zi­el­len Grün­den wei­ter zu ar­bei­ten.

Doch nicht nur am Ar­beits­platz hal­ten sich die Se­nio­ren fit: Zum ver­gan­ge­nen Win­ter­se­mes­ter wa­ren 14.900 Men­schen ab 65 an deut­schen Hoch­schu­len ein­ge­schrie­ben. Weil der An­teil der Gast­hö­rer ins­ge­samt zu­rück­ging, er­höh­te sich ihr An­teil auf 41 Pro­zent. Zehn Jah­re zu­vor wa­ren es mit 12.800 Gast­hö­rern noch 33 Pro­zent. Auch an Volks­hoch­schu­len stei­gen die Teil­neh­mer­zah­len un­ter den Äl­te­ren. Ei­ne wich­ti­ge Quel­le für In­for­ma­tio­nen ist auch für Äl­te­re mitt­ler­wei­le das In­ter­net: Im ers­ten Quar­tal 2017 war be­reits je­der Zwei­te (50 Pro­zent) ab 65 Jah­ren in Deutsch­land on­line.

Vo­gel führt den ak­ti­ven Le­bens­stil vie­ler Se­nio­ren auf ei­ne bes­se­re Ge­sund­heit und ein hö­he­res Bil­dungs­ni­veau zu­rück. Bei­des sei deut­lich ge­stie­gen. Und: "Es wird heu­te von der Ge­sell­schaft stär­ker er­war­tet, dass man sich auch im Al­ter ak­tiv be­tei­ligt", sag­te die For­sche­rin.

En­de 2017 wa­ren dem Sta­tis­ti­schen Bun­des­amt zu­fol­ge 17,7 Mil­lio­nen Men­schen in Deutsch­land 65 oder äl­ter. Das ist mehr als je­der Fünf­te. Klar ist: Es wer­den mehr - vor al­lem, wenn ab et­wa 2020 die so­ge­nann­ten Ba­by­boo­mer in Ren­te ge­hen. Ei­ne Be­rech­nung des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes geht da­von aus, dass der An­teil der Se­nio­ren im Jahr 2060 bei 31 Pro­zent lie­gen wird - das wä­re fast je­der Drit­te.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 21. Oktober 2018

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