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ARBEITSRECHT AKTUELL // 17/211

Eng­päs­se in Ord­nungs­äm­tern

Park­sün­der kom­men oft un­ge­straft da­von: In Hes­si­schen Städ­ten wer­den vie­le Falsch­par­ker nicht be­langt, da es zu we­nig Kon­trol­leu­re gibt

10.08.2017. (dpa) - Wer im Rhein-Main-Ge­biet falsch parkt, wird da­für mo­men­tan oft nicht zur Re­chen­schaft ge­zo­gen.

Schon seit ei­ni­ger Zeit kämpft et­wa die Stadt Wies­ba­den nach Aus­sa­ge ei­nes Spre­chers da­mit, die Park-Kon­trol­leur-Stel­len im Ord­nungs­amt zu be­set­zen.

Gleich­zei­tig be­schwe­ren sich vie­le Bür­ger, die ei­nen An­woh­ner­aus­weis ha­ben, dar­über, dass im­mer häu­fi­ger frem­de Au­tos auf ih­rem Stell­platz ste­hen wür­den, oh­ne be­langt zu wer­den. Grund da­für sind Um­struk­tu­rie­run­gen in der Ver­wal­tung. Die "kom­mu­na­le Ver­kehrs­po­li­zei", wie sie neu­er­dings heißt, stößt an ih­re Gren­zen.

"Im Früh­jahr hat sich aus CDU, SPD und den Grü­nen das Um­welt- und Ver­kehrs­de­zer­nat ge­bil­det und An­fang Mai dar­aus das Stra­ßen­ver­kehrs­amt, das für die Ver­kehrs­über­wa­chung zu­stän­dig ist", sag­te ein Spre­cher der Stadt der Deut­schen Pres­se-Agen­tur.

Durch die­se Um­struk­tu­rie­rung ha­be es zeit­wei­se deut­lich we­ni­ger Per­so­nal für Auf­ga­ben wie das Ver­tei­len von Knöll­chen ge­ge­ben. Zu­vor sei die Stadt­po­li­zei da­für ver­ant­wort­lich ge­we­sen, doch die­se Tä­tig­keit sei im Zu­ge der Um­struk­tu­rie­rung von den Auf­ga­ben der Po­li­zei aus­ge­glie­dert wor­den. "Die Stadt ver­sucht, die­se Lü­cken zu schlie­ßen, in­dem sie jetzt auf ex­ter­nes Fach­per­so­nal und Leih­ar­bei­ter zu­rück­greift", sag­te der Spre­cher.

Die Stadt Of­fen­bach hat­te schon in Ver­gan­gen­heit mit die­sem Pro­blem zu kämp­fen. Da­her wur­den das Kon­troll­amt pri­va­ti­siert und ei­ne Fir­ma be­auf­tragt, die Leih­ar­bei­ter be­schäf­tigt. "Für Of­fen­bach sind acht Kon­trol­leu­re täg­lich im Ein­satz, zwei Schich­ten mit je­weils vier Per­so­nen", sag­te Jens Teschner, Ab­tei­lungs­lei­ter für Öf­fent­li­che Si­cher­heit und Ver­kehr. Seit über 20 Jah­ren sei die Tä­tig­keit be­reits in pri­va­ten Hän­den.

"Al­ler­dings be­ob­ach­ten wir ei­ne ho­he Fluk­tua­ti­on. Vie­le von den Leih­ar­bei­tern wan­dern vom Dienst­leis­ter ab und ar­bei­ten spä­ter für die Stadt­po­li­zei, sind al­so nicht mehr für die Knöll­chen zu­stän­dig", sag­te Teschner. In Frank­furt ist der Per­so­nal­män­gel nicht so groß wie in Wies­ba­den, ent­spannt ist die La­ge aber trotz­dem nicht. "Wir kom­men un­se­ren Kon­troll­pflich­ten nach, aber flä­chen­de­ckend kön­nen wir sie nicht durch­füh­ren. Des­halb wün­schen sich die Orts­bei­rä­te von der Stadt­po­li­tik mehr Kon­trol­len im Au­ßen­be­reich", sag­te ein Spre­cher des Ver­kehrs­de­zer­nats der Deut­schen Pres­se-Agen­tur.

Ein wei­te­res Pro­blem sei, dass nur städ­ti­sche Mit­ar­bei­ter im Ernst­fall das Ab­schlep­pen von Fahr­zeu­ge be­an­tra­gen könn­ten. Mo­men­tan be­schäf­ti­ge die Stadt 60 Leih­ar­bei­ter, ha­be aber 20 neue Stel­len im Stra­ßen­ver­kehrs­amt ge­schaf­fen, die mit städ­ti­schen An­ge­stell­ten be­setzt sei­en. "Un­ser Ziel ist ei­ne Re­kom­mu­na­li­sie­rung. Wir wol­len ex­ter­ne An­ge­stell­te ins städ­ti­sche Per­so­nal ein­glie­dern und wie­der die Re­gie in un­se­rer ei­ge­nen Stadt füh­ren", sag­te der Spre­cher.

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Letzte Überarbeitung: 30. August 2017

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