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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/068

Equal Pay Day 2018

An­läss­lich des Ak­ti­ons­ta­ges für Lohn­gleich­heit von Män­nern und Frau­en ha­ben die Job­por­ta­le In­de­ed und Steps­to­ne über ak­tu­el­le Stu­di­en zum Gen­der Pay Gap in­for­miert
Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen, Gender Pay Gap

16.03.2018. (dpa/wie) - Der Equal Pay Day fei­ert am 18. März die­ses Jahr in Deutsch­land sein zehn­jäh­ri­ges Ju­bi­lä­um. Wäh­rend der Ak­ti­ons­tag für Lohn­gleich­heit von Män­nern und Frau­en hier­zu­lan­de erst­mals 2008 statt­fand, hat er sei­nen Ur­sprung in den USA, wo er be­reits 1966 ins Le­ben ge­ru­fen wur­de.

Aus die­sem An­lass in­for­miert das Job­por­tal Steps­to­ne über sei­nen Ge­halts­re­port 2018, wo­nach Frau­en in Füh­rungs­po­si­tio­nen im Schnitt rund 27 Pro­zent we­ni­ger ver­die­nen als Män­ner mit Per­so­nal­ver­ant­wor­tung. Je hö­her man in der Hier­ar­chie schaut, des­to grö­ßer wird auch der Ge­halts­un­ter­schied.

Dem­nach be­trägt der Gen­der Pay Gap im un­te­ren Ma­nage­ment, al­so bei Team­lei­tern und ähn­li­chen Po­si­tio­nen, rund 21 Pro­zent. Auf der mitt­le­ren Stu­fe, et­wa bei Be­reichs­lei­tern, ver­die­nen Frau­en be­reits 27 Pro­zent we­ni­ger. Un­ter den Ge­schäfts­füh­rern an der Spit­ze der Hier­ar­chie wächst die Dif­fe­renz gar auf 42 Pro­zent an.

Der Aus­wer­tung zu­fol­ge spielt die Grö­ße der Un­ter­neh­men kei­ne Rol­le, da bei klei­nen und Gro­ßen Be­trie­ben in et­wa glei­che Lohn­un­ter­schie­de herr­schen. Ein wich­ti­ger Fak­tor ist da­ge­gen die Bran­che. So wur­de der ge­rings­te Gen­der Pay Gap im IT-Be­reich (10 Pro­zent) und bei Pfle­ge­fach­kräf­ten (15 Pro­zent). Die größ­te Ge­halts­lü­cke klafft dem Be­richt nach in Fi­nanz­be­ru­fen (33 Pro­zent) so­wie im Ver­trieb (23 Pro­zent) und Mar­ke­ting (23 Pro­zent).

In­ter­es­sant ist da­bei auch, dass 77 Pro­zent der Män­ner der Mei­nung sind, dass die Ge­häl­ter der weib­li­chen Ar­beit­neh­mer an­ge­ho­ben wer­den soll­ten, um die Lü­cke zu schlie­ßen, wie aus ei­ner Um­fra­ge der Job­sei­te In­de­ed her­vor­geht. Rund neun von zehn Frau­en sa­hen das eben­so.

In­ter­es­sant ist auch, dass 58 Pro­zent der männ­li­chen Teil­neh­mer glau­ben, dass bei ih­rem Ar­beit­ge­ber gleich­wer­tig be­zahlt wird. Mit 48 Pro­zent wa­ren die Frau­en da­hin­ge­hend et­was skep­ti­scher. Im­mer­hin für zwei Drit­tel der be­frag­ten Ar­beit­neh­mer wür­den glei­che Ge­häl­ter für Män­ner und Frau­en die At­trak­ti­vi­tät des Un­ter­neh­mens er­hö­hen. Die­ser Wert er­gibt sich je­doch aus 64 Pro­zent Zu­stim­mung sei­tens der männ­li­chen Teil­neh­mer und 84 Pro­zent der Frau­en.


Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 20. April 2018

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