HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/206

Er­satz-Ar­beits­plät­ze für Braun­koh­le­ar­bei­ter ge­for­dert

Sach­sens Mi­nis­ter­prä­si­dent for­dert von der Bun­des­re­gie­rung Lö­sun­gen für weg­fal­len­de Ar­beits­plät­ze im Fal­le ei­nes vor­zei­ti­gen Braun­koh­le­aus­stie­ges
Kohleausstieg, Bergbau Braunkohle, Braunkohletagebau Garzweiler

22.08.2018. (dpa/wie) - In den ost­deut­schen Bun­des­län­dern macht man sich Sor­gen um ei­nen vor­zei­ti­gen Braun­koh­le­aus­stieg und da­durch weg­fal­len­de Ar­beits­plät­ze.

Die­se sol­len laut Sach­sens Mi­nis­ter­prä­si­dent Mi­cha­el Kret­sch­mar (CDU) durch ta­rif­ge­bun­de­ne Be­schäf­ti­gungs­ver­hält­nis­se mit ho­her Wert­schöp­fung er­setzt wer­den, wie er MDR ak­tu­ell er­klär­te. Dies sei vor al­lem Auf­ga­be der Bun­des­re­gie­rung. Es kön­ne nicht sein, dass die Po­li­tik über den Koh­le­aus­stieg ent­schei­de "und dann wer­den die Leu­te ar­beits­los".

Im Fal­le ei­nes Aus­stiegs müs­se die In­fra­struk­tur so aus­ge­baut wer­den, dass sich For­schungs­ein­rich­tun­gen an­sie­deln, so Kret­sch­mar. "Um die be­gon­ne­ne En­er­gie­wen­de er­folg­reich fort­zu­set­zen, brau­chen wir in­tel­li­gen­te und in­no­va­ti­ve Lö­sun­gen - et­wa in der Spei­cher­tech­nik oder beim Ein­satz von Strom im Ver­kehrs- und Wär­me­sek­tor", sag­te Kret­sch­mer wei­ter.

Zu­dem ha­ben die ost­deut­schen Re­gie­rungs­chefs be­reits ei­ne So­fort­hil­fe in Hö­he von 100 Mil­lio­nen Eu­ro vom Bund ge­for­dert, um den Struk­tur­wan­del be­glei­ten­de Pro­jek­te in den be­trof­fe­nen Län­dern um­set­zen zu kön­nen.

SPD und CDU/CSU ha­ben sich im Ko­ali­ti­ons­ver­trag auf Bun­des­mit­tel zur Struk­tur­ent­wick­lung der Braun­koh­le­ge­bie­te mit ei­nem Vo­lu­men von 1,5 Mil­li­ar­den Eu­ro ge­ei­nigt. Nach Mei­nung des Mi­nis­ter­prä­si­den­ten aus Sach­sen-An­halt, Rei­ner Ha­seloff (CDU) kön­ne das nur ein ers­ter Schritt sein, dem wei­te­re Mil­li­ar­den fol­gen müss­ten. Zu­dem be­ton­te auch er noch­mals die For­de­rung nach ei­ner So­fort­hil­fe.

Ei­ner Stu­die des In­sti­tuts für an­ge­wand­te Öko­lo­gie zu­fol­ge ist die La­ge in Be­zug auf weg­fal­len­de Ar­beits­plät­ze nicht so dra­ma­tisch (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 18/183 Kaum be­triebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen durch Braun­koh­le-Aus­stieg). Dem­nach ver­lau­fe der Struk­tur­wan­del ent­lang der na­tür­li­chen Al­ters­gren­ze. Das heißt, in­ner­halb des Aus­stiegs­pro­zes­se wür­de ein Groß­teil der Be­schäf­tig­ten in den Ru­he­stand ge­hen, da über die Hälf­te be­reits 50 Jah­re und äl­ter ist.


Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 22. August 2018

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email* Nachname
  Abmelden   *Pflichtangabe

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2018:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de