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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/020

Ers­te Ta­rif­run­de bei der Deut­schen Post

Zwi­schen der Deut­schen Post und der Ge­werk­schaft Ver.di be­gin­nen die Ver­hand­lun­gen über ei­nen neu­en Ta­rif­ver­trag
Deutsche Post, Postbote, Briefträger

23.01.2018. (dpa/wie) - Bei der Deut­schen Post star­tet am heu­ti­gen Diens­tag in Nie­der­kas­sel die ers­te Ver­hand­lungs­run­de über ei­nen neu­en Ta­rif­ver­trag für die rund 130.000 Ta­rif­be­schäf­tig­ten.

Bei den letz­ten Ver­hand­lun­gen im Jahr 2015 kam es zum bis­her hef­tigs­ten Ta­rif­kon­flikt bei dem Lo­gis­tik­un­ter­neh­men (wir be­rich­te­ten u.a. in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 15/175 Ta­rif­ei­ni­gung bei der Post - Streik geht am Diens­tag zu En­de). Die Post hat­te knapp 50 re­gio­na­le Pa­ket­ge­sell­schaf­ten ge­grün­det, in de­nen die Pa­ket­zu­stel­ler zu den schlech­te­ren Kon­di­tio­nen der Lo­gis­tik­bran­che be­zahlt wur­den. Die Ge­werk­schaft Ver.di for­der­te des­halb ei­ne Rück­kehr der Ge­sell­schaf­ten un­ter das Dach des Haus­ta­rif­ver­tra­ges.

Nach et­li­chen Ver­hand­lungs­run­den und wo­chen­lan­gen Streiks konn­te man sich schließ­lich auf ei­nen Ta­rif­ab­schluss ei­ni­gen, der ins­ge­samt 3,7 Pro­zent mehr Geld in zwei Schrit­ten und ei­ne Ein­mal­zah­lung in Hö­he von 400 Eu­ro vor­sah. Die aus­ge­grün­de­ten Pa­ket­ge­sell­schaf­ten DHL De­li­very wur­den zwar nicht in den Ta­rif­ver­trag ein­ge­bun­den, die Deut­sche Post ver­pflich­te­te sich al­ler­dings, ih­re ak­tu­ell im Un­ter­neh­men ar­bei­ten­den Pa­ket­zu­stel­ler beim Mut­ter­kon­zern zu be­hal­ten.

Für die dies­jäh­ri­gen Ver­hand­lun­gen hat die Ge­werk­schaft ei­ne For­de­rung in hö­he von sechs Pro­zent mehr Lohn für die Be­schäf­tig­ten an­ge­kün­digt. Au­ßer­dem sol­len die An­ge­stell­ten die Mög­lich­keit er­hal­ten, zwi­schen mehr Geld und mehr Ur­laubs­ta­gen zu wäh­len.

Die Deut­sche Post DHL deu­te­te an, dass ein sol­cher Ge­halts­an­stieg viel zu hoch sei, u.a. weil auch die Brief­men­gen von Jahr zu Jahr zu­rück­gin­gen. Be­reits bei den letz­ten Ver­hand­lun­gen be­ton­te das Un­ter­neh­men im­mer wie­der, dass die Be­zah­lung be­reits dop­pelt so hoch aus­fal­le, wie bei den Wett­be­wer­bern. Das sei ei­ne Ge­fähr­dung für die Zu­kunft des Kon­zerns.

Dem­ent­spre­chend ist da­von aus­zu­ge­hen, dass sich die Ver­hand­lun­gen er­neut über vie­le Wo­chen hin­zie­hen wer­den. Ein ähn­lich bri­san­tes The­ma, wie das der re­gio­na­len Pa­ket­ge­sell­schaf­ten, ist in die­sem Jahr je­doch nicht ab­zu­se­hen.


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Letzte Überarbeitung: 23. Februar 2018

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