HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/251

Feh­ler bei der Ar­beit of­fen an­spre­chen oder lie­ber schwei­gen?

Miss­ge­schi­cke und Fehl­ent­schei­dun­gen wer­den in vie­len Un­ter­neh­men zu sel­ten be­spro­chen. Be­son­ders un­gern wer­den Feh­ler nach oben und nach un­ten ge­mel­det
Streit und Konflikt am Arbeitsplatz, zwei Geschäftsmänner streiten, Konfliktkosten

15.10.2018. (dpa/fle) - In vie­len Un­ter­neh­men wird über Feh­ler nicht of­fen und kon­struk­tiv ge­spro­chen.

Ei­ner Um­fra­ge der Un­ter­neh­mens­be­ra­tung Ernst & Young (EY) zu­fol­ge se­hen zwar 66 Pro­zent der Füh­rungs­kräf­te in ih­rem Un­ter­neh­men ei­ne of­fe­ne Dis­kus­si­ons­kul­tur zwi­schen Mit­ar­bei­tern und Vor­ge­setz­ten. Un­ter den be­frag­ten Mit­ar­bei­tern stimm­ten die­ser Aus­sa­ge aber nur 42 Pro­zent zu.

18 Pro­zent der 800 be­frag­ten An­ge­stell­ten mein­ten, dass Feh­ler in ih­rem Un­ter­neh­men gar nicht an­ge­spro­chen wür­den. In die­sem Sin­ne äu­ßer­ten sich auch 7 Pro­zent der 218 Füh­rungs­kräf­ten, die an der am Sonn­tag ver­öf­fent­lich­ten Um­fra­ge des Be­ra­tungs­un­ter­neh­mens teil­nah­men. Haupt­grün­de für das Ver­tu­schen von Feh­lern sind, so die Ein­schät­zung der Be­frag­ten, die Sor­ge vor Nach­tei­len für die ei­ge­ne Kar­rie­re oder so­gar die Angst da­vor, den ei­ge­nen Job zu ver­lie­ren.

Un­ter den An­ge­stell­ten sind wei­ter­hin 57 Pro­zent der An­sicht, dass Feh­ler ver­tuscht wür­den, weil Mit­ar­bei­ter be­fürch­te­ten, als Über­brin­ger schlech­ter Nach­rich­ten zum Bau­ern­op­fer zu wer­den. Die Mehr­heit der Füh­rungs­kräf­te (54 Pro­zent) sieht die Angst vor dem Ge­sichts­ver­lust als größ­tes Hin­der­nis auf dem Weg zu ei­ner po­si­ti­ven Feh­ler­kul­tur.

Die EY-Be­ra­ter ra­ten: Ein kon­struk­ti­ver Um­gang mit Feh­lern ist wich­tig, da­mit Mit­ar­bei­ter nicht aus­ge­bremst wer­den. "Wäh­rend un­ter den Mit­glie­dern ei­nes Teams Feh­ler durch­aus the­ma­ti­siert wer­den, gibt es nach oben und un­ten deut­li­che Ta­bus und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­bar­rie­ren", stell­te EY-Part­ner Nel­son Taap­ken fest. "Die­se ge­fähr­den die In­no­va­ti­ons­fä­hig­keit der Un­ter­neh­men, da die Mit­ar­bei­ter in ei­nem sol­chen Um­feld kein Ri­si­ko wa­gen."

Ei­nig sind sich Füh­rungs­kräf­te (85 Pro­zent) und Mit­ar­bei­ter (80 Pro­zent) dar­in, dass die Ge­fahr Feh­ler zu ma­chen mit der Di­gi­ta­li­sie­rung teil­wei­se steigt.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 15. Oktober 2018

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email* Nachname
  Abmelden   *Pflichtangabe

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2018:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de