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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/045

Frau­en, Flücht­lin­ge und Fach­kräf­te im Mit­tel­stand

Ei­ner De­loit­te-Stu­die zu­fol­ge setz­ten mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men stär­ker auf Frau­en in Füh­rungs­po­si­tio­nen und auf die In­te­gra­ti­on von Flücht­lin­gen
deutscher Mittelstand, mittelständisches Unternehmen, Familienbetrieb, Familienunternehmen

20.02.2018. (dpa/wie) - "In Zei­ten di­gi­ta­ler Trans­for­ma­ti­on, zu­neh­men­den welt­wei­ten Wett­be­werbs, Fach­kräf­te­man­gel so­wie wei­te­rer Um­brü­che steht auch der Mit­tel­stand un­ter star­kem Ver­än­de­rungs­druck", er­klärt Lutz Mey­er, Part­ner und Lei­ter des Mit­tel­stands­pro­gramms bei De­loit­te im Rah­men der ak­tu­el­len Stu­die "Ar­beits­wel­ten 4.0 im Mit­tel­stand".

Laut der Aus­wer­tung nimmt der Mit­tel­stand ei­ne Vor­bild­rol­le in Be­zug auf Frau­en in Füh­rungs­po­si­tio­nen ein. Dem­nach sind mit­tel­stän­di­sche Chef­eta­gen zu 18 Pro­zent mit Frau­en be­setzt. In Groß­un­ter­neh­men sind es ge­ra­de mal 8 Pro­zent, wo­bei 85 Pro­zent die­ser Kon­zer­ne ih­re Füh­rungs­po­si­tio­nen voll­stän­dig männ­lich be­setzt ha­ben.

In der Stu­die wur­de au­ßer­dem zwi­schen er­folg­rei­chen und we­ni­ger er­folg­rei­chen Be­trie­ben un­ter­schie­den. Bei den er­folg­rei­chen Un­ter­neh­men wa­ren ins­ge­samt 41 Pro­zent der Be­schäf­tig­ten Frau­en, der An­teil bei den we­ni­ger er­folg­rei­chen Fir­men lag bei 34 Pro­zent.

Zu­dem setzt der Mit­tel­stand laut der Stu­die stär­ker auf die In­te­gra­ti­on von Flücht­lin­gen in den Be­triebs­all­tag als an­de­re. "Vie­le Mit­tel­ständ­ler se­hen die An­stel­lung von Flücht­lin­gen als In­ves­ti­ti­on in die Zu­kunft", er­läu­tert Prof. Dr. Pa­trick Ul­rich, Lehr­stuhl­in­ha­ber für Un­ter­neh­mens­füh­rung und -kon­trol­le an der Hoch­schu­le Aa­len. "Die mit­tel­stän­di­schen Un­ter­neh­men pla­nen, im Jahr 2022 bis zu 2,4 Pro­zent ih­rer Stel­len an Flücht­lin­ge zu ver­ge­ben, was ca. 500.000 Stel­len ent­sprä­che", so Ul­rich wei­ter.

Die Be­trie­ben hof­fen, von der in­ter­kul­tu­rel­len Kom­pe­tenz zu pro­fi­tie­ren, se­hen al­ler­dings auch Pro­ble­me bei den As­pek­ten Spra­che und Qua­li­fi­ka­ti­on, heißt es in der Stu­die. Be­son­ders re­le­vant ist für die Teil­neh­mer je­doch der Fach­kräf­te­man­gel. Der Kampf um ta­len­tier­ten Nach­wuchs sei durch die At­trak­ti­vi­tät des Un­ter­neh­mens mit Hil­fe von Ar­beits­mo­del­len oder "Ar­beits­wel­ten" zu ge­win­nen.

"An­ge­sichts der de­mo­gra­fi­schen Ent­wick­lung und des all­ge­mei­nen, di­gi­ta­li­sie­rungs­be­ding­ten Wan­dels in der Ar­beits­welt steht der Mit­tel­stand un­ter Zug­zwang", gibt Mar­kus Seiz, Di­rec­tor bei De­loit­te, zu be­den­ken. Der Mit­tel­stand kön­ne al­ler­dings zu den Ge­win­nern der Ent­wick­lung ge­hö­ren, wenn er "neue Ar­beits­for­men mit den tra­di­tio­nel­len Stär­ken" ver­bin­de.


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Letzte Überarbeitung: 14. August 2018

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