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Ge­bäu­de­rei­ni­ger strei­ken für Weih­nachts­geld

Ei­ne ta­rif­li­che Son­der­zah­lung ist bei Ge­bäu­de­rei­ni­gern die Aus­nah­me. Das will die IG BAU jetzt än­dern
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20.11.2018. (dpa/fle) - Im Kampf für ein ta­rif­li­ches Weih­nachts­geld hat die Ge­werk­schaft IG Bau­en-Agrar-Um­welt ( IG BAU) für Ge­bäu­de­rei­ni­ger zu ei­nem bun­des­wei­ten Warn­streik aus­ge­ru­fen.

Die ers­ten Streiks hät­ten um Mit­ter­nacht be­gon­nen, teil­ten die Ar­beit­neh­mer­ver­tre­ter am Mon­tag­mor­gen mit.

Laut der Ge­werk­schaft IG BAU ver­sam­mel­ten sich die Be­schäf­tig­ten un­ter an­de­rem an den bei­den größ­ten deut­schen Flug­hä­fen in Mün­chen und Frank­furt so­wie an In­dus­trie­be­trie­ben wie Volks­wa­gen in Bau­na­tal oder Thys­sen­krupp in Duis­burg.

Al­lein am Frank­fur­ter Flug­ha­fen hät­ten am Mor­gen mehr als 200 Be­schäf­tig­te die Rei­ni­gungs­mit­tel ste­hen ge­las­sen und sich zu ei­ner De­mons­tra­ti­on auf­ge­macht, be­rich­te­te ein Spre­cher. Im Lau­fe des Ta­ges soll­ten zu­dem Kran­ken­häu­ser, Ver­wal­tun­gen und Schu­len be­streikt wer­den. Ge­plant wa­ren Streiks in rund 150 Ob­jek­ten.

Der Bun­des­in­nungs­ver­band des Ge­bäu­de­rei­ni­ger-Hand­werks hat­te die For­de­rung der IG BAU nach ei­nem ta­rif­li­chen Weih­nachts­geld zu­letzt ab­ge­lehnt. Da­bei ver­wie­sen die Ar­beit­ge­ber auf be­reits ver­ein­bar­te Lohn­er­hö­hun­gen, die im Lau­fe des Jah­res 2020 zu glei­cher Be­zah­lung in den Ta­rif­ge­bie­ten West und Ost führ­ten. Da­ne­ben sei wirt­schaft­lich kein Spiel­raum für ein 13. Mo­nats­ge­halt, hieß es in ei­ner Mit­tei­lung vom 9. No­vem­ber.

Das Hand­werk Ge­bäu­de­rei­ni­gung mit rund 600.000 Be­schäf­tig­ten ist ei­ne von ganz we­ni­gen Ta­rif­bran­chen, in de­nen kein Weih­nachts­geld ge­zahlt wird. Die Ge­werk­schaft ver­langt ei­ne zu­sätz­li­che Zah­lung von rund der Hälf­te ei­nes Mo­nats­lohns, bei län­ge­rer Be­triebs­zu­ge­hö­rig­keit soll es bis zu 70 Pro­zent ge­ben. Die vie­len Teil­zeit­be­schäf­tig­ten soll­ten in glei­cher Wei­se nach ih­rer tat­säch­li­chen Ar­beits­zeit be­tei­ligt wer­den.

"Wir hat­ten er­war­tet, dass die Ar­beit­ge­ber in­zwi­schen ver­stan­den ha­ben: Die­se Bran­che muss at­trak­ti­ver wer­den. Das wird sie ganz si­cher nicht mit Dum­ping­me­tho­den", er­klär­te Bun­des­vor­stands­mit­glied Ul­ri­ke Laux.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 22. November 2018

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