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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/234

Ta­rif­ver­trag: Ge­halts­stei­ge­rung in der Che­mie-In­dus­trie

Ge­werk­schaft und Ar­beit­ge­ber der Che­mie-Bran­che ha­ben sich auf ei­ne deut­li­che Er­hö­hung des Ur­laubs­gel­des und 3,6 Pro­zent mehr Ge­halt ge­ei­nigt
Chemie Laborant, Wissenschaftler im Labor mit Reagenzglas

20.09.2018. (dpa/wie) - Nach­dem sich die Ta­rif­par­tei­en der Che­mie-Bran­che auf re­gio­na­ler Ebe­ne nicht ei­ni­gen konn­ten (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 18/157 Ta­rif­ver­hand­lun­gen in der Ost­deut­schen Che­mie-Bran­che), star­te­ten An­fang Sep­tem­ber die Ver­hand­lun­gen auf Bun­des­ebe­ne (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 18/220 Deut­sche Che­mie-Bran­che: Start der Ta­rif­ver­hand­lun­gen).

Die Ge­werk­schaft IG Berg­bau-Che­mie-En­er­gie (IG BCE) und die Ar­beit­ge­ber ha­ben sich nun auf ei­nen Ta­rif­ver­trag mit ei­ner Lauf­zeit von 15 Mo­na­ten ver­stän­digt. Die Ge­häl­ter sol­len dem­nach um 3,6 Pro­zent stei­gen, wie bei­de Par­tei­en am Mitt­woch in Wies­ba­den mit­teil­ten.

Zu­dem wer­de das Ur­laubs­geld von der­zeit 614 Eu­ro auf 1.200 Eu­ro an­ge­ho­ben und da­mit fast ver­dop­pelt. Das kom­me ins­be­son­de­re den un­te­ren Lohn­grup­pen zu­gu­te, wie die IG BCE er­klär­te. Auch ei­ne Ein­mal­zah­lung in Hö­he von 280 Eu­ro wur­de aus­ge­han­delt, die je­doch von Be­trie­ben in wirt­schaft­li­chen Schwie­rig­kei­ten aus­ge­setzt wer­den kann.

"Der Che­mie-Ta­rif­ab­schluss ist al­les an­de­re als bil­lig, aber er passt zur wirt­schaft­li­chen La­ge der Bran­che", kom­men­tier­te der Ver­hand­lungs­füh­rer der Ar­beit­ge­ber, Ge­org Mül­ler. IG-BCE-Chef Mi­cha­el Vas­si­lia­dis sprach von ei­ner fai­ren Teil­ha­be am Er­folg der Bran­che.

Mit bei­den Kom­po­nen­ten be­zif­fert die Ge­werk­schaft die Ge­halts­stei­ge­rung auf 4,6 Pro­zent. Aus­zu­bil­den­de er­hal­ten bis zu 9 Pro­zent mehr Geld.

Kei­ne Ei­ni­gung wur­de in Be­zug auf die For­de­rung nach mehr Selbst­be­stim­mung für die Ar­beit­neh­mer im Hin­blick auf die Ar­beits­zeit er­zielt. Die Ge­werk­schaft for­der­te ei­ne Wahl­op­ti­on zwi­schen mehr Ur­laubs­ta­gen und mehr Ur­laubs­geld. Auf ei­ne Ver­rin­ge­rung des Ar­beits­vo­lu­mens woll­ten sich die Ar­beit­ge­ber je­doch nicht ein­las­sen.

Bei­de Par­tei­en wol­len al­ler­dings bis zur nächs­ten Ta­rif­run­de zum Jah­res­en­de 2019 Lö­sungs­vor­schlä­ge für mo­der­ne­re Ar­beits­be­din­gun­gen er­ar­bei­ten.


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Letzte Überarbeitung: 20. September 2018

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