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ARBEITSRECHT AKTUELL // 17/275

Ham­bur­ger Po­li­zis­ten häu­fig mit Zweit­job

Laut der Deut­schen Po­li­zei­ge­werk­schaft sind vie­le Po­li­zei­be­am­te in Ham­burg auf­grund der ho­hen Le­bens­hal­tungs­kos­ten auf ei­nen Ne­ben­job an­ge­wie­sen.
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30.10.2017. (dpa/wie) - Auf schrift­li­che An­fra­ge des CDU-Ab­ge­ord­ne­ten Karl-Heinz Warn­holz leg­te der Ham­bur­ger Se­nat im An­fang Mai die­sen Jah­res Zah­len zu Ne­ben­tä­tig­kei­ten von Mit­ar­bei­tern der Po­li­zei vor (Ant­wort des Se­nats vom 02.05.2017).

Aus der Ant­wort geht her­vor, dass knapp 1.500 der ins­ge­samt et­wa 7.800 Po­li­zei­be­am­ten in Ham­burg im ers­ten Quar­tal 2017 ei­ner wei­te­ren Be­schäf­ti­gung nach Dienst­schluss nach­ge­gan­gen sind. Im Jahr 2016 wa­ren es 1.660. Vie­le ar­bei­ten ne­ben­bei im Dienst­leis­tungs­be­reich oder in ge­werb­li­chen Un­ter­neh­men. Ei­ni­ge sind al­ler­dings auch eh­ren­amt­lich z.B. als Sport­trai­ner tä­tig.

Auch ne­ben­be­ruf­li­che Ärz­te, Dol­met­scher, Mak­ler, Haus­meis­ter, Künst­ler oder Schrift­stel­ler wa­ren un­ter den Po­li­zis­ten zu fin­den. Künst­le­ri­sche Be­ru­fe oder Eh­ren­äm­ter sind of­fen­bar auf per­sön­li­che In­ter­es­se oder auf Über­zeu­gun­gen zu­rück­zu­füh­ren. Laut der Deut­schen Po­li­zei­ge­werk­schaft spielt aber auch der fi­nan­zi­el­le As­pekt bei vie­len ei­ne gro­ße Rol­le.

Die vie­len Zweit­be­schäf­ti­gun­gen sei­en auch mit di­en ho­hen Le­bens­hal­tungs­kos­ten in Ham­burg zu er­klä­ren, so Joa­chim Len­ders, Lan­des­vor­sit­zen­der der Deut­schen Po­li­zei­ge­werk­schaft. Au­ßer­dem wür­den jun­ge Po­li­zei­meis­ter und -ober­meis­ter bei der Be­sol­dung ganz un­ten ste­hen. Da­durch wür­de das Geld, be­son­ders beim Grün­den ei­ner Fa­mi­lie, oft­mals knapp wer­den. "Das ist ganz aus­ge­prägt im mitt­le­ren Dienst", er­gänz­te Len­ders. Aber auch bei jun­gen Kom­mis­sa­ren und Ober­kom­mis­sa­ren sei dies zu be­ob­ach­ten.

Den leich­ten Rück­gang seit 2016 er­klär­te Len­ders da­mit, dass sich die Al­ters­struk­tur bei der Po­li­zei ver­än­de­re und die äl­te­ren Kol­le­gen durch hö­he­re Dienst­gra­de "aus dem Gröbs­ten raus" sei­en.


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Letzte Überarbeitung: 15. Dezember 2017

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