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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/041

Hilfs­kräf­te von Di­gi­ta­li­sie­rung be­droht

Aus ei­ner ak­tu­el­len Stu­die zu den Kon­se­quen­zen der Di­gi­ta­li­sie­rung geht her­vor, dass be­son­ders Hilfs­ar­bei­ten von Com­pu­tern und Ro­bo­tern über­nom­men wer­den könn­ten
Zusammenarbeit Roboter und Mensch, Digitalisierung, Industrie 4.0

15.02.2018. (dpa/wie) - Über die Aus­wir­kun­gen der zu­neh­men­den Di­gi­ta­li­sie­rung auf den Ar­beits­markt wird seit ei­ni­ger Zeit dis­ku­tiert. Ei­ni­ge Ex­per­ten se­hen die Zu­kunft von vie­len Ar­beit­neh­mern in Ge­fahr (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 16/279 Job­kil­ler Zu­kunft? Was der di­gi­ta­le Wan­del für Be­rufs­tä­ti­ge be­deu­tet). An­de­re le­gen den di­gi­ta­len Wan­del eher po­si­tiv als ei­ne Chan­ce aus (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 17/106 Di­gi­ta­li­sie­rung: Nicht we­ni­ger son­dern an­de­re Jobs).

Aus ei­ner am Don­ners­tag ver­öf­fent­lich­ten Stu­die des Nürn­ber­ger In­sti­tuts für Ar­beits­markt- und Be­rufs­for­schung (IAB) geht nun her­vor, dass ins­be­son­de­re ge­ring­qua­li­fi­zier­te Hilfs­ar­bei­ter ge­fähr­det sind, ih­ren Job teil­wei­se oder gänz­lich an ei­ne Ma­schi­ne zu ver­lie­ren.

Be­reits jetzt könn­ten 58 Pro­zent der von die­ser Grup­pe ge­leis­te­ten Ar­bei­ten theo­re­tisch von Ro­bo­tern oder Com­pu­tern über­nom­men wer­den, so die For­scher. Mit Blick auf die ver­gan­ge­nen drei Jah­re sei dies ein An­stieg von zwölf Pro­zent.

Auf der an­de­ren Sei­te sin­ke das Ri­si­ko durch Tech­nik er­setzt zu wer­den, wenn man ein Hoch­schul­stu­di­um ab­sol­viert hat. Hier lie­ge der An­teil der Auf­ga­ben, die theo­re­tisch von ei­nem Com­pu­ter über­nom­men wer­den könn­ten bei 24 Pro­zent. Das be­deu­te ein An­stieg von sechs Pro­zent in­ner­halb der letz­ten drei Jah­re.

Ins­ge­samt ar­bei­te et­wa ein Vier­tel der so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Be­schäf­tig­ten in Deutsch­land in ei­nem Be­ruf, der teil­wei­se (bis zu 70 Pro­zent) von ei­ner Ma­schi­ne aus­ge­führt wer­den könn­te. Dass die­se theo­re­ti­schen Mög­lich­kei­ten auch voll­um­fäng­lich aus­ge­nutzt wer­den, hal­ten die IAB-For­scher je­doch für un­wahr­schein­lich. "So kön­nen bei­spiels­wei­se Kos­ten­grün­de oder recht­li­che Hür­den da­zu füh­ren, dass nur ein Teil des tech­nisch mög­li­chen Au­to­ma­ti­sie­rungs­po­ten­zi­als aus­ge­schöpft wird" er­klä­ren die Au­to­ren der Stu­die, Ka­tha­ri­na Deng­ler und Brit­ta Mat­thes.

Gro­ße Um­brü­che in­ner­halb der Be­ru­fe sei­en aber zu er­war­ten. Da­her neh­me die Aus­bil­dung für jun­ge Leu­te ei­ne noch wich­ti­ge­re Rol­le ein. Man sol­le sich je­doch nicht auf IT-Fä­hig­kei­ten und di­gi­ta­le In­hal­te be­schrän­ken, da be­son­ders so­zia­le Kom­pe­ten­zen wie Selbst­ma­nage­ment und Ko­ope­ra­ti­ons­be­reit­schaft im­mer wich­ti­ger wer­den, be­to­nen die Wis­sen­schaft­ler.


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Letzte Überarbeitung: 15. Februar 2018

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