HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/027

IG Me­tall ruft zu ers­ten Ta­ges­streiks auf

Die Be­schäf­tig­ten der Me­tall- und Elek­tro­bran­che sol­len in meh­re­ren Re­gio­nen für 24 St­un­den ih­re Ar­beit nie­der­le­gen
Schweißer, Industrie

30.01.2018. (dpa/wie) - Nach­dem auch die fünf­te Run­de im Ta­rif­streit der Me­tall- und Elek­tro­in­dus­trie er­geb­nis­los ab­ge­bro­chen wur­de, will die Ge­werk­schaft IG Me­tall nun den Druck auf die Ar­beit­ge­ber ver­stär­ken.

Noch am Diens­tag­abend sol­len Be­schäf­tig­te u.a. in Ba­den-Würt­tem­berg, Nord­rhein-West­fa­len und Rhein­land-Pfalz erst­mals für 24 St­un­den strei­ken. Das teil­ten die Be­zirks­lei­tun­gen der IG Me­tall am Diens­tag­mit­tag mit. Die­se Ta­ges­streiks un­ter­schei­den sich von den üb­li­chen Warn­streiks, ab­ge­se­hen von der Dau­er, auch dar­in, dass die Streik­teil­neh­mer von der Ge­werk­schaft ei­nen fi­nan­zi­el­len Aus­gleich für die Lohn­ein­bu­ßen er­hal­ten.

Wäh­rend der Streiks wer­den kei­ne wei­te­ren Ge­sprä­che mit den Ar­beit­ge­bern ge­führt, be­ton­te der baye­ri­sche IG-Me­tall-Be­zirks­chef Jür­gen Wechs­ler. Die nächs­te Ver­hand­lungs­run­de könn­te so­mit frü­hes­tens am Sams­tag star­ten, da bis ein­schließ­lich Frei­tag über 250 Be­trie­be bun­des­weit be­streikt wer­den sol­len. Nach ei­ge­nen An­ga­ben hat die Ge­werk­schaft nur die be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer in den Be­trie­ben nach de­ren Streik­be­reit­schaft ge­fragt, an­statt ei­ne Ur­ab­stim­mung statt­fin­den zu las­sen.

Von den Ar­beit­ge­bern kam er­war­tungs­ge­mäß Kri­tik am Vor­ge­hen der IG Me­tall. Es han­de­le sich um ei­ne un­nö­ti­ge wei­te­re Es­ka­la­ti­ons­stu­fe des Ta­rif­kon­flikts, er­klär­te der Ver­band der Säch­si­schen Me­tall- und Elek­tro­in­dus­trie (VS­ME). In der ver­gan­ge­nen Ver­hand­lungs­run­de hät­ten die Ar­beit­ge­ber in Ba­den-Würt­tem­berg be­reits ein Lohn­plus von 6,8 Pro­zent an­ge­bo­ten und da­mit mehr, als die ur­sprüng­li­che For­de­rung der Ge­werk­schaft.

De­ren Tak­tik sei auf Streiks an­ge­legt und für die Ver­hand­lun­gen kon­tra­pro­duk­tiv, heißt es vom VS­ME. „Da­mit wird der Bo­gen viel­mehr deut­lich über­spannt.“

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 7. Juni 2018

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email* Nachname
  Abmelden   *Pflichtangabe

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2018:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de