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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/236

Kaum be­trieb­li­che An­ge­bo­te zur Ent­las­tung für pfle­gen­de Ar­beit­neh­mer

Im­mer mehr Be­schäf­tig­te müs­sen ar­bei­ten ge­hen und ei­nen An­ge­hö­ri­gen pfle­gen. Gut, wenn die Fir­ma die­se Her­aus­for­de­rung et­wa mit fle­xi­blen Ar­beits­zei­ten er­leich­tert.
Kind im Rollstuhl

24.09.2018. (dpa/wie) - Ar­bei­ten und ei­nen An­ge­hö­ri­gen pfle­gen: Das ist für im­mer mehr Be­rufs­tä­ti­ge an­stren­gen­der All­tag. Da kann es hel­fen, wenn Fir­men An­ge­bo­te ma­chen, um Job und Pfle­ge bes­ser mit­ein­an­der zu ver­ein­ba­ren.

Das geht zum Bei­spiel über fle­xi­ble Ar­beits­zei­ten, oder die Mög­lich­keit zur Ar­beit von Zu­hau­se aus. In ei­ner re­prä­sen­ta­ti­ven Um­fra­ge des Zen­trums für Qua­li­tät in der Pfle­ge (ZQP) ga­ben je­doch 59 Pro­zent der Fir­men an, be­triebs­in­ter­ne An­ge­bo­te zur Ent­las­tung we­der an­zu­bie­ten noch zu pla­nen. Be­fragt wur­den Per­so­nal­ent­schei­der in Un­ter­neh­men ab ei­ner Grö­ße von 26 Mit­ar­bei­tern.

Da­bei zeig­te sich auch: Gro­ße Fir­men sind bei die­sem The­ma bes­ser auf­ge­stellt. Knapp zwei Drit­tel (64 Pro­zent) der Un­ter­neh­men mit min­des­tens 250 Mit­ar­bei­tern bie­ten nach ei­ge­nen An­ga­ben Maß­nah­men für pfle­gen­de Be­schäf­tig­te. Bei Fir­men mit 50 bis 249 Mit­ar­bei­ten lag der An­teil bei 40 Pro­zent, bei klei­ne­ren Be­trie­ben bei 23 Pro­zent.

Neun von zehn Fir­men (90 Pro­zent), die be­triebs­in­ter­ne An­ge­bo­te ha­ben, bie­ten fle­xi­ble Ar­beits­zei­ten oder Ar­beits­zeit­kon­ten an. In knapp zwei Drit­tel (63 Pro­zent) die­ser Un­ter­neh­men ha­ben pfle­gen­de Mit­ar­bei­ter die Op­ti­on, in Ho­me-Of­fice zu ar­bei­ten. Vie­le die­ser Fir­men of­fe­rie­ren ei­ne zeit­lich be­fris­te­te Frei­stel­lung von der Ar­beit (68 Pro­zent) oder in­di­vi­du­el­le Ab­spra­chen (78 Pro­zent).

Ab­ge­se­hen von be­triebs­in­ter­nen An­ge­bo­ten ha­ben Be­schäf­tig­te, die ei­nen An­ge­hö­ri­gen pfle­gen, seit 2015 ge­setz­li­che Rechts­an­sprü­che auf un­ter­stüt­zen­de Maß­nah­men, wie das ZQP in sei­ner Ana­ly­se er­klärt.

Da­zu zäh­le et­wa die Mög­lich­keit, bis zu zehn Ta­ge frei­zu­neh­men, um für na­he An­ge­hö­ri­ge die Pfle­ge zu or­ga­ni­sie­ren. Oder ei­ne Frei­stel­lung bis zu sechs Mo­na­te zur Pfle­ge An­ge­hö­ri­ger so­wie bis zu drei Mo­na­te, um Schwer­kran­ke in der letz­ten Le­bens­pha­se zu be­glei­ten. In 59 Pro­zent der Fir­men hat laut der Um­fra­ge noch kein Mit­ar­bei­ter so ei­ne Mög­lich­keit wahr­ge­nom­men.

Nach An­ga­ben des ZQP lag die ge­schätz­te Zahl von pfle­gen­den Er­werbs­tä­ti­gen kurz nach der Jahr­tau­send­wen­de bei 1,9 Mil­lio­nen. Bis 2012 hat­te sie sich dem­nach auf 2,6 Mil­lio­nen er­höht.


Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 24. September 2018

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