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17/308a Kei­ne Ei­ni­gung im Ta­rif­streit an Ber­li­ner Hoch­schu­len

Die Ver­hand­lun­gen zwi­schen Ge­werk­schaft und Ar­beit­ge­ber über die Ver­gü­tung der stu­den­ti­schen Hilfs­kräf­te an Ber­li­ner Unis ist vor­erst ge­schei­tert.
Studenten in der Universität bei einer Vorlesung

14.12.2017. (dpa/wie) - Seit ei­ni­gen Mo­na­ten lau­fen die Ta­rif­ver­hand­lun­gen über die Ver­gü­tung stu­den­ti­scher Hilfs­kräf­te an Ber­li­ner Hoch­schu­len. Da man sich noch im­mer nicht ei­ni­gen konn­te, dro­hen die Ge­werk­schaf­ten nun mit Streiks.

Be­reits im Ju­ni und im Sep­tem­ber hat die Ta­rif­kom­mis­si­on be­ste­hend aus den Ge­werk­schaf­ten Er­zie­hen und Wis­sen­schaft (GEW) und Ver.di die je­wei­li­gen An­ge­bo­te des kom­mu­na­len Ar­beit­ge­ber­ver­bands Ber­lin (KAV) ab­ge­lehnt (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 17/240 Ber­lin: Stu­den­ti­sche Be­schäf­tig­te wol­len mehr Geld).

Sie for­dern für die et­wa 8.000 stu­den­ti­schen Be­schäf­tig­ten ei­ne An­glei­chung der Lohn­ent­wick­lung an je­ne der an­de­ren Hoch­schul­mit­ar­bei­ter. Wie GEW-Ver­hand­lungs­füh­rer Udo Mer­tens am Diens­tag mit­teil­te, wä­ren die Ar­beit­ge­ber je­doch nicht be­reit ge­we­sen, ihr An­ge­bot we­sent­lich zu ver­bes­sern. "Da­mit wä­ren die stu­den­ti­schen Be­schäf­tig­ten wei­ter­hin auf Dau­er von der Lohn­ent­wick­lung der an­de­ren Hoch­schul­be­schäf­tig­ten ab­ge­kop­pelt. Be­schäf­tig­te zwei­ter Klas­se sind mit uns aber nicht zu ma­chen!", be­ton­te Mer­tens.

Laut Ver­di-Ver­hand­lungs­füh­rer Mat­thi­as Neis sei­en in den Hoch­schul­ver­trä­gen mit dem Land oh­ne­hin Ta­rif­stei­ge­run­gen für die stu­den­ti­schen Be­schäf­tig­ten von 3,9 Pro­zent für 2018 und je­weils 2,6 Pro­zent in den Fol­ge­jah­ren ver­ein­bart. Die fi­nan­zi­el­len Mit­tel sei­en al­so vor­han­den und müss­ten nun bei den Be­schäf­tig­ten im Rah­men ta­rif­li­cher Lö­sun­gen an­kom­men. "Wenn wir da­für strei­ken müs­sen, wer­den wir das tun."

Laut KAV be­inhal­te­te das An­ge­bot ei­ne Er­hö­hung des St­un­den­lohns von der­zeit 10,98 Eu­ro bis 1. Ja­nu­ar 2022 in meh­re­ren Schrit­ten auf 12,50 Eu­ro, was ei­nem Plus von 13,84 Pro­zent ent­sprä­che. Au­ßer­dem bie­te man mehr Ur­laub und län­ge­re Ent­gelt­fort­zah­lung im Krank­heits­fall. "Die Ge­werk­schaf­ten er­he­ben Ma­xi­mal­for­de­run­gen, die von der Ar­beit­ge­ber­sei­te nicht er­füllt wer­den kön­nen", sag­te Ge­schäfts­füh­re­rin Clau­dia Pfeif­fer. Man ha­be kein Ver­ständ­nis für die Äu­ße­run­gen der Ge­werk­schaf­ten.

Der KAV rief die Ge­werk­schaf­ten auf, wie­der an den Ver­hand­lungs­tisch zu­rück­zu­keh­ren.


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Letzte Überarbeitung: 27. Juni 2018

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