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KfW-Stu­die: Mit­tel­stand bleibt bei Jobs und Um­satz auf Re­kord­jagd

Deutsch­lands Mit­tel­ständ­ler sind die Stüt­ze der hei­mi­schen Wirt­schaft. Das stel­len jüngs­te Zah­len ein­mal mehr un­ter Be­weis
Gute Beziehung zwischen Angestellten und Vorgesetzen, Chef

24.10.2018. (dpa/fle) - Mehr Um­satz, mehr In­ves­ti­tio­nen, mehr Jobs: Das Wachs­tum im deut­schen Mit­tel­stand hält an.

Das Mit­tel­stand­spa­nel der KfW (Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau) wird seit 2003 als schrift­li­che Wie­der­ho­lungs­be­fra­gung durch­ge­führt. Be­rück­sich­tigt wer­den klei­ne und mitt­le­re Un­ter­neh­men (KMU) in Deutsch­land.

An der ak­tu­el­len Er­he­bung be­tei­lig­ten sich 9.666 Fir­men. Zum Mit­tel­stand zäh­len sämt­li­che Un­ter­neh­men in Deutsch­land, de­ren Jah­res­um­satz 500 Mil­lio­nen Eu­ro nicht über­schrei­tet. Ge­mäß die­ser De­fi­ni­ti­on gab es im ver­gan­ge­nen Jahr 3,76 Mil­lio­nen mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men in Deutsch­land. Der Mit­tel­stand stellt da­mit 99,95 Pro­zent al­ler Un­ter­neh­men in Deutsch­land.

Als Ar­beit­ge­ber ha­ben die 3,76 Mil­lio­nen KMU noch­mals an Be­deu­tung ge­won­nen. Sie sei­en das "Herz­stück" des Be­schäf­ti­gungs­auf­baus, den Eu­ro­pas größ­te Volks­wirt­schaft seit nun­mehr elf Jah­ren ver­zeich­ne, schrei­ben die Volks­wir­te der För­der­bank.

Und die Aus­sich­ten sei­en wei­ter­hin gut: "Die sehr gu­te La­ge im Mit­tel­stand wird auch im Jahr 2018 an­hal­ten", heißt es in der Stu­die. Vie­le Fir­men rech­nen mit wei­ter stei­gen­den Er­lö­sen und wol­len ihr Per­so­nal noch auf­sto­cken. "Im Sal­do ist (...) wei­ter mit Be­schäf­ti­gungs­auf­bau zu rech­nen", so das Fa­zit der KfW-Öko­no­men. "Die Schall­mau­er von 32 Mil­lio­nen Er­werbs­tä­ti­gen wird ver­mut­lich zwar (noch) nicht durch­bro­chen, scheint aber mit­tel­fris­tig greif­bar."

Zum Jah­res­en­de 2017 war die Re­kord­zahl von 31,3 Mil­lio­nen Men­schen in den klei­nen und mitt­le­ren Un­ter­neh­men hier­zu­lan­de er­werbs­tä­tig. Das wa­ren 418.000 oder 1,3 Pro­zent mehr als ein Jahr zu­vor. Die Er­lö­se der Un­ter­neh­men klet­ter­ten im ver­gan­ge­nen Jahr mit durch­schnitt­lich 4,7 Pro­zent so stark wie seit sechs Jah­ren nicht mehr.

"Mit­tel­fris­tig ist auch wei­ter mit ho­hem, und even­tu­ell an­zie­hen­dem, Un­ter­neh­mens­wachs­tum im Mit­tel­stand zu rech­nen, denn der an­hal­ten­de Op­ti­mis­mus der ver­gan­ge­nen Jah­re bleibt", schreibt die KfW. Bis zum Jahr 2020 rech­nen dem­nach we­sent­lich mehr der für die ak­tu­el­le Er­he­bung be­frag­ten 9.666 Mit­tel­ständ­ler mit stei­gen­den Um­sät­zen (34 Pro­zent) als mit sin­ken­den Um­sät­zen (16 Pro­zent). Zu­letzt leg­te nach zwei schwä­che­ren Jah­ren auch das Aus­lands­ge­schäft wie­der spür­bar zu.

Et­was Was­ser gie­ßen die KfW-Volks­wir­te al­ler­dings in den Wein: Trotz Wachs­tums auf brei­ter Front kom­me die Pro­fi­ta­bi­li­tät im Mit­tel­stand nicht vom Fleck. Zum ers­ten Mal seit acht Jah­ren sei 2017 die durch­schnitt­li­che Um­satz­ren­di­te - al­so der pro­zen­tua­le An­teil des Ge­winns am Um­satz - ge­sun­ken. Das lie­ge zum Teil auch dar­an, dass neue Jobs vor al­lem im Dienst­leis­tungs­be­reich ent­stan­den sei­en, in dem die Pro­duk­ti­vi­tät im Ver­gleich zum Ver­ar­bei­ten­den Ge­wer­be oh­ne­hin ten­den­zi­ell nied­ri­ger sei, er­klär­te KfW-Chef­volks­wirt Jörg Zeu­ner.

Der mo­de­ra­te Rück­gang um 0,1 Punk­te auf 7,2 Pro­zent ge­be zwar "(noch) kei­nen An­lass zur Sor­ge", heißt es in der Stu­die. Denn vie­le Mit­tel­ständ­ler sit­zen auf gut ge­füll­ten Kas­sen: Die Ei­gen­ka­pi­tal­pols­ter er­reich­ten die nächs­te Re­kord­mar­ke. Im Jahr 2017 be­trug die durch­schnitt­li­che Ei­gen­ka­pi­tal­quo­te 31,2 Pro­zent nach 30 Pro­zent ein Jahr zu­vor. Den­noch mahn­te Zeu­ner: "Be­schäf­ti­gungs­auf­bau und Wachs­tums­pha­se müs­sen In­no­va­tio­nen und In­ves­ti­tio­nen fol­gen."

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 24. Oktober 2018

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