HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/146

Köln: Ak­ti­ons­tag für Fah­rer von Lie­fer­diens­ten

Mit ei­ner Ver­an­stal­tung will die Ge­werk­schaft NGG auf die schlech­ten Ar­beits­be­din­gun­gen bei Es­sens­lie­fer­diens­ten wie De­li­ver­oo und Foo­do­ra auf­merk­sam ma­chen
Fahrer eines Lieferdienst, Pizza Lieferant, Lieferservice

18.06.2018. (dpa/wie) - Die Ge­werk­schaft Nah­rung-Ge­nuss-Gast­stät­ten (NGG) wirft den Es­sens­lie­fer­diens­ten schlech­te Ar­beits­be­din­gun­gen vor.

Dem­nach sei­en die meis­ten Be­schäf­tig­ten sach­grund­los be­fris­tet, wäh­rend es auch ei­ne gro­ße Zahl von So­lo-Selbst­stän­di­gen ge­be, die für die Lie­fer­diens­te Es­sen aus­fah­ren, wie der stell­ver­tre­ten­de NGG-Vor­sit­zen­de Gui­do Zeit­ler der Deut­schen Pres­se-Agen­tur sag­te. Zu­dem man­ge­le es an Mit­be­stim­mung für die Ar­beit­neh­mer.

"Die Ar­beits­be­din­gun­gen in der Bran­che sind höchst pro­ble­ma­tisch. Fast al­le Fah­rer sind sach­grund­los be­fris­tet", sag­te Zeit­ler. "Mit Hil­fe der Be­fris­tung wird auch die Exis­tenz von Be­triebs­rä­ten ver­hin­dert." Die Ge­werk­schaft kri­ti­siert auch die ste­ti­ge Kon­trol­le und Über­wa­chung der Ar­beits­leis­tung. Au­ßer­dem müss­ten die Fah­rer not­wen­di­ge Ar­beits­mit­tel, wie Fahr­rä­der, Re­gen­klei­dung oder Smart­pho­nes selbst stel­len bei Ver­schleiß oder Un­fäl­len auf ei­ge­ne Kos­ten er­set­zen.

Um dar­auf auf­merk­sam zu ma­chen, hat die NGG für Diens­tag, den 19.06.2018 zum "Ri­ders' Day" auf­ge­ru­fen. Zu die­sem Ak­ti­ons­tag, an dem die Fah­rer ge­gen die Ar­beits­be­din­gun­gen pro­tes­tie­ren sol­len, wird auch Bun­des­ar­beits­mi­nis­ter Hu­ber­tus Heil (SPD) er­war­tet. Von ihm er­war­tet Zeit­ler die Schaf­fung bes­se­rer Rah­men­be­din­gun­gen.

Ein Spre­cher von De­li­very He­ro, dem die Mar­ke Foo­do­ra an­ge­hört, wies die Vor­wür­fe zu­rück. Ein Groß­teil der 3.000 Foo­do­ra-Fah­rer sei, ab­ge­se­hen von Stu­den­ten, die sich et­was da­zu­ver­die­nen, fest an­ge­stellt. Auch ein Be­triebs­rat sei vor­han­den. Des­halb sol­le man nicht al­le Lie­fer­diens­te in ei­nen Topf wer­fen.


Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 27. August 2018

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email* Nachname
  Abmelden   *Pflichtangabe

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2018:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de