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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/085

Künst­li­che In­tel­li­genz bei der Per­so­nal­aus­wahl

Be­wer­ber sol­len künf­tig nicht mehr an­hand von As­sess­ment Cen­tern ein­ge­schätzt son­dern durch ein Te­le­fon­ge­spräch mit ei­nem Com­pu­ter se­lek­tiert wer­den
Zusammensetzung des Betriebsrats, Wahlberechtigte, Auswahl Männer und Frauen

06.04.2018. (dpa/wie) - "Künst­li­che In­tel­li­genz ist ei­ne Schlüs­sel­tech­no­lo­gie der Di­gi­ta­li­sie­rung", sagt Ma­thi­as We­ber vom Bran­chen­ver­band Bit­kom. "Sie wird schon bald sehr vie­le Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen prä­gen."

Das Aa­che­ner Star­t­up na­mens "Pre­ci­re" hat mit­hil­fe ei­nes In­tel­li­gen­ten Al­go­rith­mus ein Pro­gramm ent­wi­ckelt, dass nun auch die Fach­kräf­te-Re­kru­tie­rung er­leich­tern soll. Über Sprach­er­ken­nung soll die Per­sön­lich­keit des Be­wer­bers ana­ly­siert wer­den, um fest­zu­stel­len, ob die Fir­men­kul­tur zum Kan­di­da­ten passt.

Das Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men Talanx nutzt die­se Tech­no­lo­gie seit An­fang des Jah­res zur Aus­wahl pas­sen­der Füh­rungs­kräf­te. Da­zu führt der Be­wer­ber ein Te­le­fo­nat mit ei­nem Com­pu­ter, bei dem er bei­spiels­wei­se er­klä­ren kann, wie ein per­fek­ter Tag für ihn aus­sieht. "Das Gan­ze dau­ert et­wa ei­ne hal­be St­un­de, kos­tet et­wa 1.000 Eu­ro und wird vom Com­pu­ter ge­führt - ein As­sess­ment Cen­ter da­ge­gen dau­ert ein bis zwei Ta­ge und kos­tet meist fünf­stel­li­ge Be­trä­ge", sagt der fürs Aus­lands­ge­schäft zu­stän­di­ge Talanx-Vor­stand Tors­ten Leue, der im Mai neu­er Vor­stands­chef wer­den wird.

Die Frank­fur­ter Flug­ha­fen­ge­sell­schaft "Fra­port" setzt eben­falls auf das Re­kru­tie­rungs­pro­gramm, je­doch auf frei­wil­li­ger Ba­sis als Be­stand­teil ei­nes Ent­wick­lungs­pro­gramms.

Die In­ha­be­rin der Zeit­ar­beits­fir­ma "Ti­na Voß" lobt die Tref­fer­quo­te "von 80 bis 95 Pro­zent", äu­ßert al­ler­dings auch recht­li­che Be­den­ken hin­sicht­lich der au­to­ma­ti­schen Durch­leuch­tung von Be­wer­bern. Voß ist sich si­cher, dass sich die­se Me­tho­de durch­set­zen wird, plä­diert je­doch für Frei­wil­lig­keit.

Dass die Tech­no­lo­gie ei­ne po­ten­zi­el­le Be­dro­hung für die 180.000 Per­so­nal­ent­wick­ler und Head­hun­ter in Deutsch­land dar­stel­len könn­te, sieht Vi­ze­prä­si­den­tin Re­gi­na Rup­pert vom Bun­des­ver­band Deut­scher Un­ter­neh­mens­be­ra­ter (BDU) nicht so. Man se­he es "eher als Er­gän­zung und Er­wei­te­rung an".


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Letzte Überarbeitung: 7. Juni 2018

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